Sieben US-Senatoren kritisieren Trumps Diesel-Deal mit Russland als rechtswidrig

Geschenke an Putin beenden den Krieg nicht – Russland zahlt mit mehr Terrorismus zurück
Selenskyj warnt vor den Folgen von Trumps Diesel-Deal mit Russland für die Ukraine.
Mark

Warum ist dieser Deal so kontrovers? Es geht doch nur um Diesel.

Mimi

Weil der Kongress 2022 explizit russische Energieimporte verboten hat – genau um zu verhindern, dass amerikanisches Geld Putins Krieg finanziert. Trump umgeht dieses Gesetz einfach.

Luke

Aber hat Trump das Recht, solche Ausnahmegenehmigungen zu erteilen? Das Finanzministerium hat ja eine befristete Erlaubnis ausgestellt.

Mimi

Technisch ja, aber der Punkt ist: Der Kongress wollte das nicht. Und Trump hat den Kongress nicht mal konsultiert, wie das Gesetz verlangt.

Mark

Wer kritisiert das denn?

Mimi

Sieben Senatoren – drei Demokraten, vier Republikaner. Das ist bemerkenswert, weil es parteiübergreifend ist.

Luke

Aber wie viel Gewicht hat das? Sieben von hundert Senatoren – das ist eine Minderheit.

Mimi

Stimmt, aber die Kritik ist laut und die Begründung ist klar: Das verstößt gegen Gesetz und Verfahren.

Mark

Was will Trump damit erreichen?

Mimi

Die Dieselpreise senken. Sie sind gestiegen wegen des Krieges gegen den Iran. Vor den Kongresswahlen im November ist das ein großes politisches Problem für ihn.

Luke

Und funktioniert das? Kann Russland überhaupt 300.000 Tonnen sofort liefern?

Mimi

Das ist unklar. Russland hat Ausfuhrverbote wegen eigener Treibstoffknappheit – ukrainische Angriffe auf Raffinerien haben die Kapazität halbiert. Der Kreml hat sich noch nicht mal zu Trumps Ankündigung geäußert.

Mark

Also könnte das ganze Versprechen hohl sein?

Luke

Möglich. Aber selbst wenn es funktioniert – es sendet ein Signal: Trump lockert Sanktionen gegen Russland, während der Krieg in der Ukraine läuft.

  • Ein parteiübergreifendes Bündnis aus sieben Senatoren schlägt Alarm: Trumps Diesel-Deal mit Russland verstoße direkt gegen ein Gesetz, das der Kongress 2022 eigens verabschiedet hatte, um Putins Kriegskasse auszutrocknen.
  • Die Regierung hat den Kongress weder konsultiert noch eine gesetzlich vorgeschriebene schriftliche Begründung vorgelegt – ein Verfahrensfehler, der die Kritik über das Inhaltliche hinaus verschärft.
  • Trump steht unter politischem Druck: Weniger als einen Monat vor den Kongresswahlen sind gestiegene Dieselpreise – angeheizt durch den US-israelischen Krieg gegen den Iran – ein gefährliches Wahlkampfthema.
  • Selenskyj warnt, dass Zugeständnisse an Putin den Krieg nicht beenden, sondern verlängern: Russland werde Diesel-Einnahmen mit mehr Terrorismus 'zurückzahlen'.
  • Das Finanzministerium hat die Genehmigung bereits erteilt – bis April 2027 –, was zeigt, dass die Regierung den Deal trotz Kongress-Widerstand bereits vollzieht.

In einer seltenen parteiübergreifenden Geste haben sieben US-Senatoren – Demokraten wie Republikaner – Präsident Trumps Vereinbarung über russische Dieselimporte als Bruch eines 2022 verabschiedeten Gesetzes verurteilt, das genau solche Geschäfte verbieten sollte. Der Deal, mit dem Trump die durch den Irankrieg gestiegenen Spritpreise vor den Kongresswahlen dämpfen will, wirft eine alte Frage neu auf: Wann endet Staatsräson, und wann beginnt die Mitschuld? Während das Finanzministerium bereits eine befristete Genehmigung erteilt hat, mahnt die Geschichte, dass wirtschaftliche Erleichterungen, die mit Kriegsführern ausgehandelt werden, selten ohne moralischen Preis zu haben sind.

Sieben US-Senatoren beider Parteien haben am Sonntag gemeinsam Präsident Trumps Vereinbarung mit Russland über Diesellieferungen als rechtswidrig verurteilt. Unter den Unterzeichnern finden sich drei Demokraten – darunter Jeanne Shaheen und Ron Wyden – sowie vier Republikaner wie Susan Collins und Lisa Murkowski. Ihr Vorwurf: Die Trump-Regierung verstoße gegen ein 2022 verabschiedetes Gesetz, das russische Energieimporte ausdrücklich untersagt, um zu verhindern, dass amerikanische Dollars Putins Krieg gegen die Ukraine finanzieren.

Die Kritik richtet sich nicht nur gegen den Inhalt des Deals, sondern auch gegen sein Zustandekommen. Die Regierung habe es versäumt, den Kongress zu konsultieren oder eine gesetzlich vorgeschriebene schriftliche Begründung vorzulegen. Die Senatoren bezeichneten die Entscheidung als Versuch, Putin eine finanzielle Rettungsleine zuzuwerfen, während russische Angriffe auf ukrainische Zivilisten andauern.

Trump hatte die Vereinbarung am Freitag über Truth Social angekündigt: Russland soll sofort mehr als 300.000 Tonnen Diesel liefern, im November weitere 500.000 Tonnen – und mittelfristig bis zu drei Millionen Tonnen zusätzlich. Das Finanzministerium erteilte bereits eine Ausnahmegenehmigung bis April 2027. Als Motiv gilt der politische Druck vor den Kongresswahlen in weniger als einem Monat: Die durch den Krieg gegen den Iran stark gestiegenen Spritpreise belasten Trumps Partei.

Aus Kyjiw kam scharfe Kritik: Präsident Selenskyj nannte den Deal 'nicht anständig' und warnte, Russland werde Diesel-Einnahmen mit mehr Terrorismus 'zurückzahlen'. Finanzminister Scott Bessent verteidigte die Maßnahme bei Fox News und kündigte an, sie mit allen verfügbaren rechtlichen Mitteln umzusetzen. Der Kreml schwieg bislang – doch das Finanzministerium hat bereits gehandelt, unabhängig vom Widerstand aus dem Kongress.

Sieben US-Senatoren – drei Demokraten und vier Republikaner – haben am Sonntag eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie Präsident Trumps Vereinbarung mit Russland über Diesellieferungen als rechtswidrig anprangern. Die Senatoren Jeanne Shaheen, Richard Blumenthal und Ron Wyden von der Demokratischen Partei sowie Susan Collins, Lisa Murkowski, John Curtis und Thom Tillis von den Republikanern werfen der Trump-Regierung vor, gegen ein 2022 vom Kongress verabschiedetes Gesetz zu verstoßen, das russische Energieimporte ausdrücklich untersagt.

Das Gesetz wurde mit einer klaren Absicht erlassen: Um zu verhindern, dass amerikanische Dollars Putins Krieg gegen die Ukraine finanzieren. Die Senatoren betonten in ihrer Stellungnahme, dass der Kongress unmissverständlich gemacht habe, dass die USA kein Öl aus Russland importieren sollten, solange das Land seine Aggression gegen die Ukraine fortsetzt und seine Drohungen gegen NATO-Verbündete aufrechterhält. Trumps Entscheidung, russische Dieselimporte zuzulassen, stelle einen direkten Verstoß gegen dieses Gesetz dar.

Darüber hinaus kritisierten die Senatoren das Vorgehen der Regierung als prozedural fehlerhaft. Die Trump-Administration habe es versäumt, den Kongress zu konsultieren oder eine erforderliche schriftliche Begründung für ihre Entscheidung vorzulegen – beides ist nach Gesetz vorgeschrieben. Die Senatoren verurteilten die Entscheidung scharf als einen Versuch, Putin eine finanzielle Rettungsleine zuzuwerfen, während Russland weiterhin ukrainische Zivilisten tötet. Sie forderten die Regierung auf, sofort einen Kurswechsel vorzunehmen.

Trump hatte die Vereinbarung am Freitag in seinem Online-Dienst Truth Social angekündigt. Demnach soll Russland sofort mehr als 300.000 Tonnen Dieselkraftstoff liefern, weitere 500.000 Tonnen im November, und abhängig vom Zustand seiner Raffinerien innerhalb kurzer Zeit drei Millionen Tonnen zusätzlich. Das US-Finanzministerium erteilte dafür eine befristete Genehmigung bis zum 7. April 2027 – eine Ausnahmegenehmigung, die notwendig war, da die USA den Import russischen Öls und russischer Ölprodukte im März 2022 kurz nach dem russischen Überfall auf die Ukraine verboten hatten.

Trump begründet den Deal mit dem Ziel, die Dieselpreise zu senken. Die Preise waren durch den im Februar begonnenen Krieg der USA und Israels gegen den Iran stark angestiegen. Der Präsident steht unter Druck: In weniger als einem Monat finden Kongresswahlen statt, und gestiegene Spritpreise sind ein politisches Belastungsthema. Auch Republikaner haben zuletzt den Irankrieg für die hohen Preise verantwortlich gemacht.

Die internationale Reaktion fiel kritisch aus. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete Trumps Vereinbarung mit Putin als "nicht anständig" und "schwache Entscheidung". Er argumentierte, dass Geschenke an Putin den Krieg nicht beenden würden, sondern dass Russland Zugeständnisse beim Diesel mit mehr Terrorismus "zurückzahlen" werde. Es sei eine Investition in den Krieg, dem Kreml den Verkauf von Ölprodukten zu gestatten.

Finanzminister Scott Bessent verteidigte den Deal am Sonntag in einem Interview mit Fox News. Er sagte, die Regierung werde die Maßnahme "mit allen uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Befugnissen" umsetzen. Der Kreml selbst hat sich bislang nicht zu Trumps Ankündigung geäußert, obwohl Putins Reise nach Turkmenistan am Freitag endete und ein Telefonat möglich gewesen wäre. Die Tatsache, dass das US-Finanzministerium bereits eine befristete Erlaubnis ausgestellt hat, zeigt jedoch, dass die Regierung die Vereinbarung bereits in die Wege geleitet hat – unabhängig von der Kritik aus dem Kongress.

Der Kongress hat russische Energieimporte im Jahr 2022 ausdrücklich verboten, um zu verhindern, dass amerikanische Dollar Putins brutalen Krieg gegen die Ukraine finanzieren
— Die sieben kritisierenden Senatoren
Geschenke an den russischen Präsidenten würden den Krieg nicht beenden; Zugeständnisse beim Diesel werde Russland mit mehr Terrorismus zurückzahlen
— Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj
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