Der Gründer Abhijeet Dipke und zwei weitere Führungsmitglieder wurden nach ihrer Landung in Neu-Delhi festgenommen, bevor die geplante Demonstration stattfinden konnte. Die Polizei sperrte U-Bahn-Stationen, blockierte Straßen und kappt mobiles Internet; Tausende potenzielle Protestteilnehmer wurden aufgegriffen und abgeführt.
Gründer der indischen "Kakerlaken"-Bewegung festgenommen
Die Polizei sperrte U-Bahn-Stationen und kapte das Internet
Warum hat die Polizei so massiv reagiert? Es geht doch nur um eine Demonstration gegen die Wahlkommission.
Weil die Kakerlaken-Bewegung eine echte Mobilisierungskraft hat. Tausende junge Menschen waren bereit zu protestieren. Die Behörden wollten das verhindern, bevor es überhaupt anfangen konnte.
Aber wir sollten vorsichtig sein: Wir wissen, dass Dipke und zwei andere festgenommen wurden. Dass "Tausende" aufgegriffen wurden, berichten indische Medien—aber wie viele genau, ist unklar. The Hindu berichtet es, aber das ist eine einzelne Quelle.
Und die Wahlkommission—was genau wirft die Bewegung ihr vor?
Die Überprüfung der Wählerverzeichnisse. Offiziell geht es um die Bereinigung von Doppeleinträgen. Aber die Bewegung befürchtet, dass 130 Millionen Menschen gestrichen werden könnten, was der Modi-Regierung hilft.
Wichtig: Diese 130-Millionen-Zahl stammt von einem stellvertretenden Leiter der Wahlkommission selbst, der Bedenken äußerte. Das ist nicht nur eine Vermutung der Bewegung. Aber ob diese Zahl am Ende wirklich eintritt, wissen wir noch nicht.
Wie ist die Kakerlaken-Bewegung überhaupt entstanden?
Aus einer Beleidigung. Ein Oberster Richter nannte Regierungskritiker "Kakerlaken" und "Parasiten". Die Bewegung nahm das auf, machte es zur Satire, und daraus wurde eine echte Protestbewegung.
Das ist die Geschichte, die berichtet wird. Aber die Bewegung hatte auch andere Anliegen—sie protestierte gegen Missstände im Bildungssystem. Das zeigt, dass es nicht nur um die Beleidigung ging, sondern um tiefere Unzufriedenheit.
O Pulso
- Abhijeet Dipke und zwei weitere Führungsmitglieder nach Landung in Neu-Delhi festgenommen
- Tausende potenzielle Protestteilnehmer aufgegriffen und abgeführt
- Etwa 130 Millionen Wähler könnten durch Überprüfung der Wählerverzeichnisse gestrichen werden
- Kakerlaken-Bewegung entstand im Mai als Reaktion auf Äußerungen des Obersten Richters Surya Kant
Der Gründer Abhijeet Dipke und zwei weitere Führungsmitglieder wurden nach ihrer Landung in Neu-Delhi festgenommen, bevor die geplante Demonstration stattfinden konnte. Die Polizei sperrte U-Bahn-Stationen, blockierte Straßen und kappt mobiles Internet; Tausende potenzielle Protestteilnehmer wurden aufgegriffen und abgeführt.
In Indien hat die Polizei den Gründer der Kakerlaken-Bewegung und Tausende Anhänger festgenommen, um eine geplante Großdemonstration gegen die Wahlkommission zu verhindern.
In Indien hat die Polizei eine geplante Großdemonstration gegen die Wahlkommission im Keim erstickt, indem sie den Gründer der Kakerlaken-Bewegung und Tausende seiner Anhänger festnahm. Abhijeet Dipke wurde zusammen mit zwei weiteren führenden Mitgliedern der Bewegung unmittelbar nach der Landung seines Flugzeugs in Neu-Delhi in Gewahrsam genommen. Die Polizei hatte Dipke zuvor aufgefordert, die geplante Demonstration abzusagen, da die Behörden sie untersagt hatten. Doch damit nicht genug: Parallel zur Verhaftung des Gründers ging die Polizei in der Hauptstadt mit massivem Aufgebot gegen potenzielle Protestteilnehmer vor.
Die Sicherheitskräfte sperrten U-Bahn-Stationen, blockierten zentrale Straßen und kapten das mobile Internet in der Stadt. Nach Berichten von The Hindu und anderen indischen Medien wurden Tausende Menschen im Zentrum Neu-Delhis und an anderen Orten der Hauptstadt aufgegriffen und abgeführt. Die meisten der Festgenommenen waren junge Anhänger der Bewegung, die sich zu einer Demonstration versammeln wollten.
Die Kakerlaken-Bewegung hatte sich zum Ziel gesetzt, den Rücktritt von Gyanesh Kumar, dem Chef der Wahlkommission, zu fordern. Hintergrund der Proteste ist eine umstrittene Überprüfung von Wählerverzeichnissen, die die Wahlkommission durchführt. Offiziell soll diese Prüfung dazu dienen, doppelte Einträge und Namen nicht wahlberechtigter Menschen aus den Listen zu entfernen. Doch der stellvertretende Leiter der Wahlkommission hatte laut Medienberichten Bedenken gegen die geplante Streichung von rund 130 Millionen Wählern geäußert. Oppositionsparteien und Kritiker warnen, dass dieser Schritt Menschen ihres Wahlrechts berauben könnte und der Regierungspartei von Premierminister Narendra Modi zugutekäme.
Die Kakerlaken-Bewegung selbst entstand im Mai als satirische Reaktion auf Äußerungen des Obersten Richters Surya Kant. Der Richter hatte junge Regierungskritiker während einer Anhörung Berichten zufolge mit "Kakerlaken" und "Parasiten" verglichen. Aus dieser Provokation heraus formierte sich eine Protestbewegung, die zunächst im Juli gegen Missstände im Bildungssystem demonstrierte. Nach dem Rücktritt des Bildungsministers hatte die Bewegung ihre Proteste damals für beendet erklärt. Doch nun, mit der geplanten Großdemonstration gegen die Wahlkommission, ist die Kakerlaken-Bewegung erneut in den Fokus gerückt—und die Behörden haben deutlich gemacht, dass sie diese Mobilisierung nicht zulassen werden.
Citações Notáveis
Der Oberste Richter Surya Kant soll junge Regierungskritiker während einer Anhörung mit 'Kakerlaken' und 'Parasiten' verglichen haben— Medienberichte
Die Kakerlaken-Bewegung fordert den Rücktritt des Chefs der Wahlkommission, Gyanesh Kumar— Kakerlaken-Bewegung (CJP)