In der Bronx, einem der dichtbevölkertsten Stadtteile New Yorks, entlud sich am Donnerstagnachmittag ein Konflikt, der weit über den einzelnen Schusswechsel hinausweist: Beamte der Einwanderungsbehörde ICE schossen auf einen Mann in einem Auto, in dem auch ein fünfjähriges Kind saß. Der Vorfall steht sinnbildlich für die wachsende Spannung zwischen Bundesgewalt und städtischer Selbstbestimmung in einer Zeit, in der die Frage, wer die Straßen einer Stadt kontrolliert, zur politischen Grundsatzfrage geworden ist.
New York: ICE-Beamte schießen auf Mann mit Kind im Auto
Ich werde nicht tatenlos zusehen, wie ICE-Beamte die Menschen terrorisieren
Was genau ist in der Bronx passiert – können wir die Abfolge der Ereignisse nachvollziehen?
ICE-Beamte umstellten das Auto eines Mannes um etwa 16 Uhr. Sie gaben dann mehrere Schüsse ab. Der Mann wurde verletzt, ein fünfjähriges Kind war im Fahrzeug.
Aber wir wissen nicht, was der Mann tat, als die Beamten das Auto umzingelten. Hat er versucht zu fliehen? Hat er eine Waffe gehabt? Das wird nicht berichtet.
Der Bürgermeister nennt den Mann einen Einwohner New Yorks. Das Heimatschutzministerium sagt, er sei aus der Dominikanischen Republik und wegen schweren Diebstahls verurteilt. Sind das widersprüchliche Aussagen?
Nicht unbedingt. Man kann Einwohner New Yorks sein und trotzdem im Ausland geboren. Der Punkt ist: Mamdani betont die lokale Verbindung, das Ministerium betont die Straftat.
Genau. Und das Ministerium sagt "mehrere frühere Verhaftungen" – aber wir wissen nicht, wofür oder wann. Das ist eine Charakterisierung, keine Beschreibung.
Warum ist das Kind im Auto so zentral für diese Geschichte?
Weil es die Frage aufwirft, ob die Beamten angemessen vorgegangen sind. Ein fünfjähriges Kind war anwesend, als Schüsse fielen.
Wobei wir auch nicht wissen, ob das Kind in unmittelbarer Gefahr war oder ob die Beamten das Kind als Risiko einschätzten. Das wird nicht erklärt.
Mamdani fordert ein Gespräch mit Trump und das Ende aller ICE-Operationen in der Stadt. Wie realistisch ist das?
Das ist eher eine politische Stellungnahme als eine praktische Forderung. Aber es zeigt, wie angespannt das Verhältnis zwischen Stadt und Bundesbehörden ist.
Il Polso
- Mitten in einem Wohnviertel der Bronx umstellten ICE-Beamte ein Auto und eröffneten das Feuer — ein fünfjähriges Kind saß auf dem Rücksitz.
- Der angeschossene Mann überlebte bei Bewusstsein, doch das Bild eines Kindes inmitten eines Bundeseinsatzes löste sofortige politische Erschütterungen aus.
- Das Heimatschutzministerium rechtfertigte den Einsatz mit der Vorgeschichte des Mannes — Verurteilung wegen schweren Diebstahls und mehrfache Verhaftungen — und stellte ihn als gezielten Zugriff dar.
- Bürgermeister Mamdani bezeichnete den Vorfall als 'ungeheuerlich' und kündigte an, Trump persönlich aufzufordern, alle ICE-Operationen in New York zu stoppen.
- Die New Yorker Polizei distanzierte sich ausdrücklich von den Schüssen; Bundesbehörden übernahmen die Ermittlungen — die Fronten zwischen Stadt und Bund verhärten sich weiter.
In der Bronx, einem der dichtbevölkertsten Stadtteile New Yorks, entlud sich am Donnerstagnachmittag ein Konflikt, der weit über den einzelnen Schusswechsel hinausweist: Beamte der Einwanderungsbehörde ICE schossen auf einen Mann in einem Auto, in dem auch ein fünfjähriges Kind saß. Der Vorfall steht sinnbildlich für die wachsende Spannung zwischen Bundesgewalt und städtischer Selbstbestimmung in einer Zeit, in der die Frage, wer die Straßen einer Stadt kontrolliert, zur politischen Grundsatzfrage geworden ist.
An einem gewöhnlichen Donnerstagnachmittag verwandelte sich ein Wohnviertel in der Bronx in einen Schauplatz, der New York politisch aufwühlte. ICE-Beamte umstellten ein Auto und gaben mehrere Schüsse ab. Der Fahrer wurde verletzt und ins Krankenhaus gebracht — bei Bewusstsein. Das fünfjährige Kind auf dem Rücksitz blieb nach bisherigem Stand körperlich unversehrt.
Bürgermeister Zohran Mamdani bestätigte den Vorfall noch am selben Abend und wählte klare Worte: Er nannte die Situation 'ungeheuerlich und unglaublich ernst'. Den verletzten Mann bezeichnete er als Einwohner New Yorks. Auf der Plattform X kündigte er an, Präsident Trump direkt aufzufordern, sämtliche ICE-Vollstreckungsmaßnahmen in der Stadt zu beenden. 'Ich werde nicht tatenlos zusehen, wie ICE-Beamte die Menschen in unseren Stadtvierteln terrorisieren', schrieb der demokratische Politiker.
Das Heimatschutzministerium zeichnete ein anderes Bild: Der Mann stamme aus der Dominikanischen Republik, sei wegen schweren Diebstahls verurteilt worden und weise mehrere frühere Verhaftungen auf. Der Einsatz sei gezielt gewesen. Ein Restaurantbesitzer in der Nähe berichtete Reuters, er habe Schüsse gehört und sei nach draußen gegangen — dort habe er drei oder vier ICE-Fahrzeuge und zahlreiche Beamte in Einsatzkleidung vorgefunden. Die New Yorker Polizei betonte, ihre Beamten seien nicht an den Schüssen beteiligt gewesen.
Der Vorfall ist kein Einzelfall, sondern Teil einer anhaltenden Auseinandersetzung zwischen der Bundesbehörde und der Stadtverwaltung. Mamdanis Forderung markiert eine neue Eskalationsstufe in einem Konflikt, der die Frage stellt, wessen Regeln in New Yorks Straßen gelten.
Am Donnerstagnachmittag um etwa 16 Uhr kam es in der Bronx zu einem Schusswechsel, der die politische Führung New Yorks aufschreckte. Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE umstellten ein Auto in einem Wohnviertel und gaben mehrere Schüsse ab. Der Mann am Steuer wurde verletzt. Im Fahrzeug saß auch ein fünfjähriges Kind.
Bürgermeister Zohran Mamdani bestätigte den Vorfall noch am selben Tag in einer Mitteilung. Nach seinen Angaben umzingelten die Beamten zunächst das Fahrzeug, bevor sie das Feuer eröffneten. Das Kind wurde nach bisherigem Stand nicht physisch verletzt. Der angeschossene Mann, den Mamdani als Einwohner New Yorks bezeichnete, war bei Bewusstsein und befand sich in ärztlicher Behandlung in einem örtlichen Krankenhaus.
Das US-Heimatschutzministerium veröffentlichte kurz darauf eine eigene Darstellung. Demnach führten ICE-Beamte einen gezielten Einsatz durch, um einen Mann aus der Dominikanischen Republik zu verhaften. Das Ministerium gab an, der Mann sei wegen schweren Diebstahls verurteilt worden und habe mehrere frühere Verhaftungen in seiner Akte.
Mamdani reagierte mit deutlicher Kritik. Er bezeichnete die Situation als "ungeheuerlich und unglaublich ernst" und kündigte an, ein Gespräch mit Präsident Donald Trump zu fordern. In einer Erklärung auf der Plattform X schrieb er, er werde Trump auffordern, alle ICE-Vollstreckungsmaßnahmen in der Stadt zu beenden. "Ich werde nicht tatenlos zusehen, wie ICE-Beamte die Menschen in unseren Stadtvierteln terrorisieren", erklärte der demokratische Politiker.
Pedro Almarez, Besitzer eines nahe gelegenen Restaurants, war Augenzeuge des Vorfalls. Er sagte der Nachrichtenagentur Reuters, er habe Schüsse gehört und sei nach draußen gegangen. Dort habe er mehrere Beamte in ICE-Einsatzkleidung gesehen. "Es waren viele ICE-Beamte da, drei oder vier Autos", berichtete Almarez. Die New Yorker Polizei teilte mit, ihre Beamten seien nicht an den Schüssen beteiligt gewesen. Bundesbehörden übernahmen die Untersuchung des Vorfalls.
Der Zwischenfall reiht sich in eine Serie von Konflikten zwischen der Einwanderungsbehörde und der Stadtverwaltung ein. Mamdanis Forderung nach einem Ende aller ICE-Operationen in New York signalisiert eine Eskalation des Konflikts zwischen der Bundesbehörde und der Stadtregierung über die Durchsetzung von Einwanderungsgesetzen.
Citazioni salienti
Dies ist eine ungeheuerliche und unglaublich ernste Situation— Bürgermeister Zohran Mamdani
Es waren viele ICE-Beamte da, drei oder vier Autos— Augenzeuge Pedro Almarez