Im Schatten eines wieder aufflammenden Bürgerkriegs richten die Huthis ihre Raketen auf das Herz Saudi-Arabiens — auf Städte, Flughäfen und die Lebensadern der Weltwirtschaft. Was als regionaler Stellvertreterkonflikt begann, droht nun Grenzen zu überschreiten, die weit über den Jemen hinausreichen. Drei Menschen haben ihr Leben verloren, ein Kindergarten und eine Klinik tragen die Narben des Beschusses, und eine der größten europäischen Fluggesellschaften hat ihre Verbindungen nach Riad gekappt — stille Zeugen dafür, wie nah der Krieg an den Alltag heranrückt.
Huthis drohen Saudi-Arabien mit Angriffen auf Ölanlagen
Alle Ölanlagen könnten zum Ziel werden
Warum eskaliert der Konflikt gerade jetzt wieder? Was hat sich im Sommer geändert?
Der Jemen-Krieg war mit dem Irankrieg verbunden. Als dieser wieder aufflammte, zog das den Jemen-Konflikt mit sich. Die Huthis, die vom Iran unterstützt werden, begannen wieder gegen die saudi-arabisch unterstützte Regierung zu kämpfen.
Das ist aber eine sehr vereinfachte Erklärung. Der Artikel sagt, der Konflikt sei "im Zuge des Irankriegs" erneut aufgeflammt, aber was genau das bedeutet, bleibt unklar. War es ein direkter Befehl? Ein Machtvakuum? Das wird nicht erklärt.
Und die Huthis drohen jetzt mit Angriffen auf Ölanlagen. Wie ernst ist diese Drohung zu nehmen?
Sehr ernst. Sie haben in der Vergangenheit bereits Aramco-Anlagen angegriffen. Das zeigt, dass sie die Fähigkeit haben, solche Anschläge durchzuführen. Eine Blockade der saudischen Ölproduktion würde die Weltwirtschaft treffen.
Aber der Artikel sagt nicht, wie erfolgreich diese früheren Anschläge waren oder wie viel Schaden sie angerichtet haben. Wir wissen, dass die Huthis Angriffe beanspruchen, aber nicht, wie wirksam sie tatsächlich sind.
Die Lufthansa stellt Flüge ein. Ist das ein Zeichen, dass die Situation außer Kontrolle gerät?
Es ist ein Signal, dass die Bedrohung real genug ist, um kommerzielle Operationen zu stoppen. Wenn eine große Airline ihre Flüge einstellt, bedeutet das, dass das Risiko als zu hoch eingestuft wird.
Aber wir wissen nicht, ob das eine Entscheidung der Lufthansa selbst ist oder ob es Druck von Versicherern oder Behörden gibt. Der Artikel sagt nur, dass die Lufthansa reagiert hat, nicht warum genau.
Drei Menschen sind gestorben. Wer waren sie?
Der Artikel nennt keine Namen und keine Details. Wir wissen nur, dass drei Menschen bei Angriffen auf die Flughäfen von Riad und Abha getötet wurden.
Das ist ein großes Loch in der Berichterstattung. Drei Todesfälle verdienen mehr als eine Zahl. Waren es Zivilisten? Sicherheitspersonal? Das bleibt völlig offen.
El Pulso
- Die Huthis haben ihre Angriffe auf saudi-arabische Städte drastisch intensiviert und drohen nun offen damit, die gesamte Öl-Infrastruktur des Königreichs ins Visier zu nehmen.
- Raketensplitter trafen einen Kindergarten und einen Klinikkomplex in Riad — der Krieg trifft längst nicht mehr nur Soldaten, sondern das zivile Leben mitten in der Hauptstadt.
- Drei Menschen starben bei Angriffen auf die Flughäfen von Riad und Abha; die Lufthansa stellte alle Flüge nach Riad bis zum 16. Oktober ein, nachdem die Huthis internationale Airlines zur Einstellung ihrer Verbindungen aufforderten.
- Saudi-Arabien fing mehrere Raketen ab, schweigt jedoch zu eigenen Luftangriffen auf den Hafen von Hudaida, über dem Augenzeugen Rauchwolken und heftige Explosionen meldeten.
- Experten warnen, dass die jüngste Regierungsoffensive zur Rückeroberung von Huthi-Gebieten den Beginn eines neuen, langwierigen Krieges markieren könnte — mit spürbaren Folgen für die globalen Energiemärkte.
Im Schatten eines wieder aufflammenden Bürgerkriegs richten die Huthis ihre Raketen auf das Herz Saudi-Arabiens — auf Städte, Flughäfen und die Lebensadern der Weltwirtschaft. Was als regionaler Stellvertreterkonflikt begann, droht nun Grenzen zu überschreiten, die weit über den Jemen hinausreichen. Drei Menschen haben ihr Leben verloren, ein Kindergarten und eine Klinik tragen die Narben des Beschusses, und eine der größten europäischen Fluggesellschaften hat ihre Verbindungen nach Riad gekappt — stille Zeugen dafür, wie nah der Krieg an den Alltag heranrückt.
Nach Monaten relativer Ruhe haben die Huthis ihre Anschläge auf Saudi-Arabien wieder aufgenommen und dabei eine neue Qualität der Eskalation erreicht. Auslöser war eine Offensive der von Riad unterstützten jemenitischen Regierung zur Rückeroberung von Huthi-kontrollierten Gebieten — die Miliz antwortete mit Raketen.
Mehrere Geschosse wurden auf Riad und die südwestliche Stadt Chamis Muschait abgefeuert. Das saudisch geführte Militärbündnis gab an, die meisten abgefangen zu haben, doch die Trümmer richteten Schäden an einem Kindergarten, einem Klinikkomplex und einem Terminalgebäude des Flughafens Riad an. Bereits zu Beginn der Angriffswelle, an Dienstag und Mittwoch, wurden die Flughäfen von Riad und Abha attackiert — drei Menschen kamen ums Leben.
Die Huthis beanspruchten alle Angriffe für sich und richteten eine ungewöhnliche Warnung an internationale Fluggesellschaften: Airlines sollten ihre Verbindungen nach Saudi-Arabien einstellen, ausgenommen Flüge über den heiligen Städten Mekka und Medina. Die Lufthansa folgte umgehend und setzte ihre Flüge nach Riad bis zum 16. Oktober aus.
Besonders beunruhigend ist die Drohung der Miliz, sämtliche Ölanlagen Saudi-Arabiens anzugreifen. Angesichts früherer Huthi-Attacken auf Aramco-Anlagen ist diese Warnung nicht leichtfertig zu nehmen — ein erfolgreicher Angriff auf die saudische Energieinfrastruktur könnte die Weltwirtschaft empfindlich treffen. Gleichzeitig berichteten Bewohner von Hudaida von heftigen Explosionen nahe dem Hafen, die auf saudische Gegenschläge hindeuteten.
Der Jemen-Konflikt war im Sommer im Zuge des Irankriegs erneut eskaliert. Experten sehen in der aktuellen Dynamik den möglichen Beginn eines neuen, langwierigen Krieges — mit Konsequenzen, die weit über die Region hinausreichen könnten.
Die Lage im Jemen verschärft sich erneut. Nach Monaten relativer Ruhe haben die Huthis, die vom Iran unterstützte Miliz, ihre Anschläge auf Saudi-Arabien intensiviert — und drohen nun mit einer massiven Eskalation. Am Wochenende kündigte die jemenitische Regierung, die von Riad unterstützt wird, eine Offensive zur Rückeroberung von Huthi-kontrollierten Gebieten an. Die Miliz reagierte mit Gewalt.
In den vergangenen Tagen wurden mehrere Raketen auf saudische Städte abgefeuert. Nach Angaben des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses seien zwei Raketen auf Riad und eine weitere auf Chamis Muschait im Südwesten des Landes abgefangen worden. Augenzeugen berichteten der Nachrichtenagentur dpa von vier aufeinanderfolgenden Explosionen in Riad. Der saudische Zivilschutz meldete Sachschäden: Trümmerteile beschädigten einen Kindergarten und einen Klinikkomplex in der Hauptstadt. Vom Flughafen Riad hieß es, dass Trümmer abgefangener Raketen auf ein Terminalgebäude gefallen seien.
Die Anschläge begannen bereits am Dienstag und Mittwoch. Damals wurden die Flughäfen von Riad und Abha angegriffen. Drei Menschen kamen dabei ums Leben. Die Huthis beanspruchten beide Angriffe für sich und richteten eine ungewöhnliche Warnung an internationale Fluggesellschaften: Sie forderten Airlines auf, ihre Verbindungen nach Saudi-Arabien einzustellen. Eine Ausnahme machten sie nur für Flüge über den heiligen Städten Mekka und Medina.
Die Lufthansa reagierte sofort. Das Unternehmen kündigte an, alle Flüge nach Riad vorübergehend auszusetzen — bis einschließlich 16. Oktober. Es ist ein sichtbares Zeichen dafür, wie ernst die Bedrohung genommen wird und wie schnell solche Konflikte die zivile Infrastruktur treffen können.
Die Huthis gehen noch weiter. Die Miliz warnte, dass alle Ölanlagen Saudi-Arabiens zum Ziel ihrer Anschläge werden könnten. Das ist keine leere Drohung: In der Vergangenheit haben die Huthis bereits Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Aramco angegriffen. Ein solcher Angriff könnte nicht nur Saudi-Arabien treffen, sondern auch die Weltwirtschaft destabilisieren.
Unterdessen berichtete der Huthi-nahe Fernsehsender Al-Masirah von saudischen Luftangriffen auf den Flughafen der westjemenitischen Hafenstadt Hudaida sowie auf weitere Gebiete. Bewohner berichteten von heftigen Explosionen und Rauchwolken in der Nähe des Hafens. Saudi-Arabien hat sich dazu bislang nicht geäußert.
Der Bürgerkrieg im Jemen war im Sommer im Zuge des Irankriegs erneut aufgeflammt. Seitdem kämpfen die Huthis wieder gegen die international anerkannte, von Saudi-Arabien unterstützte Regierung. Die Miliz konnte zuletzt strategisch wichtige Gebiete für sich gewinnen. Experten warnen, dass die aktuelle Offensive der jemenitischen Regierung der Anfang eines neuen, langwierigen Kriegs sein könnte — mit Konsequenzen, die weit über die Region hinausgehen.
Citas Notables
Alle Ölanlagen des mächtigen Nachbarlandes könnten Ziel ihrer Angriffe werden— Huthi-Miliz