Zikim: Der Strand, wo die Hamas am 7. Oktober anlandete

18 Menschen starben am Strand von Zikim, darunter viele Spaziergänger; Überlebende leiden unter schwerem Trauma und Angststörungen.
Ich lasse sie nicht rein. Das war mein einziger Gedanke.
Danny Burda erinnert sich an das Gefecht am Zaun, als er versuchte, die Terroristen vom Kibbuz fernzuhalten.
Mark

Was macht diesen Strand so bedeutsam? Warum berichten wir gerade über Zikim?

Mimi

Weil es der einzige Ort war, an dem die Hamas vom Meer aus anlandete. Achtzehn Menschen starben dort in wenigen Stunden. Aber es geht nicht nur um die Zahlen – es geht darum, wie Menschen an einem Ort leben, der für sie für immer verändert wurde.

Luke

Warte – die Quelle sagt, dass 18 Menschen starben, aber sie sagt nicht, wie viele Terroristen es waren. Sie sagt "Dutzende", aber das ist vage. Wie viele genau?

Mimi

Das ist ein guter Punkt. Die Quelle gibt keine genaue Zahl an. Wir wissen nur, dass es Dutzende waren und dass sie mit Booten kamen.

Mark

Und die Familie Burda – sind sie repräsentativ für die Bewohner von Zikim, oder sind sie Ausnahmen?

Mimi

Das können wir aus der Quelle nicht sagen. Wir wissen, dass sie geblieben sind, dass sie traumatisiert sind, aber wir wissen nicht, wie viele andere gegangen sind oder wie viele andere bleiben wollen.

Luke

Genau. Die Quelle zeigt uns zwei Menschen, die bleiben, aber sie sagt nichts über die Gesamtsituation im Kibbuz. Wie viele Bewohner gibt es? Wie viele sind gegangen?

Mimi

Das ist nicht in der Quelle. Wir können nur berichten, was wir wissen: dass diese beiden Überlebenden bleiben und warum.

Mark

Danny sagt, Israel sollte sich aus Gaza zurückziehen. Ist das eine verbreitete Meinung in Zikim?

Luke

Wieder – wir wissen es nicht. Das ist Dannys persönliche Meinung. Die Quelle gibt uns keine Informationen darüber, ob andere Bewohner das genauso sehen.

Mimi

Richtig. Wir können nur berichten, was Danny und Reut und Michal uns erzählt haben. Ihre Stimmen sind wichtig, aber sie sind nicht die ganze Geschichte von Zikim.

  • 18 Menschen starben am Strand von Zikim am 7. Oktober 2023
  • Hamas-Terroristen landeten mit Booten an – Zikim war der einzige Ort eines Seeangriffs
  • Das Gefecht am Kibbuz-Zaun dauerte eine Stunde
  • Überlebende wie Reut Burda und Michal Richter sind im Kibbuz geblieben

Hamas-Terroristen landeten mit Booten am Strand von Zikim und töteten 18 Menschen, darunter viele Spaziergänger, bevor sie zum Kibbuz-Zaun vordrangen. Überlebende wie Reut Burda und Michal Richter kämpfen mit Traumata, kehren aber nicht weg – sie sehen Bleiben als Widerstand gegen Terror.

Am 7. Oktober 2023 griffen Hamas-Terroristen den israelischen Kibbuz Zikim vom Meer aus an und töteten 18 Menschen. Überlebende berichten von traumatischen Erlebnissen und dem Kampf, an diesem Ort zu bleiben.

Der Strand von Zikim ist heute ein Ort der Erinnerung an Gewalt, aber auch der Beharrlichkeit. Am Morgen des 7. Oktober 2023, um 6:30 Uhr, hörte Reut Burda die Sirenen und wusste sofort, dass etwas Schreckliches geschah. Sie rannte mit ihren Kindern in den Schutzraum des Kibbuz, einen engen Raum, der normalerweise als Kinderschlafzimmer dient. Fünfzehn Sekunden – das war die Zeit, die sie hatten. Ihr Mann Danny schnappte sich seine Waffe und ging nach draußen, um die Familie zu schützen. Reut blieb mit den Kindern zurück, verwirrt und verängstigt, ohne zunächst zu verstehen, dass Terroristen nicht nur Raketen abfeuerten, sondern mit Booten vom Meer aus anlandeten.

Zikim ist der einzige Ort, den die Hamas an jenem Tag vom Wasser aus angegriffen hat. Dutzende Terroristen stiegen an einem Strand aus, der nur wenige hundert Meter vom Kibbuz entfernt liegt. Achtzehn Menschen starben dort – viele von ihnen Spaziergänger, die an diesem Morgen einfach am Strand unterwegs waren. Das Massaker war schnell vorbei, aber es war nur der Anfang des Horrors für Zikim. Die Angreifer stahlen ein Auto und fuhren zum Zaun des Kibbuz, wo Danny Burda und seine Kollegen vom Sicherheitsteam bereits Position bezogen hatten.

Das Gefecht am Zaun dauerte eine Stunde. Danny beschreibt, wie sein Kollege zuerst dachte, es seien israelische Soldaten, die im Auto ankamen – bis er erkannte, dass es Terroristen waren. Die Schießerei war intensiv. Dann warfen die Angreifer eine Handgranate über den Zaun. Splitter trafen Danny an der Seite; sein Schutzhelm und seine Weste retteten ihm das Leben. Er versteckte sich hinter einem Betonblock, sein einziger Gedanke war, dass er die Terroristen nicht in den Kibbuz lassen durfte, wo seine Familie war. Er hatte nicht erwartet, dass das israelische Militär so überrascht werden könnte, dass so viele Menschen sterben würden.

Drei Jahre später sitzt Reut Burda immer noch in diesem Schutzraum und erzählt die Geschichte. Die Erinnerung überwältigt sie noch immer. Sie sagt, dass ihr ganzer Körper anspannt, wenn sie draußen Stimmen hört. Ein Motorrad, ein Auto – jedes Geräusch weckt die Angst auf. Das Vertrauen in die Sicherheitskräfte ist gebrochen. Die Regierung hatte die Bevölkerung nicht gewarnt. Das Militär hatte den Angriff nicht abgewehrt. Dieser Vertrauensbruch sitzt tiefer als die physischen Wunden.

Michal Richter, die ebenfalls den Angriff überlebte, hat sich einen anderen Weg gesucht, mit der Angst umzugehen. Sie lebt direkt am Meer in Zikim und unterrichtet in einer Surfschule namens HaGal Sheli Zikim – sie unterrichtet andere Überlebende des 7. Oktober. Sie steigt auf ihr Surfbrett und blickt hinaus aufs Wasser. Die Angst ist ständig da, sagt sie. Es geht nicht darum, sich ins Meer zu trauen, sondern darum, sich den Ängsten seit dem 7. Oktober zu stellen. Direkt hinter dem Grenzzaun, der über den Strand verläuft, ist Gaza zu sehen – gespenstische Ruinen, Zeugnisse des drei Jahre andauernden Krieges. Dort, sagt Richter, kamen die Terroristen her. Das ist ihre größte Herausforderung.

Both Richter und die Familie Burda haben sich entschieden zu bleiben. Wegziehen kommt nicht in Frage. Danny Burda betont, dass er nicht für die Besiedlung des Gazastreifens durch Israel ist – Israel sollte sich aus Gaza zurückziehen. Aber er wird Zikim nicht verlassen. Er ist dort geboren. Er wird nicht gehen, weil die Hamas ihn vertrieben hat. Die Waffenruhe ist brüchig, die Angst bleibt, aber der Wille zu bleiben ist stärker.

Manchmal, wenn ich draußen Stimmen höre, spannt sich mein ganzer Körper an. Wenn ein Motorrad oder ein Auto vorbeifährt, spüre ich, dass das Trauma tief sitzt und ich Angst habe.
— Reut Burda
Ich bin hier in Zikim geboren und gehe nicht.
— Danny Burda
Vuoi la storia completa? Leggi l'originale su tagesschau ↗
Contattaci Domande frequenti