Mindestens 30 Tote bei russischen Busangriffen in Kramatorsk

Mindestens 30 Menschen getötet und 18 verletzt bei Angriff auf Busse in Kramatorsk; zusätzlich 22 Tote in Pryluky und 2 in Kiew bei weiteren Angriffen am Vortag.
Das sind Menschen, die von der russischen Armee getötet wurden
Der Militärgouverneur Wadym Filaschkin kommentiert Fotos eines ausgebrannten Busses nach dem Anschlag in Kramatorsk.
Mark

Warum sind diese Anschläge auf Busse in Kramatorsk so bedeutsam? Es sind tragische Zahlen, aber der Krieg dauert bereits Jahre.

Mimi

Kramatorsk ist nicht irgendeine Stadt. Sie ist die letzte große von der Ukraine kontrollierte Stadt in Donezk und zentral für die Versorgung der Front. Wenn Russland diese Stadt unter Druck setzt, gefährdet das die gesamte ukrainische Verteidigungslinie im Osten.

Luke

Aber wir sollten hier präzise sein: Die Polizei und Staatsanwaltschaft berichten von mindestens 30 Toten, aber die Opferzahl könnte noch steigen. Das ist eine Schätzung, die sich noch ändern kann.

Mark

Und die Stromausfälle in Kiew – sind das direkte Folgen dieser Anschläge?

Mimi

Ja, aber es ist ein separater Angriff. Russland bombardierte Energieanlagen in Kiew und anderen Städten. Das führte zu Stromausfällen und – das ist wichtig – zum Ausfall der Wasserversorgung in einer Millionenstadt.

Luke

Der Vize-Energieminister sagt, dass an der Wiederherstellung gearbeitet wird, soweit die Sicherheitslage es zulässt. Das ist eine wichtige Einschränkung – es bedeutet, dass weitere Angriffe erwartet werden.

Mark

Wie reagieren die Menschen in Kramatorsk auf die Evakuierungsaufrufe?

Mimi

Der Militärgouverneur fordert sie auf zu gehen, aber viele weigern sich, weil sie ihr Hab und Gut nicht zurücklassen wollen. Das ist eine menschliche Realität, die oft übersehen wird.

Luke

Und die Ukraine greift zurück – Yandex, Ölraffinerien. Sind das wirksame Gegenschläge?

Mimi

Das ist schwer zu sagen. Die Ukraine behauptet, dass die Raffinerie in Omsk die russische Armee mit Treibstoff versorgt. Aber Einzelheiten zu den Schäden werden nicht genannt.

Luke

Genau – wir wissen, dass Angriffe stattgefunden haben, aber nicht, wie wirksam sie waren. Das ist ein wichtiger Unterschied.

Mark

Und Selenskyj führt Gespräche mit Trump. Bedeutet das, dass die Ukraine einen Waffenstillstand anstrebt?

Mimi

Die Ankündigung deutet darauf hin, dass diplomatische Kanäle offen bleiben, aber es ist noch unklar, was diese Gespräche konkret bringen werden.

  • Mindestens 30 Tote und 18 Verletzte bei Angriff auf zwei Busse in Kramatorsk
  • Stromausfälle in Kiew und mehreren Landkreisen nach russischen Angriffen auf Energieanlagen
  • Kramatorsk: letzte von der Ukraine kontrollierte Großstadt in Donezk mit strategischer Bedeutung für die Front
  • 22 Tote in Pryluky und 2 in Kiew bei Angriffen am Mittwoch; insgesamt 32 Tote am Mittwoch
  • Ukraine greift Yandex-Rechenzentrum und russische Ölraffinerien an, darunter Omsk (2500 km entfernt)

Mindestens 30 Tote bei Angriff auf Busse in Kramatorsk, 18 weitere verletzt; Opferzahl könnte noch steigen. Russische Angriffe auf Kiew und andere Städte führten zu Stromausfällen und Ausfällen der Wasserversorgung in der Millionenstadt.

Bei russischen Angriffen auf zwei Busse in Kramatorsk sind mindestens 30 Menschen getötet worden. Weitere Angriffe auf Kiew und andere Städte verursachten großflächige Stromausfälle.

In der ostukrainischen Stadt Kramatorsk sind bei einem russischen Angriff auf zwei Busse mindestens 30 Menschen getötet worden. Die Nationalpolizei und die örtliche Staatsanwaltschaft bestätigten die Zahlen über Telegram. Weitere 18 Personen wurden verletzt, und Behördenvertreter warnten, dass sich die Opferzahl noch erhöhen könnte. Militärgouverneur Wadym Filaschkin veröffentlichte Fotos eines ausgebrannten Busses und erklärte unmissverständlich: Das seien Menschen, die von der russischen Armee getötet wurden. Er betonte, dass es für solche Anschläge keine Rechtfertigung geben könne.

Die Angriffe trafen eine Stadt, die für die Ukraine strategisch bedeutsam ist. Kramatorsk war vor Kriegsbeginn eine Millionenstadt mit etwa 150.000 Einwohnern und bleibt neben Slowjansk die letzte von Kiew kontrollierte Großstadt in der östlichen Region Donezk. Die Stadt spielt eine zentrale Rolle für die Logistik der ukrainischen Streitkräfte an der Front. Angesichts der sich verschärfenden Sicherheitslage ordnete Filaschkin die Militärverwaltungen von Kramatorsk und Slowjansk an, den öffentlichen Nahverkehr einzustellen. Gleichzeitig rief er die noch im Gebiet Donezk verbliebenen Menschen auf, in sicherere Regionen der Ukraine zu fliehen. Viele Bewohner zögern jedoch zu gehen, weil sie ihr Hab und Gut nicht zurücklassen wollen.

Die russischen Angriffe beschränkten sich nicht auf Kramatorsk. In der Hauptstadt Kiew und in mehreren Landkreisen im Umland schalteten Behörden den Strom notfallmäßig ab, nachdem russische Geschosse Energieanlagen beschädigt hatten. Vize-Energieminister Artem Nekrassow teilte mit, dass es Spannungsabfälle im Netz gab. Für eine Millionenstadt wie Kiew hatte dies unmittelbare Folgen: In einigen Stadtteilen fielen die Pumpen der Wasserversorgung aus. Nach Angaben von Bürgermeister Witali Klitschko starben bei den Angriffen auf Kiew drei Menschen. Auch in den frontnahen Gebieten Sumy, Charkiw, Donezk und Saporischschja brach die Stromversorgung zusammen. Nekrassow kündigte an, dass an der Wiederherstellung der Infrastruktur gearbeitet werde, sobald die Sicherheitslage es zulasse.

Die Anschläge vom Donnerstag folgten auf eine Serie schwerer Angriffe am Vortag. In der nordukrainischen Stadt Pryluky war eine Rakete in ein Gebäude eingeschlagen. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 22, darunter fünf Kinder. Bei demselben Angriff in der Region Tschernihiw wurden 54 weitere Menschen verletzt, sieben davon Kinder. In Kiew selbst töteten Luftangriffe am Mittwochabend zwei weitere Menschen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters wurden am Mittwoch insgesamt 32 Menschen bei russischen Angriffen auf die Ukraine getötet.

Die Ukraine setzte ihre Gegenoffensive fort. Das Land griff ein Rechenzentrum des größten russischen Internetkonzerns Yandex in der Region Rjasan an. Das Feuer, das der Angriff auslöste, beschädigte Teile der Infrastruktur und zwang das Unternehmen, den Betrieb einzustellen. Yandex betreibt mit YandexGPT eines der führenden russischen Modelle für Künstliche Intelligenz. Das Unternehmen gab an, dass es keine Verletzten gab und die Lage unter Kontrolle sei, kündigte aber an, an der Wiederherstellung der betroffenen Dienste zu arbeiten. Die Kerndienste für Verbraucher seien nicht betroffen.

Auch russische Ölanlagen wurden angegriffen. Nach dem Absturz von Drohnenteilen brach in der Stadt Salawat in der Region Baschkortostan ein Feuer auf einem Industriegelände aus. Die Ukraine griff zudem mehrere Ölraffinerien an, darunter die größte russische Ölraffinerie im sibirischen Omsk, die etwa 2500 Kilometer von der Ukraine entfernt liegt. Der ukrainische Generalstab erklärte, dass diese Anlage die russische Armee mit Treibstoff versorgt. Ein weiterer großer Ölraffineriekomplex in Salawat, etwa 1200 Kilometer östlich von Moskau, wurde ebenfalls angegriffen.

Inmitten dieser Eskalation kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an, dass ein Verhandlungsteam am Freitag und Samstag in den USA mit Jared Kushner und Steve Witkoff, Unterhändlern von US-Präsident Donald Trump, sprechen werde. Ein europäisches Team solle sich den Gesprächen anschließen. Die Ankündigung deutet darauf hin, dass die Ukraine trotz der intensiven Kämpfe diplomatische Kanäle offen hält.

Das sind Menschen, die von der russischen Armee getötet wurden. Dafür gibt es keine Rechtfertigung und kann es auch keine geben.
— Militärgouverneur Wadym Filaschkin
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