Pentagon plant Live-Übertragung der Hinrichtung von Nidal Hasan

Nidal Hasan tötete 2009 13 Soldaten und verletzte 32 weitere auf dem Militärstützpunkt Fort Hood.
Die Menschen müssen sehen, dass solche Taten Konsequenzen haben
Verteidigungsminister Hegseth erklärt die Logik hinter der geplanten Live-Übertragung der Hinrichtung.
Mark

Warum plant das Pentagon das überhaupt? Was ist die Logik dahinter?

Mimi

Hegseth sagt es deutlich: Abschreckung. Die Botschaft ist, dass Terrorismus Konsequenzen hat – und dass diese Konsequenzen sichtbar sein sollen. Es geht um öffentliche Demonstration von Macht und Strafe.

Luke

Aber wir sollten vorsichtig sein: Das ist Hegseth's Begründung, nicht unbedingt die offizielle Doktrin. Und die Frage, ob öffentliche Hinrichtungen tatsächlich abschrecken, ist wissenschaftlich umstritten.

Mark

Hasan hat 13 Menschen getötet. Warum ist das relevant für die Art der Hinrichtung?

Mimi

Es ist der Grund, warum er zum Tode verurteilt wurde. Die Schwere der Tat wird oft als Rechtfertigung für die öffentliche Natur der Strafe angeführt – um zu zeigen, dass es Konsequenzen für solche Verbrechen gibt.

Luke

Richtig, aber das ist eine Annahme. Die Quelle sagt nicht, dass die Öffentlichkeit der Hinrichtung direkt mit der Schwere des Verbrechens begründet wird. Das verbinden wir selbst.

Mark

Wie selten ist das? Eine Live-Hinrichtung?

Mimi

Sehr selten. Die letzte Militär-Erschießung war 1945. Die letzte öffentliche Hinrichtung überhaupt 1936. Das ist fast ein Jahrhundert her.

Luke

Und das ist ein wichtiger Punkt: Das würde nicht nur selten sein, sondern völlig neu in der modernen Ära. Wir haben keine Erfahrung damit, wie so etwas funktioniert oder welche Folgen es hat.

Mark

Was ist mit Hasan selbst – hat er sich dazu geäußert?

Mimi

Die Quelle sagt, dass er keine Reue gezeigt hat und dass er lieber beim Anschlag selbst gestorben wäre, um als Märtyrer zu gelten. Das ist wichtig für das Verständnis seiner Haltung.

Luke

Das ist aus dem Prozess bekannt, aber wir wissen nicht, wie er auf die geplante Live-Übertragung reagiert. Das ist eine Lücke in der Berichterstattung.

  • Das Pentagon kündigt an, die Erschießung Hasans am 3. Dezember live zu übertragen – ein Schritt ohne Präzedenz in der modernen amerikanischen Geschichte.
  • Verteidigungsminister Hegseth begründet die öffentliche Übertragung mit Abschreckung: Die Welt soll sehen, dass Terrorismus Konsequenzen hat.
  • Der Anschlag von 2009 auf Fort Hood, bei dem 13 Soldaten starben und 32 verletzt wurden, hinterließ Wunden, die bis heute nicht verheilt sind.
  • Hasan zeigte während seines Prozesses keinerlei Reue und wünschte sich, als Märtyrer gestorben zu sein – ein Detail, das die Frage nach der Wirkung öffentlicher Hinrichtungen aufwirft.
  • Ein Livestream würde mehr Zuschauer erreichen als jede öffentliche Hinrichtung in der Geschichte der USA – und die Debatte über Todesstrafe, Würde und staatliche Gewalt auf eine neue Ebene heben.

Am 3. Dezember soll Nidal Hasan, der 2009 auf dem Militärstützpunkt Fort Hood dreizehn Soldaten tötete, von einem Erschießungskommando hingerichtet werden – und das Pentagon plant, diesen Moment live ins Internet zu übertragen. Es wäre die erste öffentliche Militärhinrichtung dieser Art seit 1945, ein Akt, den Verteidigungsminister Hegseth als sichtbares Zeichen der Konsequenz beschreibt. Die Entscheidung berührt uralte Fragen der Menschheit: Was schulden wir den Opfern, und was verrät es über uns, wenn wir Strafe zum Spektakel machen?

Am 3. Dezember soll Nidal Hasan auf Fort Hood in Texas von einem Erschießungskommando hingerichtet werden. Was diese Exekution von allen anderen unterscheidet: Das Pentagon plant, sie live ins Internet zu übertragen. Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte dies in einem Videointerview an – die Menschen müssten sehen, dass solche Taten Konsequenzen hätten. Präsident Trump hatte die Hinrichtung genehmigt, nur wenige Tage nachdem in Tennessee ein Hinrichtungsversuch an einer Todeskandidatin gescheitert war.

Hasan hatte 2009 als Militärpsychiater auf Fort Hood das Feuer auf Soldaten eröffnet. Dreizehn Menschen starben, zweiunddreißig wurden verletzt. Er gab an, im Namen des Dschihads gehandelt zu haben, und bezeichnete die Kriege in Afghanistan und Irak als illegal. In den Jahren zuvor hatte er sich zunehmend radikalisiert. Ein Militärgericht verurteilte ihn 2013 zum Tode; Reue zeigte er keine. Stattdessen äußerte er den Wunsch, beim Anschlag selbst als Märtyrer gestorben zu sein.

Die geplante Übertragung wäre historisch: Die letzte Hinrichtung durch ein Militär-Erschießungskommando fand 1945 statt, die letzte allgemein öffentliche Hinrichtung in den USA 1936 – damals vor Tausenden Schaulustigen in Kentucky. Ein Livestream würde diese Reichweite um ein Vielfaches übersteigen. Wer einen Internetanschluss hat, könnte zusehen. Was es bedeutet, wenn eine Regierung eine Tötung live ins Netz stellt, bleibt eine offene Frage.

Am 3. Dezember soll Nidal Hasan auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas von einem Erschießungskommando hingerichtet werden. Das Besondere an dieser Exekution ist nicht nur, dass sie stattfindet, sondern wie sie stattfinden wird: Das Pentagon plant, die Hinrichtung live ins Internet zu übertragen – ein Schritt, der die Debatte über Strafe, Abschreckung und öffentliche Gerechtigkeit in den USA neu entfacht.

Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte die Übertragung in einem am Donnerstag veröffentlichten Videointerview an. Hasan werde »ein Erschießungskommando mit Soldaten« erhalten, sagte Hegseth, »und wir werden dafür sorgen, dass die Leute zusehen können, dass es öffentlich ist. Die Menschen müssen sehen, dass solche Taten Konsequenzen haben.« Ein Pentagon-Sprecher präzisierte wenig später: Die Exekution werde am 3. Dezember live übertragen. Präsident Donald Trump hatte die Hinrichtung genehmigt – ein Timing, das nicht zufällig wirkt. Nur wenige Tage zuvor war in Tennessee ein Hinrichtungsversuch an der Todeskandidatin Christa Pike gescheitert, nachdem ihr zwei Dosen des Mittels Pentobarbital verabreicht worden waren, sie aber überlebte. Der Fall hatte die Debatte über die Todesstrafe in den USA neu angefacht.

Hasan war 2009 auf Fort Hood in Amok gelaufen. Der damalige Militärpsychiater, in den USA als Sohn palästinensischer Eltern geboren, hatte das Feuer auf Soldaten eröffnet. Dreizehn Menschen starben, zweiunddreißig weitere wurden verletzt. Nach Angaben der New York Times gab Hasan an, den Angriff im Namen des Dschihads verübt zu haben. Er habe die Kriege in Afghanistan und Irak als illegal bezeichnet. Der Anschlag ereignete sich auf dem Höhepunkt des Antiterrorkampfes nach dem 11. September 2001. Medienberichten zufolge hatte sich Hasan in den Jahren vor dem Anschlag zunehmend radikalisiert.

Ein Militärgericht verurteilte Hasan 2013 zum Tode. Während des Verfahrens zeigte er keine Reue. Stattdessen äußerte er den Wunsch, beim Anschlag selbst gestorben zu sein, um als Märtyrer zu gelten. Hasan ist einer von vier Todeskandidaten im US-Militärjustizsystem.

Die geplante Live-Übertragung würde historisch sein. Öffentliche Erschießungen wurden in den USA unter anderem während des Bürgerkriegs im 19. Jahrhundert als Abschreckungsmittel eingesetzt. Die letzte Hinrichtung durch ein Militär-Erschießungskommando fand 1945 statt. Die letzte allgemein öffentliche Hinrichtung in den USA überhaupt war 1936 in Kentucky – damals wurde ein Mann vor Tausenden Schaulustigen gehängt. Ein Livestream würde diese Reichweite um ein Vielfaches übersteigen. Wer einen Internetanschluss hat, könnte zusehen. Die Frage, was es bedeutet, wenn eine Regierung eine Tötung live ins Netz stellt, bleibt offen.

Hasan bekomme ein Erschießungskommando mit Soldaten, und wir werden dafür sorgen, dass die Leute zusehen können, dass es öffentlich ist.
— Verteidigungsminister Pete Hegseth
Hasan äußerte den Wunsch, beim Anschlag selbst gestorben zu sein, um als Märtyrer zu gelten.
— Medienberichte über Hasans Verhalten während des Verfahrens
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