US-Botschafterin Guilfoyle wegen Bestechlichkeitsvorwürfen unter Druck

Geld gegen Gefälligkeiten – eine Botschafterin unter Druck
Eric Deters beschreibt die Anfrage von Guilfoyle als klaren Austausch von finanzieller Unterstützung gegen politische Gunst.
Mark

Was genau wird Guilfoyle vorgeworfen?

Mimi

Sie soll einen Trump-Spender um 100.000 Dollar gebeten haben, um ihre American-Express-Schulden zu begleichen – kurz vor ihrer Senatshörung.

Luke

Aber das ist nicht einfach eine Bitte um Geld, oder? Die Textnachrichten deuten auf etwas Strukturierteres hin.

Mark

Was meinen Sie damit?

Mimi

Sie soll Deters angewiesen haben, das Geld so zu überweisen, dass es später nicht nachverfolgbar wäre. Das deutet auf Bewusstsein hin, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Luke

Allerdings sagt Deters, dass er nie vorhatte, das Geld zu schicken. Das ist wichtig – es ist eine Anschuldigung gegen Guilfoyle, aber auch eine Aussage eines Mannes, der selbst ein Motiv haben könnte.

Mark

Wer unterstützt Guilfoyle noch?

Mimi

Außenminister Rubio nannte sie eine "starke Botschafterin" und sagte, die Botschaft leiste "hervorragende Arbeit".

Luke

Aber Medienberichte deuten darauf hin, dass Rubio und Trump privat sehr ungehalten sind. Das ist ein großer Unterschied zwischen öffentlicher Aussage und privater Haltung.

Mark

Gibt es noch andere Vorwürfe gegen sie?

Mimi

Ja, mehrere. Sie soll ein bestimmtes Bau- und Energieunternehmen unterstützt haben, das Personal in Athen schlecht behandelt haben und sogar geprahlt haben, Regierungen stürzen zu können.

Luke

Das sind aber unterschiedliche Kategorien von Vorwürfen – von möglicher Korruption bis zu Personalmanagement. Wir sollten nicht alles in einen Topf werfen.

  • Guilfoyle soll einen Trump-Spender kurz vor ihrer Senatshörung um 100.000 Dollar gebeten haben – mit expliziten Anweisungen, die Zahlung so zu strukturieren, dass sie nicht nachverfolgbar wäre.
  • Selbst innerhalb der Republikanischen Partei wächst der Druck: Senator Barrasso nannte die Berichte 'sehr beunruhigend' und erwartet eine formelle Ermittlung des Außenministeriums.
  • Der angebliche Geldgeber Eric Deters bestätigt die Nachrichten und beschreibt monatelange Kontakte, in denen Guilfoyle Hilfe bei persönlichen Rechts- und Steuerangelegenheiten suchte.
  • Hinter den Kulissen sollen sowohl Außenminister Rubio als auch Präsident Trump tief verärgert sein – eine Ablösung der Botschafterin wird ernsthaft erwogen.
  • Die Vorwürfe häufen sich: Begünstigungen für ein Bauunternehmen, schlechte Behandlung des Botschaftspersonals und Prahlereien über politischen Einfluss runden das Bild ab.

In Athen, wo Diplomatie und persönliche Integrität untrennbar miteinander verwoben sind, sieht sich die US-Botschafterin Kimberly Guilfoyle mit Vorwürfen konfrontiert, die weit über politische Rivalitäten hinausreichen: Sie soll einen Parteifreund um 100.000 Dollar gebeten haben, um private Kreditkartenschulden zu tilgen – und dabei Anweisungen gegeben haben, die Zahlung zu verschleiern. Was als persönliche Notlage begann, ist nun zu einer Frage geworden, die das Vertrauen in das diplomatische Amt selbst berührt.

Kimberly Guilfoyle, US-Botschafterin in Griechenland und einst Verlobte von Donald Trump Jr., steht im Zentrum eines wachsenden Skandals. Laut Berichten des Wall Street Journal soll sie den Trump-Unterstützer Eric Deters kurz vor ihrer Senatshörung per Textnachricht um 100.000 Dollar gebeten haben – zur Begleichung offener American-Express-Rechnungen. Besonders brisant: Sie soll ihm erklärt haben, wie die Zahlung zu strukturieren sei, damit sie später nicht zurückverfolgt werden könne.

Deters, ein mehrfach gescheiterter Kandidat für politische Ämter in Kentucky, bestätigt die Existenz dieser Nachrichten gegenüber CBS News. Er beschreibt monatelange Kontakte, in denen Guilfoyle ihn um Hilfe bei persönlichen Rechts- und Steuerangelegenheiten bat und ihm dabei Zahlungen von bis zu einer Million Dollar in Aussicht gestellt haben soll. Deters behauptet, er habe nie vorgehabt, das Geld tatsächlich zu überweisen. "Es war eindeutig ein Fall von Geld gegen Gefälligkeiten", sagte er.

Guilfoyle weist die Vorwürfe durch ihren Anwalt zurück und behauptet, ihr sei Geld für öffentliche Auftritte geschuldet worden. Außenminister Rubio, der sie vergangene Woche in Athen traf, lobte sie öffentlich als "starke Botschafterin" – doch hinter den Kulissen sollen er und Präsident Trump tief unzufrieden sein, und eine Ablösung steht im Raum.

Der Druck kommt von mehreren Seiten: Der republikanische Senator Barrasso fordert eine Untersuchung, demokratische Abgeordnete verlangen lückenlose Aufklärung, und weitere Vorwürfe – darunter die Begünstigung eines Bauunternehmens und schlechte Behandlung des Botschaftspersonals – verdichten das Bild einer Amtsführung unter schwerem Beschuss. Ob Guilfoyle ihre Position halten kann, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden.

Kimberly Guilfoyle, die US-Botschafterin in Griechenland, gerät zunehmend unter Druck. Laut Berichten des Wall Street Journal soll sie den Trump-Spender Eric Deters kurz vor ihrer Anhörung im Senat um eine Überweisung von 100.000 Dollar gebeten haben – Geld, das sie benötigte, um offene Rechnungen bei American Express zu begleichen. Die Nachricht kam in einer Textnachricht, in der Guilfoyle Deters drängte, das Geld noch am selben Tag zu überweisen, und sogar Anweisungen beifügte, wie die Zahlung so zu strukturieren sei, dass sie später nicht nachverfolgbar wäre.

Die Vorwürfe kommen nicht nur von der Opposition. Der republikanische Senator John Barrasso sagte dem Sender CBS News, die Berichte seien "sehr beunruhigend" und "besorgniserregend". Er geht davon aus, dass das Außenministerium eine Ermittlung einleiten wird und sich der zuständige Ausschuss im Senat der Angelegenheit annehmen wird. Damit hat sich der Druck auf Guilfoyle auch innerhalb ihrer eigenen Partei verschärft.

Eric Deters, ein langjähriger Trump-Unterstützer, der mehrfach erfolglos für politische Ämter in Kentucky kandidiert hatte, bestätigt die Existenz der Nachrichten gegenüber CBS News. Er sagt, dass Guilfoyle ihn monatelang kontaktiert hatte, um Hilfe bei persönlichen steuerlichen und rechtlichen Angelegenheiten zu erhalten – und ihm dabei Zahlungen von bis zu einer Million Dollar versprochen haben soll. Deters behauptet jedoch, dass er nie vorhatte, das Geld tatsächlich zu schicken, und sich stattdessen eine Ausrede ausgedacht habe. "Es war eindeutig ein Fall von Geld gegen Gefälligkeiten", sagte er dem Sender.

Guilfoyle bestreitet die Vorwürfe durch ihren Anwalt. Sie argumentiert, dass ihr vor ihrer Senatshörung Geld für öffentliche Auftritte geschuldet worden sei. Deters hingegen sagte dem Wall Street Journal, dass er keine Schulden bei Guilfoyle gehabt habe. Außenminister Marco Rubio, der Guilfoyle vergangene Woche in Athen traf, wiegelte die Fragen bei einer Pressekonferenz ab und nannte Guilfoyle eine "starke Botschafterin", die "hervorragende Arbeit" leiste.

Doch hinter den Kulissen sieht es anders aus. Mehrere Medien berichten, dass sowohl Rubio als auch Präsident Trump extrem ungehalten über Guilfoyles Verhalten sind und eine Ablösung zur Debatte steht. Die Vorwürfe gegen die Botschafterin häufen sich: Das Wall Street Journal berichtete, dass sie wiederholt ein bestimmtes Bau- und Energieunternehmen unterstützt haben soll. Hinzu kommen Berichte über schlechte Behandlung des Botschaftspersonals in Athen und Aussagen, in denen sie geprahlt haben soll, Regierungen stürzen zu können. Guilfoyle bestreitet jedes Fehlverhalten.

Demokratische Abgeordnete fordern bereits eine lückenlose Aufklärung. Robert Garcia, der ranghöchste Demokrat im Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses, sagte: "Das ist der jüngste Fall in einer langen Reihe von Korruptionsvorwürfen rund um die Trump-Regierung, und wir verlangen Antworten." Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, würde dies einen eklatanten Machtmissbrauch darstellen.

Guilfoyle war einst mit Donald Trump Jr., dem ältesten Sohn des Präsidenten, verlobt und war zwischen 2001 und 2006 mit dem Demokraten Gavin Newsom verheiratet, der Ambitionen auf das Weiße Haus bei der Wahl 2028 nachgesagt werden. Ihre politische Karriere erstreckt sich über beide Seiten des US-Spektrums, doch ihr Ruf ist zweifelhaft. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Ermittlungen zu ihrer Ablösung führen oder ob sie ihre Position behaupten kann.

Was wir in den Berichten gesehen haben, ist sehr beunruhigend, es ist besorgniserregend
— Senator John Barrasso (CBS News)
Es war eindeutig ein Fall von Geld gegen Gefälligkeiten
— Eric Deters (CBS News)
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