In den frühen Morgenstunden eines Oktobersamstags trafen russische Lenkbomben Wohnviertel in Saporischschja und rissen mindestens zwanzig Menschen aus dem Leben, darunter drei Kinder – ein weiteres Kapitel in einem Krieg, der die Grenze zwischen Schlachtfeld und Zuhause längst aufgelöst hat. Während dreizehn ukrainische Regionen gleichzeitig unter Drohnen- und Raketenbeschuss gerieten und Kiew im Dunkeln versank, versammelten sich in Miami Diplomaten, um über Winterhilfe zu verhandeln – als ob Wärme und Zerstörung auf getrennten Gleisen führen könnten. Die Ankündigung eines russisch-amerikanis
Russische Angriffe auf Saporischschja fordern mindestens 20 Tote
Russland liefert Diesel – während Ukrainer sterben
Warum ist Saporischschja immer wieder Ziel von Angriffen? Ist das eine strategische Stadt?
Sie liegt nur wenige Dutzend Kilometer von der Front entfernt. Das macht sie für Russland zu einem leichten Ziel – und für die Zivilbevölkerung zu einem ständigen Risiko.
Aber wir sollten festhalten: Die Zahlen kommen vom ukrainischen Zivilschutz. Das ist eine Quelle, die ein Interesse an der Berichterstattung hat. Die Rettungsarbeiten dauerten noch an, als die Zahlen gemeldet wurden – also könnten sie sich noch ändern.
Was bedeutet dieser Angriff im größeren Kontext? Ist das etwas Neues?
Nein. Russland attackiert systematisch die Energieinfrastruktur. Das zwingt Menschen, ohne Strom und ohne Wasser zu leben – gerade wenn der Winter kommt.
Das ist richtig, aber wir sollten unterscheiden: Die Angriffe auf Energieinfrastruktur sind dokumentiert. Dass das eine bewusste Strategie ist, um Zivilisten zu treffen – das ist eine Interpretation, die plausibel ist, aber nicht direkt bestätigt wird.
Und die Verhandlungen in Miami – helfen die?
Sie sollen über Winterhilfe sprechen, über die Stärkung der Energieinfrastruktur. Aber gleichzeitig kündigte Trump einen Dieseldeal mit Putin an.
Das ist der Punkt: Während die Verhandlungen laufen, gibt es diese neue Kontroverse. Selenskyj kritisiert den Deal scharf. Aber wir wissen noch nicht, wie dieser Deal tatsächlich aussieht oder welche Auswirkungen er haben wird.
Il Polso
- Fünf Lenkbomben schlugen in Wohnhäuser in Saporischschja ein und töteten mindestens zwanzig Menschen, darunter drei Kinder – Rettungskräfte gruben noch, als die Zahlen gemeldet wurden.
- Russland griff in derselben Nacht dreizehn ukrainische Regionen an; Kiew verlor Strom und Wasser, ein Restaurant wurde direkt getroffen, sechs Menschen verletzt.
- Die Ukraine antwortete mit einem Drohnenangriff von mindestens 560 Drohnen auf russisches Gebiet – Schiffe beschädigt, eine Eisenbahnbrücke zerstört, Brände in der Region Rostow.
- In Miami berieten US- und europäische Vertreter über Winterhilfe für die Ukraine; Sondergesandter Witkoff nannte die Gespräche konstruktiv.
- Trumps angekündigter Dieseldeal mit Russland überschattete die Verhandlungen – Selenskyj warf Washington vor, damit den russischen Krieg zu finanzieren, während ukrainische Zivilisten sterben.
In den frühen Morgenstunden eines Oktobersamstags trafen russische Lenkbomben Wohnviertel in Saporischschja und rissen mindestens zwanzig Menschen aus dem Leben, darunter drei Kinder – ein weiteres Kapitel in einem Krieg, der die Grenze zwischen Schlachtfeld und Zuhause längst aufgelöst hat. Während dreizehn ukrainische Regionen gleichzeitig unter Drohnen- und Raketenbeschuss gerieten und Kiew im Dunkeln versank, versammelten sich in Miami Diplomaten, um über Winterhilfe zu verhandeln – als ob Wärme und Zerstörung auf getrennten Gleisen führen könnten. Die Ankündigung eines russisch-amerikanischen Dieseldeals durch Präsident Trump warf dabei eine unbequeme Frage auf, die über den Verhandlungstisch hinausreicht: Wer finanziert diesen Krieg, und mit wessen Schweigen?
Am frühen Samstagmorgen trafen fünf russische Lenkbomben Wohngebiete in Saporischschja. Mindestens zwanzig Menschen kamen ums Leben, darunter drei Kinder; achtzehn weitere wurden verletzt. Die Rettungsarbeiten liefen noch, als die ersten Zahlen bekannt wurden – die endgültige Bilanz könnte höher ausfallen. Die Stadt liegt nur wenige Dutzend Kilometer von der Front entfernt und ist seit Monaten ein bevorzugtes Ziel.
In derselben Nacht griffen russische Streitkräfte dreizehn ukrainische Regionen mit Drohnen und ballistischen Raketen an. Auch Kiew wurde getroffen: Ein Restaurant wurde beschossen, sechs Menschen verletzt. Der staatliche Netzbetreiber Ukrenergo meldete flächendeckende Stromausfälle in der Hauptstadt und ihrem Umland; weil die Energie fehlte, brach auch die Wasserversorgung zusammen – ein gezieltes Muster russischer Kriegsführung gegen die Zivilbevölkerung.
Die Ukraine antwortete mit einem massiven Drohnenangriff: Laut russischem Verteidigungsministerium wurden mindestens 560 Drohnen eingesetzt. In der Stadt Asow wurden zwei Schiffe beschädigt, in der Region Rostow eine Eisenbahnbrücke zerstört und mehrere Wohnhäuser getroffen.
Parallel dazu fanden in Miami Gespräche zwischen US- und europäischen Vertretern statt – unter anderem mit Sondergesandtem Steve Witkoff und Jared Kushner. Thema war die Vorbereitung der Ukraine auf den Winter, insbesondere die Stärkung jener Energieinfrastruktur, die Russland systematisch zerstört. Witkoff beschrieb den ersten Gesprächstag als konstruktiv.
Doch eine neue Kontroverse überschattete die Verhandlungen: Präsident Trump gab bekannt, mit Putin einen Deal über die Lieferung von mehr als 300.000 Tonnen Diesel vereinbart zu haben. Selenskyj reagierte scharf und warf Washington vor, damit den russischen Krieg zu finanzieren – während in Saporischschja noch nach Überlebenden gesucht wurde.
Am frühen Samstagmorgen trafen fünf russische Lenkbomben Wohngebiete in der südostukrainischen Stadt Saporischschja. Mindestens zwei Wohnhäuser wurden zerstört oder schwer beschädigt. Die Bilanz war verheerend: mindestens 20 Tote, darunter drei Kinder, und 18 Verletzte. Die Rettungskräfte waren noch immer im Einsatz, als die Zahlen gemeldet wurden – die endgültige Opferzahl könnte noch steigen.
Saporischschja liegt nur wenige Dutzend Kilometer von der Front entfernt und ist seit Monaten ein bevorzugtes Ziel russischer Angriffe. Am selben Nacht griffen russische Streitkräfte insgesamt 13 ukrainische Regionen an. Drohnen und ballistische Raketen wurden gegen Wohnhäuser, Infrastruktur und Eisenbahneinrichtungen eingesetzt. Die Hauptstadt Kiew wurde ebenfalls getroffen – ein Restaurant wurde direkt beschossen, sechs Menschen verletzt, fünf davon ins Krankenhaus gebracht, wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte.
Die Angriffe auf die Energieinfrastruktur hatten unmittelbare Folgen für die Zivilbevölkerung. Der staatliche Stromnetzbetreiber Ukrenergo meldete, dass große Teile der Hauptstadt und ihres Umlandes ohne Strom waren. Der private Stromversorger DTEK sprach von flächendeckenden Notabschaltungen. Weil die Energieversorgung ausfiel, kam es auch zu Problemen bei der Wasserversorgung – ein klassisches Muster der russischen Kriegsführung, das gezielt auf die Versorgung der Zivilbevölkerung abzielt.
Die Ukraine antwortete in derselben Nacht. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums führte das ukrainische Militär einen massiven Drohnenangriff mit mindestens 560 Drohnen durch. In der südrussischen Stadt Asow wurden zwei Schiffe beschädigt. Die Region Rostow, ebenfalls im Süden Russlands, war ebenfalls Ziel der Angriffe. Gouverneur Juri Sljussar berichtete von mehreren Bränden, beschädigten Wohnhäusern und einer zerstörten Eisenbahnbrücke.
Doch während die gegenseitigen Angriffe weitergingen, fanden in Miami Gespräche über eine mögliche Lösung statt. Vertreter der USA und Europas berieten über weitere Unterstützung für die Ukraine. Auf amerikanischer Seite nahmen der Sondergesandte Steve Witkoff, Jared Kushner (Schwiegersohn von Präsident Donald Trump), sowie Vertreter des Nationalen Sicherheitsrats und des Finanzministeriums teil. Nach dem ersten Tag der Gespräche beschrieb Witkoff die Beratungen als konstruktiv. Ein Thema war die Vorbereitung der Ukraine auf den kommenden Winter, insbesondere die Stärkung der Energieinfrastruktur, die Russland systematisch zerstört.
Doch die Verhandlungen wurden von einer neuen Kontroverse überschattet. Präsident Trump kündigte an, einen Deal mit Kremlchef Wladimir Putin vereinbart zu haben, wonach Russland mehr als 300.000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt liefern würde. Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte mit scharfer Kritik. Er warf der US-Regierung vor, damit in den russischen Krieg zu investieren und Moskau zu ermöglichen, diesen fortzusetzen. Der Deal, so die Kritik, würde Russland finanzielle Mittel geben, um den Krieg weiterzuführen – während ukrainische Zivilisten getötet wurden.
Citazioni salienti
Selenskyj warf der US-Regierung vor, damit in den russischen Krieg zu investieren und Moskau zu ermöglichen, diesen weiter fortzuführen— Präsident Wolodymyr Selenskyj zur Kritik am Dieseldeal
Die ersten Beratungen bezeichnete Witkoff als konstruktiv, unter anderem sei über Maßnahmen gesprochen worden, um die Ukraine für den bevorstehenden Winter zu wappnen— Steve Witkoff, US-Sondergesandter