Ukraine meldet 28 Tote bei massiven russischen Angriffen zu Putins Geburtstag

Mindestens 28 Menschen getötet und 100 verletzt, darunter fünf Kinder in Pryluky; ein fünfstöckiges Wohnhaus zerstört.
Das ist die Art von Geburtstagsgeschenk, das Putin sich selbst gemacht hat
Selenskyj deutet die Angriffe als bewusste Eskalation zum Geburtstag des russischen Präsidenten.
Mark

Warum wird Putins Geburtstag hier so prominent erwähnt? Ist das wirklich der Grund für die Angriffe?

Mimi

Selenskyj hat die zeitliche Nähe hervorgehoben, um zu zeigen, dass Russland gezielt an diesem Tag zuschlug. Ob das tatsächlich Putins Befehl war oder nur Zufall, wissen wir nicht – Russland hat sich dazu nicht geäußert.

Luke

Genau. Das ist wichtig: Selenskyj deutet einen Zusammenhang an, aber es gibt keine Bestätigung dafür. Es könnte auch sein, dass Russland einfach an diesem Tag angreifen wollte, unabhängig vom Geburtstag.

Mark

28 Tote und 100 Verletzte – sind das gesicherte Zahlen?

Mimi

Das sind ukrainische Angaben. Die schwersten Verluste gab es in Pryluky, wo ein Wohnhaus zerstört wurde und 20 Menschen starben, darunter fünf Kinder. Diese Zahlen kommen vom Regionalgouverneur.

Luke

Und das ist der Punkt: Wir können diese Zahlen nicht unabhängig überprüfen. Das heißt nicht, dass sie falsch sind, aber es bedeutet, dass wir nur eine Seite hören.

Mark

Die Ukraine hat 80 Prozent der Drohnen abgewehrt – das klingt nach einem Erfolg.

Mimi

Das ist tatsächlich beachtlich. Aber die ballistischen Raketen sind das Problem. Die kann die Ukraine schwerer abwehren, und dafür braucht sie Patriot-Systeme.

Luke

Und die sind weltweit knapp. Das ist ein strukturelles Problem, das nicht einfach gelöst wird.

Mark

Was bedeutet das für die nächsten Wochen?

Mimi

Selenskyj wird weiter Luftabwehrsysteme fordern. Die EU hat neue Sanktionen verhängt. Aber ob das Russland stoppt, ist unklar.

Luke

Die Sanktionen treffen den militärisch-industriellen Komplex, aber Russland hat sich auf einen langen Krieg eingestellt. Das ist ein Abnutzungskrieg.

  • Russland feuerte 70 Raketen und Dutzende Drohnen auf die Ukraine ab – eine der heftigsten Angriffswellen seit Kriegsbeginn, die mindestens 28 Menschen das Leben kostete.
  • In Pryluky wurde ein fünfstöckiges Wohnhaus vollständig zerstört; unter den 20 Toten dieses einen Gebäudes befanden sich fünf Kinder.
  • Die ukrainische Luftwaffe fing rund 80 Prozent der Drohnen ab, doch gegen ballistische Raketen bleibt die Verteidigung weitgehend machtlos.
  • Selenskyj fordert dringend mehr Patriot-Systeme – die einzigen Waffen, die solche Raketen zuverlässig stoppen können, deren weltweite Bestände jedoch bereits erschöpft sind.
  • Die EU antwortete mit neuen Sanktionen gegen den russischen Rüstungssektor und überwies der Ukraine gleichzeitig 1,2 Milliarden Euro an Finanzhilfe.

Zum 74. Geburtstag Wladimir Putins traf eine russische Rakete ein Wohnhaus in der ukrainischen Stadt Pryluky und riss zwanzig Menschen in den Tod, darunter fünf Kinder – Teil einer der schwersten Angriffswellen seit Kriegsbeginn. Präsident Selenskyj deutete die zeitliche Nähe zum Geburtstag des russischen Präsidenten als bewusste Botschaft, während Moskau von gezielten Militärschlägen sprach. Was bleibt, ist das immer gleiche Muster: Zivilisten sterben, Waffen werden gefordert, und die Welt sucht nach Worten für das Unaussprechliche.

Am Mittwoch bombardierte Russland die Ukraine mit einer der schwersten Angriffswellen seit Kriegsbeginn. Mindestens 28 Menschen starben, rund 100 wurden verletzt. Präsident Selenskyj bezeichnete die Offensive als einen der »niederträchtigsten Angriffe« und stellte sie in direkten Zusammenhang mit Wladimir Putins 74. Geburtstag – ein Vorwurf, den der Kreml unbeantwortet ließ.

Das schlimmste Einzelereignis ereignete sich in Pryluky, einer Stadt in der nördlichen Region Tschernihiw: Eine russische Rakete traf ein fünfstöckiges Wohnhaus und zerstörte es vollständig. Zwanzig Menschen kamen allein dort ums Leben, darunter fünf Kinder. Russland bestätigte zwar einen »massiven Schlag«, beschrieb seine Ziele jedoch anders – Rüstungsanlagen, Hafeninfrastruktur in Odessa und ein Schiff mit Militärgütern. Zwei Seiten, ein Angriffstag, zwei völlig verschiedene Erzählungen.

Die ukrainische Luftwaffe wehrte etwa 80 Prozent der eingesetzten Drohnen ab. Doch ballistische Raketen bleiben eine kaum zu schließende Lücke in der Verteidigung. Selenskyj erneuerte deshalb seinen Appell nach mehr Patriot-Luftabwehrsystemen – den einzigen Waffen, die solche Raketen verlässlich abfangen können. Die globalen Bestände sind durch laufende Konflikte jedoch bereits stark beansprucht.

In seiner Abendansprache sprach Selenskyj unverblümt: »Das ist die Art von Geburtstagsgeschenk, das Putin sich selbst gemacht hat: die Tötung von Kindern, die Tötung von Menschen.« Die EU reagierte mit neuen Sanktionen gegen den russischen Rüstungskomplex und stellte der Ukraine 1,2 Milliarden Euro bereit. Gleichzeitig meldete Kiew eigene Gegenschläge auf russischem Territorium, darunter zwei Ölanlagen. Der Krieg folgt seinem bekannten, erschöpfenden Rhythmus.

Russland hat die Ukraine am Mittwoch mit einer der heftigsten Angriffswellen seit Kriegsbeginn bombardiert. Nach ukrainischen Angaben starben mindestens 28 Menschen, etwa 100 weitere wurden verletzt. Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte es einen der »niederträchtigsten Angriffe« und verband die Offensive unmittelbar mit Wladimir Putins 74. Geburtstag – ein Zusammenhang, den der Kreml nicht bestätigte, den aber Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache deutlich benannte.

Die schwersten Zerstörungen konzentrierten sich auf die Stadt Pryluky in der nördlichen Region Tschernihiw. Eine russische Rakete traf dort ein fünfstöckiges Wohnhaus und zerstörte es vollständig. Der Regionalgouverneur berichtete von 20 Toten in diesem Gebäude allein, darunter fünf Kinder. Diese Zahlen lassen sich von außen nicht unabhängig überprüfen, folgen aber dem Muster der ukrainischen Berichterstattung in ähnlichen Fällen.

Das Ausmaß der Offensive war erheblich. Nach Selenskyjs Darstellung feuerte Russland insgesamt 70 Raketen und Dutzende Schahed-Angriffsdrohnen ab. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte einen »massiven Schlag«, benannte aber andere Ziele: Anlagen des ukrainischen Rüstungsunternehmens Fire Point, das Marschflugkörper und Drohnen herstellt, sowie Hafen- und Werftinfrastruktur in der Schwarzmeer-Region Odessa und ein Schiff mit Militärgütern auf dem Weg dorthin. Die beiden Seiten beschreiben also denselben Angriffstag, ordnen ihn aber völlig unterschiedlich ein – die eine als Terroranschlag auf Zivilisten, die andere als militärische Operation.

Die ukrainische Luftwaffe erklärte, sie habe etwa 80 Prozent der abgeschossenen Drohnen abwehren können. Das ist eine beachtliche Quote, aber sie offenbart zugleich das zentrale Problem: Die russischen ballistischen Raketen bleiben eine Herausforderung, gegen die die ukrainische Luftverteidigung weniger wirksam ist. Selenskyj forderte deshalb erneut mehr Patriot-Luftabwehrsysteme – die einzigen Waffen im ukrainischen Arsenal, die solche Raketen zuverlässig abfangen können. Die weltweiten Bestände dieser Systeme sind jedoch durch den Krieg im Iran und den Konflikt in der Ukraine bereits erschöpft.

Selenskyj sprach in seiner Ansprache deutlich aus, was er in den Angriffen sah: »Das ist die Art von Geburtstagsgeschenk, das Putin sich selbst gemacht hat: die Tötung von Kindern, die Tötung von Menschen.« Ob die zeitliche Nähe zu Putins Geburtstag tatsächlich Absicht war oder Zufall, lässt sich nicht feststellen. Russland äußerte sich dazu nicht.

Die EU reagierte auf die Angriffe mit neuen Sanktionen, die gezielt gegen den russischen militärisch-industriellen Komplex und die Hersteller ballistischer Raketen gerichtet sind. Am selben Tag erhielt die Ukraine zudem eine neue Finanzhilfe der Europäischen Union in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. Selenskyj berichtete auch von ukrainischen Gegenangriffen: In den vorangegangenen 24 Stunden hätten ukrainische Truppen vier Ziele in Russland getroffen, darunter zwei Ölanlagen. Der Krieg folgt seinem bekannten Muster – massive gegenseitige Angriffe, Forderungen nach mehr Waffen, internationale Reaktionen, die Hoffnung auf Abschreckung durch Sanktionen.

Das ist einer der niederträchtigsten Angriffe
— Präsident Wolodymyr Selenskyj
Das ist die Art von Geburtstagsgeschenk, das Putin sich selbst gemacht hat: die Tötung von Kindern, die Tötung von Menschen
— Präsident Wolodymyr Selenskyj
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