Berlin: Rollstuhlfahrer wegen pro-israelischer Aushänge mehrfach angegriffen

Ein 67-jähriger behinderter Mann wurde mehrfach mit Pfefferspray besprüht, geschlagen und beleidigt; er klagte über Schmerzen im Gesicht.
Ein Mann im Rollstuhl, wiederholt angegriffen, sein Geschäft beschädigt
Ein 67-Jähriger wurde mehrfach von Jugendlichen attackiert, nachdem er Aushänge gegen Antisemitismus aufgehängt hatte.
Mark

Warum wird dieser Fall vom Staatsschutz untersucht und nicht von der normalen Kriminalpolizei?

Mimi

Der Staatsschutz ermittelt bei Straftaten, die als politisch motiviert gelten. Die Aushänge gegen Antisemitismus und die zeitliche Nähe zum Hamas-Jahrestag deuten darauf hin, dass die Angreifer die Taten möglicherweise aus ideologischen Gründen begangen haben.

Luke

Das ist aber eine Vermutung. Die Polizeimitteilung sagt, die Aushänge seien "offenbar" der Auslöser – das ist nicht dasselbe wie Gewissheit. Wir wissen nicht, was die Jugendlichen tatsächlich motiviert hat.

Mark

Der Mann sitzt im Rollstuhl. Das macht ihn besonders verletzlich.

Mimi

Ja, genau. Er konnte sich nicht wehren. Das ist ein wichtiger Teil der Geschichte – nicht nur die Gewalt selbst, sondern dass sie gegen jemanden gerichtet war, der sich kaum verteidigen konnte.

Luke

Das ist wahr. Aber die Quelle sagt nicht, ob die Angreifer das wussten oder ob es ihnen egal war. Das ist eine Frage, die noch offen ist.

Mark

Wie viele Angriffe gab es insgesamt?

Mimi

Mindestens drei separate Vorfälle über zwei bis drei Tage hinweg – der erste am 7. Oktober im Geschäft, der zweite am Abend desselben Tages, der dritte am Freitagabend mit der Beschädigung der Tür.

Luke

"Mindestens" ist das richtige Wort. Die Polizeimitteilung beschreibt diese drei Vorfälle, aber es könnte mehr gegeben haben, die nicht berichtet wurden.

  • Ein Mann im Rollstuhl, der nichts weiter tat als Haltung zu zeigen, wurde zum Ziel wiederholter, gezielter Gewalt durch Jugendliche.
  • Pfefferspray, Schläge, Beleidigungen – die Angriffe eskalierten über mehrere Tage und gipfelten in der Beschädigung seiner Ladentür durch bis zu acht Täter auf E-Scootern.
  • Die Täter nutzten die Schutzlosigkeit des Mannes bewusst aus: Er konnte sich nicht wehren, nicht fliehen, nicht schützen.
  • Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen – ein Signal, dass die Behörden politisch motivierte Hasskriminalität hinter den Taten vermuten.
  • Bislang wurden keine Verdächtigen identifiziert; der Fall steht exemplarisch für die Eskalation des Nahostkonflikts auf Berlins Straßen.

In Berlin-Kreuzberg, einem Stadtteil, der seit jeher Schauplatz gesellschaftlicher Spannungen ist, wurde ein 67-jähriger Rollstuhlfahrer mehrfach angegriffen – offenbar weil er in seinem Schaufenster Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt hatte. Die Angriffe begannen am dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel und zogen sich über mehrere Tage hin. Was dieser Fall sichtbar macht, ist die erschreckende Bereitschaft, Hass in körperliche Gewalt gegen einen wehrlosen Menschen zu übersetzen. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt nun – ein stilles Eingeständnis, dass hier mehr auf dem Spiel steht als ein einzelner Übergriff.

Anfang Oktober hängte ein 67-jähriger Ladenbesitzer in Berlin-Kreuzberg Aushänge gegen Judenhass in sein Schaufenster – eine stille Geste der Solidarität, ausgelöst durch den Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel. Was folgte, war eine Serie von Angriffen, die den wehrlosen Rollstuhlfahrer über mehrere Tage hinweg trafen.

Am 7. Oktober betraten rund sechs Jugendliche seinen Laden in der Falckensteinstraße und beleidigten ihn. Noch am selben Abend kehrten sie zurück und sprühten ihm Pfefferspray ins Gesicht. Als er um Hilfe rief, flohen sie kurz – nur um wenig später erneut aufzutauchen, als er gerade schließen wollte. Wieder Pfefferspray, wieder Schläge. Der Mann klagte danach über Schmerzen im Gesicht.

Am Freitagabend eskalierte die Situation erneut: Bis zu acht Jugendliche fuhren auf E-Scootern vor, schlugen und traten gegen die Eingangstür des Geschäfts, beschädigten sie erheblich und verschwanden.

Die Berliner Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung. Dass der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die Untersuchung leitet, deutet darauf hin, dass die Behörden politisch motivierte Hasskriminalität nicht ausschließen. Tatverdächtige wurden bislang nicht benannt. Der Fall zeigt, wie der Nahostkonflikt in den Alltag einer Berliner Straße eingedrungen ist – und wie ein einzelner, schutzloser Mann den Preis dafür zahlte.

Ein 67 Jahre alter Geschäftsinhaber in Berlin-Kreuzberg sitzt im Rollstuhl. Anfang Oktober hängte er Aushänge in die Schaufenster seines Ladens – Botschaften gegen Judenhass, aufgehängt als Reaktion auf den Überfall der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023. Was folgte, waren mehrere Tage der Gewalt.

Am 7. Oktober selbst, dem dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs, betraten etwa sechs Jugendliche sein Geschäft in der Falckensteinstraße. Sie beleidigten den Mann, der sich nicht wehren konnte. Am Abend desselben Tages kehrte eine Gruppe von bis zu sechs Jugendlichen zurück. Sie sprühten ihm Pfefferspray ins Gesicht. Als er um Hilfe rief, flohen sie – aber nicht für lange. Kurz darauf kamen sie zurück, während er gerade seinen Laden schließen wollte. Erneut sprühten sie Pfefferspray auf ihn ein, schlugen auf ihn ein. Danach klagte der Mann über Schmerzen im Gesicht.

Am Freitagabend beobachteten Zeugen eine neue Eskalation. Bis zu acht Jugendliche fuhren mit E-Scootern vor dem Geschäft vor. Sie schlugen und traten gegen die Eingangstür, beschädigten sie erheblich, und verschwanden dann wieder. Die Serie von Angriffen spannt sich über mehrere Tage – ein Mann im Rollstuhl, wiederholt angegriffen, sein Geschäft beschädigt, sein Körper verletzt.

Die Berliner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt führt die Untersuchung – ein Hinweis darauf, dass die Behörden die Taten als potenziell politisch motivierte Straftaten einstufen. Die Vorwürfe lauten auf gefährliche Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung. Bislang sind keine Tatverdächtigen benannt worden. Der Fall zeigt, wie die Spannung um den Nahostkonflikt in den Straßen Berlins zu Gewalt gegen einen einzelnen Mann führte – einen Mann, der sich nicht verteidigen konnte.

Der Mann klagte anschließend über Schmerzen im Gesicht
— Polizeibericht
Contattaci Domande frequenti