Trump behauptet, Putin sei zu Verhandlungen bereit, während Selenskyj den Krieg verlängere – eine Darstellung, die Kyjiw entschieden zurückweist. Trump schloss ein Diesel-Abkommen mit Russland, trotz westlicher Sanktionen, was scharfe Kritik von Selenskyj und europäischen Führungspersonen auslöste.
Trump fordert Selenskyj-Rücktritt – Kyjiw stützt seinen Präsidenten
Europa muss klaren Kurs halten – auf die USA ist kein Verlass
Warum fordert Trump Selenskyj zum Rücktritt auf? Das ist doch eine ungewöhnliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines Landes.
Trump behauptet, dass Selenskyj Friedensverhandlungen blockiert und dass Putin bereit zu einem Deal ist. Indem er Selenskyj zum Gehen auffordert, versucht er, die Führung der Ukraine zu wechseln – zu jemandem, der seiner Meinung nach kooperativer wäre.
Aber wir sollten hier vorsichtig sein: Trump sagt, Putin wolle verhandeln, aber das basiert nur auf Trumps eigenem Telefonat. Wir haben keine unabhängige Bestätigung dafür, dass Putin tatsächlich bereit ist, unter den Bedingungen zu verhandeln, die Trump meint.
Und das Diesel-Abkommen – ist das nicht ein Verstoß gegen die Sanktionen?
Genau. Trump hat ein Abkommen mit Russland geschlossen, das Hundertausende Tonnen Kraftstoff liefert, während der Westen versucht, Russlands Finanzmittel für den Krieg zu kürzen. Das ist ein direkter Widerspruch.
Trumps Begründung war, dass die Spritpreise in den USA hoch sind und dass ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien das Problem verschärfen. Das ist sein Argument – ob es stichhaltig ist, ist eine andere Frage.
Wie reagiert die Ukraine auf Trumps Forderung?
Mit klarer Ablehnung. Außenminister Sybiha sagte, dass nur die Ukrainer über ihre Führung entscheiden dürfen, nicht Washington. Und er betonte, dass Selenskyj die Unterstützung des Volkes hat.
Das ist wichtig zu beachten: Sybiha behauptet, dass Selenskyj Unterstützung hat, aber wir sollten fragen, wie breit diese Unterstützung wirklich ist. Selenskyj hat seit 2022 keine Wahlen abgehalten, was Trump kritisiert – und das ist ein legitimer Punkt, auch wenn Trumps Motiv fragwürdig ist.
Und Europa? Wie positioniert sich der Kontinent?
Europa stellt sich hinter die Ukraine. Deutschland, die EU und Großbritannien sagen, dass sie ihre Sanktionen gegen Russland beibehalten werden. Strack-Zimmermann von der EU sagte sogar, dass Trump sich "unmissverständlich auf die Seite des Mörders" stellt.
Das ist starke Sprache. Aber es zeigt auch, dass Europa bereit ist, sich von den USA zu distanzieren, wenn es um die Ukraine geht. Das ist ein bedeutsamer Moment – die Allianz bröckelt.
O Pulso
- Trump fordert Selenskyj-Rücktritt und behauptet, Putin sei zu Verhandlungen bereit
- Trump schloss Diesel-Abkommen mit Russland trotz westlicher Sanktionen
- Ukraine und europäische Verbündete lehnen Trumps Einmischung ab
- Selenskyj hat seit Kriegsbeginn 2022 keine Präsidentschaftswahlen abgehalten
Trump behauptet, Putin sei zu Verhandlungen bereit, während Selenskyj den Krieg verlängere – eine Darstellung, die Kyjiw entschieden zurückweist. Trump schloss ein Diesel-Abkommen mit Russland, trotz westlicher Sanktionen, was scharfe Kritik von Selenskyj und europäischen Führungspersonen auslöste.
US-Präsident Trump wirft Selenskyj vor, Friedensverhandlungen zu blockieren, und fordert seinen Rücktritt. Die Ukraine und europäische Verbündete lehnen Trumps Einmischung ab und bekräftigen ihre Unterstützung für Selenskyj.
Donald Trump hat sich am Freitag öffentlich gegen Wolodymyr Selenskyj gewandt und behauptet, der ukrainische Präsident blockiere Friedensverhandlungen zur Beendigung des Krieges. "Aus welchen Gründen auch immer will Selenskyj keinen Deal machen", sagte Trump vor Reportern. Er verwies auf ein Telefonat mit Wladimir Putin, bei dem der russische Präsident laut Trump signalisiert habe, dass er "dringend" eine Vereinbarung sehe. Trumps Vorwurf war unmissverständlich: Selenskyj, nicht Putin, sei das Hindernis für Frieden.
Die Kritik kam vor dem Hintergrund eines Diesel-Abkommens, das Trump am selben Freitag mit Moskau geschlossen hatte. Trotz internationaler Sanktionen gegen Russland kündigte der US-Präsident an, dass Russland hunderttausende Tonnen Kraftstoff liefern werde. Trump hatte zuvor wiederholt ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien angeprangert und damit impliziert, dass die Ukraine die Energieversorgung Russlands destabilisiere. Das Abkommen war ein direkter Bruch mit der westlichen Sanktionspolitik, die darauf abzielte, Russlands Finanzmittel für die Fortsetzung des Krieges zu kürzen.
Selenskyj kritisierte das Diesel-Abkommen scharf. Daraufhin eskalierte Trump seine Rhetorik und forderte offen einen Machtwechsel in Kyjiw. "Es ist an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt", sagte Trump und deutete an, dass ein anderer Anführer bereit sein könnte, den Krieg zu beenden. Er warf Selenskyj auch vor, seit Kriegsbeginn Anfang 2022 keine Präsidentschaftswahlen abgehalten zu haben, obwohl dieser "diese Sache schon viele Male regeln könnte".
Die ukrainische Regierung reagierte mit klarer Ablehnung. Außenminister Andrij Sybiha schrieb auf X, dass Selenskyj die Unterstützung des ukrainischen Volkes genieße und dass das ukrainische Volk das Recht habe, selbst über seine Führung zu entscheiden. "Äußerungen aus dem Ausland bestätigen nur, dass er seine Aufgabe gut erfüllt. Er verdient Unterstützung", schrieb Sybiha.
Europäische Führungspersonen schlossen sich dieser Verteidigung an. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament, war besonders deutlich: "Wenn Trump Selenskyj zum Rücktritt auffordert, stellt er sich unmissverständlich auf die Seite des Mörders." Sie betonte, dass nur die Ukrainer in freien Wahlen über ihre Führung entscheiden dürften, nicht das Weiße Haus und schon gar nicht der Kreml. Strack-Zimmermann warnte, dass Trumps Angriffe auf Verbündete und demokratische Institutionen den Westen schwächten und die Demokratie beschädigten.
Deutschland, die Europäische Union und Großbritannien kündigten an, an ihren Sanktionen gegen Russland festzuhalten. Sie signalisierten damit, dass Trumps Diesel-Abkommen ihre Politik nicht ändern würde. Strack-Zimmermann fasste die europäische Haltung zusammen: "Europa muss daher unbeirrt klaren Kurs halten und zur Ukraine stehen, auf die USA ist momentan kein Verlass." Die Botschaft war unmissverständlich – während Trump sich von seinen Verbündeten entfernte, schlossen sich Europa und die Ukraine enger zusammen.
Citações Notáveis
Aus welchen Gründen auch immer will Selenskyj keinen Deal machen— Donald Trump
Wenn Trump Selenskyj zum Rücktritt auffordert, stellt er sich unmissverständlich auf die Seite des Mörders— Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament