In einer Welt, in der Krieg und Handel längst ineinandergreifen, hat Donald Trump offenbar mit Wladimir Putin einen Dieselhandel vereinbart — ein Geschäft, das Russland finanzielle Luft verschafft und die Ukraine unvorbereitet trifft. Trump begreift den Krieg nicht als strategische Frage, sondern als Transaktion, und die Ukraine stört dabei seinen Kalkül. Während Europa sich als verlässlicherer Verbündeter Kiews inszeniert, bleibt es selbst der viertgrößte Abnehmer russischer fossiler Brennstoffe — ein Widerspruch, der die moralische Klarheit des Westens trübt.
Diesel-Deal: Trump bleibt Putins bester Helfer
Die wahren Verbündeten der Ukraine sind die Europäer.
Was bedeutet dieser Diesel-Deal konkret für die Ukraine?
Trump hat Putin offenbar Zugang zu Dieselexporten gesichert. Das gibt Russland Geld für den Krieg. Aber noch schlimmer ist die Drohung, Geheimdienstinformationen zurückzuhalten — das ist eine Form der Erpressung gegen Kiew.
Wir wissen, dass Trump angeblich einen Deal gemacht hat. Aber wie viel Diesel, zu welchen Bedingungen, und wie sehr hilft das Russland wirklich? Das ist nicht ganz klar.
Warum sagt der Autor, dass Trump die Ukraine nie als strategisches Problem verstanden hat?
Weil Trump in Kategorien von Geschäften denkt, nicht von Sicherheit. Die Ukraine steht ihm im Weg — bei seinen Geschäftszielen in Russland und bei seinen Wahlchancen.
Das ist eine Charakterisierung, die wahrscheinlich stimmt. Aber es ist wichtig zu sehen: Das ist Meinung, nicht Nachricht. Die Fakten sind der Deal selbst und Trumps bisherige Haltung zur Ukraine.
Der Autor kritisiert auch Europa. Warum?
Weil Europa mit Russland nicht redet, aber gleichzeitig immer noch der viertgrößte Käufer russischer fossiler Brennstoffe ist. Das ist heuchlerisch. Europa hat ein großes Interesse am Ausgang des Krieges, aber es weigert sich zu verhandeln.
Das ist ein wichtiger Punkt. Aber die Frage, ob Verhandlungen jetzt klug sind oder nicht — das ist auch umstritten. Der Autor sagt, die halbe Welt redet mit Moskau. Das stimmt. Aber ob das funktioniert, ist eine andere Frage.
Il Polso
- Trump soll mit Putin einen Dieselhandel abgeschlossen haben, der Russland dringend benötigte Einnahmen sichert — Kiew wurde dabei übergangen und überrascht.
- Washington soll sogar damit gedroht haben, Geheimdienstinformationen zurückzuhalten — eine Form der Erpressung, die das Vertrauen in die USA als Schutzmacht erschüttert.
- Trump schiebt die hohen Dieselpreise in Amerika fälschlicherweise auf ukrainische Angriffe, obwohl sein eigener Konflikt mit dem Iran die eigentliche Ursache ist.
- Die Ukraine steht vor der Erkenntnis, dass ihre wahren Verbündeten in Europa sitzen — doch auch Europa verweigert Gespräche mit Moskau, während die halbe Welt verhandelt.
- Die EU ist weiterhin der viertgrößte Käufer russischer fossiler Brennstoffe und beim Gas sogar der größte — wer mehr Druck auf Putin fordert, muss diese Debatte zuerst in Brüssel führen.
In einer Welt, in der Krieg und Handel längst ineinandergreifen, hat Donald Trump offenbar mit Wladimir Putin einen Dieselhandel vereinbart — ein Geschäft, das Russland finanzielle Luft verschafft und die Ukraine unvorbereitet trifft. Trump begreift den Krieg nicht als strategische Frage, sondern als Transaktion, und die Ukraine stört dabei seinen Kalkül. Während Europa sich als verlässlicherer Verbündeter Kiews inszeniert, bleibt es selbst der viertgrößte Abnehmer russischer fossiler Brennstoffe — ein Widerspruch, der die moralische Klarheit des Westens trübt.
Donald Trump hat sich offenbar mit Wladimir Putin auf einen Dieselhandel geeinigt, der Russland finanzielle Mittel sichert und die Ukraine unvorbereitet traf. Für Trump war dieser Schritt keine strategische Entscheidung — er betrachtet den Krieg als Geschäft, und die Ukraine steht ihm dabei im Weg, sowohl bei seinen Russland-Plänen als auch im Blick auf kommende Wahlen.
Trumps Behauptung, ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien seien für hohe Dieselpreise in Amerika verantwortlich, ist sachlich falsch. Die eigentliche Ursache liegt in seinem eigenen, leichtfertig angezettelten Konflikt mit dem Iran — eine Verantwortung, die er nicht anerkennt.
Besonders schwer wiegt die Drohung, die hinter dem Deal steckt: Washington soll damit gedroht haben, Geheimdienstinformationen zurückzuhalten. Das ist Erpressung — und ein deutliches Signal, wie wenig Verlässlichkeit von Trump zu erwarten ist. Kiew sollte seine wahren Verbündeten in Europa suchen.
Doch auch Europa steht in der Kritik. Während die halbe Welt mit Moskau verhandelt, verweigern die Europäer jedes Gespräch — obwohl sie ein enormes Eigeninteresse am Ausgang dieses Krieges haben. Gleichzeitig ist die EU der viertgrößte Käufer russischer fossiler Brennstoffe und beim Gas sogar der größte Abnehmer weltweit. Wer mehr Druck auf Putin fordert, muss diese unbequeme Debatte zuerst in Brüssel führen.
Donald Trump hat sich offenbar mit Wladimir Putin auf einen Dieselhandel geeinigt — ein Geschäft, das Russland dringend benötigte Einnahmen sichert und die Ukraine überraschte. Doch für Trump war dies nie eine Frage der Sicherheit oder strategischen Überlegung. Der amerikanische Präsident hat den Krieg in der Ukraine von Anfang an nicht als strategisches Problem verstanden. Für ihn sind es Geschäfte, und die Ukraine steht ihm dabei im Weg — sowohl bei seinen Plänen für Russland als auch bei seinen Chancen bei den kommenden Wahlen.
Trump behauptet, dass ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien für die hohen Dieselpreise in Amerika verantwortlich sind. Das ist nicht korrekt. Die eigentliche Ursache liegt in einem Krieg, den Trump selbst leichtfertig begonnen hat — den Konflikt mit dem Iran. Diese Verantwortung trägt er, nicht die Ukraine.
Der Diesel-Deal trifft Kiew hart, aber nicht nur wegen des frischen Geldes, das Putin nun zur Verfügung steht. Noch schwerwiegender ist die Drohung, die dahintersteckt: Die Amerikaner sollen angeblich auch damit gedroht haben, Geheimdienstinformationen zurückzuhalten. Das ist eine Form der Erpressung, die zeigt, wie wenig Verlass auf Washington ist. Die Ukrainer müssen sich fragen, ob sie zu sehr auf Trump gesetzt haben. Ihre wahren Verbündeten sind die Europäer.
Aber auch Europa muss sich neu orientieren. Die halbe Welt führt Gespräche mit Moskau — nur die Europäer nicht. Sie haben ein großes Eigeninteresse am Ausgang dieses Krieges, doch sie weigern sich zu verhandeln. Das ist eine fragwürdige Position. Gleichzeitig sind die Europäer kaum besser als Trump. Die Europäische Union ist immer noch der viertgrößte Käufer fossiler Brennstoffe aus Russland und beim Gas sogar der größte Käufer überhaupt. Wer wie der deutsche Politiker Wadephul fordert, dass es nicht weniger, sondern mehr Druck auf Putin braucht, sollte diese Debatte auch in Brüssel führen — dort, wo die EU ihre eigene Energieabhängigkeit von Russland nicht ernsthaft in Frage stellt.
Citazioni salienti
Die Ukrainer wurden von Trumps Diesel-Deal mit ihrem Angreifer offenbar überrascht— FAZ-Kommentar
Die halbe Welt redet mit Moskau, nur die Europäer nicht— FAZ-Kommentar