Flydubai-Co-Pilot plante Anschlag auf israelischen Flughafen

Der indische Flugkapitän wurde bei dem Messerangriff verletzt; 174 Menschen, überwiegend Israelis, waren an Bord des Flugzeugs.
Ein Flugzeug mit fast 200 Menschen hätte in ein Gebäude gestürzt
Der Co-Pilot plante einen Anschlag nach dem Vorbild des 11. September, der nur knapp verhindert wurde.
Mark

Wie konnte dieser Mann überhaupt Pilot werden, wenn er in Oman bereits als Sicherheitsrisiko bekannt war?

Mimi

Das ist die zentrale Frage. Er verlor seine Stelle bei Oman Air wegen extremistischer Ansichten, aber diese Information scheint nicht weitergegeben worden zu sein – oder zumindest nicht an Flydubai. Er bestand alle formalen Überprüfungen.

Luke

Aber wir müssen hier vorsichtig sein: Der Generalstaatsanwalt sagt, es habe keine Hinweise gegeben. Das bedeutet nicht, dass es keine gab – es bedeutet, dass Flydubai keine bekannt waren. Das ist ein wichtiger Unterschied.

Mark

Also ein Versagen in der Kommunikation zwischen den Fluggesellschaften?

Mimi

Oder ein Versagen in den Überprüfungsprozessen selbst. Wenn jemand in einem Land als extremistisch eingestuft wird, sollte das irgendwo dokumentiert sein, wo andere Arbeitgeber es finden können.

Luke

Wir wissen aber nicht, ob Oman diese Information formal an internationale Datenbanken weitergegeben hat. Das ist noch nicht geklärt.

Mark

Und die Vorbereitung – zwei Flüge zur Erkundung – das deutet auf echte Planung hin.

Mimi

Ja, es war nicht impulsiv. Er nutzte reguläre Flüge, um die Route und den Flughafen zu studieren. Das zeigt Methode.

Luke

Allerdings: Wir haben nur seine Aussage, dass er allein handelte. Die Ermittler sagen, das wird noch überprüft. Das ist offen.

Mark

Was hätte passieren können, wenn der Kapitän nicht die Tür öffnen konnte?

Mimi

Ein Flugzeug mit fast 200 Menschen wäre in ein Gebäude gestürzt. Inspiriert von 9/11, wie er sagte.

Luke

Das ist das Szenario, das verhindert wurde. Und es wurde verhindert durch Glück und Mut – nicht durch Sicherheitssysteme.

  • Co-Pilot aus dem Oman plante, Flugzeug in Terminal des Flughafens Ben Gurion zu lenken
  • 174 Menschen, überwiegend Israelis, waren an Bord
  • Flugzeug verlor in 30 Sekunden etwa 4.300 Meter an Höhe nach Messerangriff
  • Co-Pilot hatte zwei frühere Flüge nach Tel Aviv zur Erkundung genutzt
  • Co-Pilot war zuvor bei Oman Air wegen extremistischer Ansichten entlassen worden

Der omani Co-Pilot plante, das Flugzeug in ein Terminal des israelischen Flughafens Ben Gurion zu steuern, inspiriert von den Anschlägen vom 11. September 2001. Der Co-Pilot hatte zwei frühere Flüge nach Tel Aviv genutzt, um sich mit der Route vertraut zu machen, und gab an, allein gehandelt zu haben.

Ermittler der VAE berichten, dass der Co-Pilot eines Flydubai-Flugs Ende September einen Selbstmordanschlag auf den Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv plante. Der Anschlag wurde vereitelt, nachdem der Pilot den Kapitän mit einem Messer angriff.

In der dritten Woche des September versuchte ein Co-Pilot der Fluggesellschaft Flydubai, ein Passagierflugzeug mit 174 Menschen an Bord in ein Terminalgebäude des israelischen Flughafens Ben Gurion zu lenken. Der Plan scheiterte, weil der Kapitän trotz schwerer Messerstichverletzungen die Cockpittür öffnen konnte. Was folgte, war eine Notlandung in Saudi-Arabien und die Einleitung von Ermittlungen, die nun ein Bild von Planung, Vorbereitung und einer Sicherheitslücke zeichnen, die ein Flugzeug mit fast 200 Menschen hätte kosten können.

Der Co-Pilot stammte aus dem Oman und hatte sich, wie die Ermittler der Vereinigten Arabischen Emirate berichten, von den Terroranschlägen vom 11. September 2001 inspirieren lassen. Sein Ziel war klar: so viele Menschen wie möglich zu töten. Um diesen Plan umzusetzen, nutzte er zwei reguläre Flüge nach Tel Aviv in den Wochen vor dem Anschlag, um die Flugroute zu studieren und sich mit dem Flughafen vertraut zu machen. Es war keine spontane Handlung, sondern eine methodische Vorbereitung. Der Generalstaatsanwalt der VAE, Hamad Saif al-Schamsi, teilte mit, dass der Co-Pilot angegeben habe, allein gehandelt zu haben – eine Aussage, die noch überprüft wird.

Am Tag des Anschlags griff der Co-Pilot den indischen Flugkapitän mit einem Messer an und verletzte ihn schwer. In den folgenden 30 Sekunden verlor das Flugzeug etwa 4.300 Meter an Höhe. Doch der Kapitän, trotz seiner Verletzungen, schaffte es, die Cockpittür zu entriegeln. Passagiere und Besatzungsmitglieder drangen ein und überwältigten den Angreifer. Ein zweites Pilotenpaar, das zufällig als Passagiere an Bord war, übernahm die Kontrolle und landete die Maschine sicher in Tabuk, Saudi-Arabien. Beide Piloten wurden ins Krankenhaus gebracht.

Die Ermittlungen werfen nun Fragen auf, wie dieser Mann überhaupt in das Cockpit eines internationalen Flugzeugs gelangen konnte. Der Generalstaatsanwalt betonte, dass der Co-Pilot alle Sicherheitsüberprüfungen bestanden habe, bevor er bei Flydubai anfing. Er habe eine gültige Pilotenlizenz und ein sauberes Führungszeugnis vorgelegt. Es habe keine erkennbaren Hinweise auf extremistische Ansichten oder terroristische Absichten gegeben – zumindest nicht in den Dokumenten, die Flydubai vorlagen.

Aber es gibt eine Vorgeschichte. Nach Berichten mehrerer Medien, darunter CNN, hatte der Mann im Vorjahr seine Stelle bei Oman Air, der nationalen Fluggesellschaft des Oman, verloren – wegen Bedenken bezüglich extremistischer Ansichten. Danach bewarb er sich bei Emirates, wurde aber abgelehnt. Flydubai nahm ihn an. Die Frage, warum diese Information nicht zwischen den Fluggesellschaften ausgetauscht wurde oder warum sie nicht in den Sicherheitsüberprüfungen auftauchte, bleibt offen. Der Generalstaatsanwalt sagte, es habe keine Hinweise gegeben – doch offenbar gab es solche Hinweise in Oman.

Die unmittelbare Reaktion Israels war schnell: Das Land kündigte an, die Kontrollen ausländischer Piloten zu verschärfen. Es ist eine Reaktion auf einen Moment, der nur knapp verhindert wurde – ein Moment, der, wäre er nicht unterbrochen worden, zu einer der schlimmsten Luftfahrtkatastrophen der letzten Jahre hätte werden können. An Bord waren überwiegend Israelis, 174 Menschen insgesamt. Dass sie landeten, verdanken sie einem Kapitän, der trotz Messerstichen handlungsfähig blieb, und zwei Piloten, die zufällig im Passagierbereich saßen.

Der Plan sei von den Anschlägen in den USA vom 11. September 2001 inspiriert gewesen. Sein Ziel sei gewesen, so viele Menschen wie möglich zu töten.
— Generalstaatsanwalt der VAE, Hamad Saif al-Schamsi
Es habe keine Hinweise auf seine extremistischen Ansichten oder seine Absicht gegeben, einen terroristischen Anschlag zu verüben
— Generalstaatsanwalt der VAE
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