FBI verhindert geplanten Terroranschlag auf Mall of America in Minnesota

Der geplante Anschlag hätte bis zu 60 Menschen getötet, wurde aber durch FBI-Ermittlungen verhindert.
Eine Bedrohung erkennen und vereiteln, bevor sie sich materialisiert
Der Bundesanwalt beschreibt die Arbeit des FBI, das den geplanten Anschlag durch verdeckte Ermittlungen stoppte.
Mark

Warum hat das FBI so lange gewartet – fast zwei Jahre – bevor es eingriff?

Mimi

Das ist typisch für solche Fälle. Die Ermittler wollten ein vollständiges Bild bekommen, die Absichten dokumentieren, die Netzwerke verstehen. Sie brauchten genug Beweis, um vor Gericht zu bestehen.

Luke

Aber das wirft eine Frage auf: Wie viel Risiko war das? Wenn er in dieser Zeit hätte handeln können – was hätte sie gestoppt?

Mark

Der Informant war die ganze Zeit in Kontakt mit ihm. Das war die Überwachung.

Mimi

Genau. Der Informant konnte die Eskalation in den Nachrichten verfolgen, konnte warnen, wenn es kritisch wurde.

Luke

Und dann der verdeckte Verkauf des Gewehrs – das war der Punkt, an dem sie zugreifen mussten?

Mimi

Ja. Das war das konkrete Beweisstück. Ein Anschlag ist eine Absicht, aber ein gekauftes Sturmgewehr ist eine Handlung.

Mark

Was hätte am 24. Oktober passiert, wenn sie nicht eingegriffen hätten?

Mimi

Nach seinen eigenen Worten hätte er 30 bis 60 Menschen töten wollen. Es war eine Hmong-Kulturveranstaltung geplant – viele Menschen an einem Ort.

Luke

Aber wir wissen nicht, ob er wirklich die Fähigkeit oder den Mut gehabt hätte, es durchzuziehen. Das ist das Unbekannte in diesen Fällen.

Mark

Ist das nicht genau der Grund, warum das FBI so aggressiv ermittelt?

Mimi

Ja. Sie können das Risiko nicht eingehen.

  • Ein 18-Jähriger plante, am 24. Oktober bis zu 60 Nichtmuslime in der Mall of America zu töten – ausgerechnet an einem Tag, der einer Hmong-Kulturveranstaltung gewidmet war.
  • Fast zwei Jahre lang tauschte ein FBI-Informant heimlich Nachrichten mit dem Verdächtigen aus, während dieser seine Absichten immer konkreter formulierte.
  • Als die Ermittler im Mai 2025 an seiner Haustür klingelten, war er nicht zu Hause – sein Vater verweigerte das Gespräch, und die Überwachung lief weiter.
  • Der Kauf eines Sturmgewehrs und 200 Schuss Munition für 600 Dollar von einem als IS-Mitglied getarnten FBI-Agenten lieferte schließlich die rechtliche Grundlage für die Festnahme.
  • Der Fall wirft erneut ein Schlaglicht auf Minnesota, wo Zehntausende Menschen somalischer Herkunft leben und wo Behörden bereits mehrfach Rekrutierungsversuche durch Terrororganisationen dokumentiert haben.

In einem der größten Einkaufszentren der Welt sollte das Undenkbare geschehen – doch bevor ein 18-jähriger US-Bürger somalischer Herkunft seinen geplanten Anschlag auf die Mall of America in Minnesota am 24. Oktober ausführen konnte, griffen Ermittler des FBI ein. Fast zwei Jahre lang hatten Behörden den jungen Mann beobachtet, bis der Kauf eines Sturmgewehrs von einem verdeckten Agenten seine Festnahme besiegelte. Der Fall erinnert daran, wie nah Katastrophen manchmal heranrücken – und wie viel unsichtbare Arbeit nötig ist, sie abzuwenden.

Das FBI hat nach eigenen Angaben einen Terroranschlag auf die Mall of America in Minnesota vereitelt. Ein 18-jähriger US-Bürger somalischer Herkunft wurde in einem Park in Richfield festgenommen, nachdem er von einem verdeckten Ermittler – der sich als IS-Mitglied ausgab – ein Sturmgewehr samt Munition erworben hatte. Er soll geplant haben, am 24. Oktober, dem Tag einer Hmong-Kulturveranstaltung, bis zu 60 Menschen in dem Einkaufszentrum zu töten.

Die Ermittlungen begannen im Dezember 2024, als der junge Mann erstmals ins Visier des FBI geriet. Ein Informant pflegte über Monate hinweg regelmäßigen Kontakt zu ihm und dokumentierte dabei, wie der Verdächtige seinen Wunsch, Nichtmuslime zu töten, immer wieder bekräftigte. Ursprünglich hatte er erwogen, nach Somalia zu reisen und sich dem IS anzuschließen – als er erkannte, dass er sich das nicht leisten konnte, richtete er seinen Plan auf das Einkaufszentrum.

Im Mai 2025 suchten Ermittler sein Wohnhaus auf. Seine Mutter erklärte, er sei noch nicht von der Schule zurück; sein Vater lehnte ein Gespräch mit den Behörden ab. Die Überwachung wurde fortgesetzt, bis der Waffenkauf die rechtliche Grundlage für die Festnahme schuf. Bei seiner ersten Anhörung in St. Paul erschien der Mann in gelber Gefängniskleidung.

Minnesota ist seit den Neunzigerjahren Heimat einer der größten somalischen Gemeinschaften der USA. Mehrfach wurden dort Menschen wegen des Versuchs angeklagt, sich Terrororganisationen anzuschließen. Bundesanwalt Daniel Rosen betonte, es sei gelungen, eine ernste Bedrohung zu erkennen und zu vereiteln, bevor sie Wirklichkeit werden konnte.

Das FBI hat nach eigenen Angaben einen geplanten Terroranschlag auf die Mall of America in Minnesota verhindert, bevor er stattfinden konnte. Ein 18-jähriger US-Bürger somalischer Herkunft wurde am Dienstag in einem öffentlichen Park in Richfield festgenommen, einige Kilometer nordwestlich des Einkaufszentrums. Nach Monaten verdeckter Ermittlungen hatte er von einem FBI-Agenten, der sich als Mitglied des Islamischen Staates ausgab, ein Sturmgewehr und 200 Schuss Munition für 600 Dollar gekauft.

Der Jugendliche war den Behörden zufolge fast zwei Jahre lang im Fokus von Ermittlern. Im Dezember 2024 geriet er erstmals ins Visier des FBI, woraufhin ein Informant begann, regelmäßig Nachrichten mit ihm auszutauschen. In diesen Texten bekräftigte der junge Mann wiederholt seine Absicht, am 24. Oktober einen Anschlag auf die Mall of America zu verüben und dabei Nichtmuslime zu töten. Dieser Tag war für eine Veranstaltung zur Kultur der Hmong geplant. US-Bundesanwalt Daniel Rosen erklärte am Mittwoch, dass die Agenten es gelungen sei, »eine Bedrohung zu erkennen und zu vereiteln, bevor der Beschuldigte seine Absicht umsetzen konnte, nach eigenen Worten vielleicht 30 bis 60 Menschen zu töten«.

Bei seiner ersten Anhörung vor einem Bundesgericht in St. Paul erschien der Mann in gelber Gefängniskleidung. Nach Angaben der Strafanzeige ist er in den Vereinigten Staaten geboren und US-Staatsbürger. Seine Familie stammt aus Somalia. In seinen Nachrichten mit dem Informanten äußerte er Bewunderung für jüngste Terroranschläge und zeigte Interesse daran, nach Somalia zu reisen, um sich dem IS anzuschließen. Schließlich habe er entschieden, dass er sich eine Reise dorthin nicht leisten könne – und plante stattdessen den Anschlag auf das Einkaufszentrum.

Im Mai 2025 waren die Ermittler so alarmiert von seinen Äußerungen, dass sie zu seinem Wohnhaus gingen. Seine Mutter teilte den Beamten mit, dass ihr Sohn noch nicht von der Schule zurückgekehrt sei. Anschließend rief sie den Vater des Jungen an, der das Gespräch mit den Ermittlern jedoch ablehnte. Die Ermittlungen setzten sich fort, bis der Kauf des Sturmgewehrs von dem verdeckten Agenten die Grundlage für die Festnahme schuf.

In Minnesota leben Zehntausende Menschen somalischer Herkunft, viele von ihnen seit den Neunzigerjahren als Geflüchtete im Bundesstaat ansässig. Im Laufe der Jahre wurden mehrere Menschen wegen des Versuchs angeklagt, sich dem IS oder anderen Terrororganisationen anzuschließen. Der Fall zeigt die anhaltenden Sicherheitsbedenken in der Region und die Arbeit der Behörden, solche Bedrohungen zu erkennen, bevor sie sich materialisieren.

Eine Bedrohung zu erkennen und zu vereiteln, bevor der Beschuldigte seine Absicht umsetzen konnte, nach eigenen Worten vielleicht 30 bis 60 Menschen zu töten
— US-Bundesanwalt Daniel Rosen
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