In den Straßen Londons, wo Generationen von Craigs bereits Bier zapften, kehrt ein Weltstar zu seinen Wurzeln zurück. Daniel Craig, einst das Gesicht des unverwüstlichen James Bond, hat den traditionsreichen Pub »Horseshoe« in Clerkenwell übernommen — nicht als Kapriole eines Reichen, sondern als Fortsetzung einer Familiengeschichte, die älter ist als sein Ruhm. In einer Zeit, in der Londons Kneipen zunehmend dem Gentrifizierungsdruck weichen, setzt Craig ein bewusstes Zeichen: Ein Pub soll ein Ort für alle bleiben.
Daniel Craig übernimmt traditionsreichen Pub in Londoner City
Jeder soll sich den Besuch leisten können
Warum kauft ein Hollywood-Star ausgerechnet einen Pub? Das ist doch ein vollkommen anderes Leben.
Für Craig ist es gar nicht so fremd. Seine Familie hat das Pub-Geschäft über Generationen betrieben. Er sieht sich selbst als Teil dieser Tradition, nicht als Außenseiter, der sich ein Spielzeug kauft.
Das ist wichtig zu verstehen — das ist nicht »Daniel Craig entdeckt die Arbeiterklasse«. Das ist ein Mann, dessen Familie in diesem Geschäft verwurzelt ist.
Aber 36 Jahre lang hat jemand anderes das »Horseshoe« betrieben. Warum jetzt der Wechsel?
Das Ehepaar geht in Rente. Craig und seine Partner haben die Gelegenheit gesehen und zugegriffen. Es ist ein Kauf, kein Überfall.
Wir wissen aber nicht, wie der Kaufprozess ablief oder wie viel er zahlte. Die »Times« berichtet, dass er es kaufte, aber die Details sind nicht öffentlich.
Er sagt, die Preise sollen nicht steigen. Kann man ihm das glauben?
Das ist seine Absicht, ja. Er betont mehrfach, dass der Pub für alle Bevölkerungsschichten zugänglich bleiben soll, nicht nur für wohlhabende Londoner.
Das ist eine Absichtserklärung. Ob sie sich in der Praxis durchhält, werden wir erst sehen, wenn der Pub nach der Renovierung wieder öffnet.
Was ist mit diesem Gespenst im Keller?
Die Vorbesitzerin erzählt von einem Geist namens Gilbert, einem früheren Henker. Craig nimmt es mit Humor.
Das ist eine lokale Geschichte, eine Anekdote. Ob sie wahr ist oder Teil der Pub-Folklore, lässt sich nicht überprüfen. Aber sie gehört zur Identität des Ortes.
Wird man Craig dort wirklich antreffen?
Er sagt, man werde ihn freitagabends sehen können. Aber er räumt auch ein, dass seine Berühmtheit ihm normales Ausgehen längst unmöglich macht.
Das ist eine Spannung, die ungelöst bleibt. Er verspricht Präsenz, aber die Realität seiner Prominenz könnte das verhindern. Das werden wir beobachten müssen.
Il Polso
- Ein Pub mit 36-jähriger Geschichte und einem Geist im Keller wechselt den Besitzer — und der neue Eigentümer ist einer der bekanntesten Schauspieler der Welt.
- Die Sorge ist real: Wenn ein Star eine Kneipe kauft, droht aus dem Stammlokal schnell ein überteurtes Szenelokal zu werden.
- Craig stellt sich dieser Erwartung öffentlich entgegen und verspricht stabile Preise sowie eine Atmosphäre, in der sich niemand fehl am Platz fühlen soll.
- Die Renovierung soll das »Horseshoe« auffrischen, ohne seinen Charakter zu zerstören — ein schmaler Grat zwischen Erneuerung und Bewahrung.
- Craig kündigt an, freitagabends selbst hinter der Theke zu stehen — ein Versprechen, das Bond-Fans und Stammgäste gleichermaßen in Spannung versetzt.
In den Straßen Londons, wo Generationen von Craigs bereits Bier zapften, kehrt ein Weltstar zu seinen Wurzeln zurück. Daniel Craig, einst das Gesicht des unverwüstlichen James Bond, hat den traditionsreichen Pub »Horseshoe« in Clerkenwell übernommen — nicht als Kapriole eines Reichen, sondern als Fortsetzung einer Familiengeschichte, die älter ist als sein Ruhm. In einer Zeit, in der Londons Kneipen zunehmend dem Gentrifizierungsdruck weichen, setzt Craig ein bewusstes Zeichen: Ein Pub soll ein Ort für alle bleiben.
Daniel Craig, 58 Jahre alt und fünffacher James-Bond-Darsteller, hat gemeinsam mit zwei Partnern den Pub »Horseshoe« im Londoner Stadtteil Clerkenwell übernommen. Das Lokal gehörte 36 Jahre lang einem Ehepaar, das nun in den Ruhestand tritt. Für Craig ist der Schritt keine Laune — seine Eltern und Großeltern betrieben bereits Kneipen, und er sieht sich ausdrücklich in dieser Tradition.
Das »Horseshoe« blickt auf eine Geschichte zurück, die bis ins 18. Jahrhundert reicht. Neben Ale und Bitter gehört dem Vernehmen nach auch ein Geist zum Inventar: Im Keller soll der Geist eines früheren Henkers namens Gilbert hausen. Craig reagiert gelassen — man könne dem Gespenst ja einfach einen Drink ausgeben.
Besonders betont der Schauspieler, was er mit dem Pub nicht vorhat: ihn in ein exklusives Lokal für betuchte Londoner zu verwandeln. »Unser Ziel ist es, dass sich jeder den Besuch leisten kann und niemand Hemmungen haben muss, durch die Tür zu kommen«, sagt Craig gegenüber der »Times«. Eine Renovierung ist geplant, die Preise sollen jedoch stabil bleiben.
Ob Craig selbst regelmäßig anzutreffen sein wird, bleibt abzuwarten. Er räumt ein, dass sein Ruhm ein normales Ausgehen längst erschwert — verspricht aber, freitagabends im »Horseshoe« zu erscheinen. Allein diese Aussicht dürfte so manchen dazu bewegen, die Tür des alten Clerkenwell-Pubs zu öffnen.
Daniel Craig hat sich in die Londoner Kneipenwirtschaft eingekauft. Der 58-jährige Schauspieler, der James Bond über fünf Filme verkörpert hat, übernahm gemeinsam mit zwei Geschäftspartnern das »Horseshoe« in Clerkenwell, nördlich der City. Das Lokal war 36 Jahre lang im Besitz eines Ehepaares, das nun in den Ruhestand geht. Für Craig ist dies keine Flucht aus Hollywood in ein exotisches Hobby — es ist die Fortsetzung einer Familiengeschichte. Seine Eltern und Großeltern betrieben bereits Pubs, und der Schauspieler sieht sich selbst in dieser Tradition.
Das »Horseshoe« ist ein Haus mit Geschichte. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts werden an diesem Ort die klassischen englischen Biersorten Ale und Bitter ausgeschenkt. Die Vorbesitzerin Pauline Tucker berichtet von einer zusätzlichen Besonderheit: Im Keller soll der Geist eines früheren Henkers namens Gilbert sein Unwesen treiben. Craig lässt sich davon nicht abschrecken. Mit Humor antwortet er, man könne dem Gespenst ja einfach ein Getränk spendieren.
Craig und seine Partner planen eine Renovierung des Lokals, aber nicht um es in ein Szenelokal für wohlhabende Londoner zu verwandeln. In einem Gespräch mit der »Times« betont der Schauspieler ausdrücklich, dass der Pub für alle Bevölkerungsschichten zugänglich bleiben soll. »Natürlich würden wir uns freuen, wenn auch schicke Leute zu uns kommen und ein bisschen Geld liegen lassen. Aber darum geht es nicht. Unser Ziel ist es, dass sich jeder den Besuch bei uns leisten kann und niemand Hemmungen haben muss, durch die Tür zu kommen«, sagt Craig. Die Preise sollen nicht steigen, die Atmosphäre soll erhalten bleiben.
Eine Frage stellt sich für Bond-Fans unwillkürlich: Wird man Craig dort antreffen? Der Schauspieler deutet an, dass dies möglich sein könnte, räumt aber ein, dass seine Berühmtheit ihm längst ein normales Ausgehen unmöglich macht. Dennoch signalisiert er eine regelmäßige Präsenz: »Man wird mich hier freitagabends sehen können«, verspricht er. Ob dieses Versprechen haltbar ist, wird sich zeigen — aber die Aussicht allein dürfte für manchen Besucher Grund genug sein, die Tür des »Horseshoe« zu öffnen.
Citazioni salienti
Unser Ziel ist es, dass sich jeder den Besuch bei uns leisten kann und niemand Hemmungen haben muss, durch die Tür zu kommen— Daniel Craig zur »Times«
Man wird mich hier freitagabends sehen können— Daniel Craig zur »Times«