Christa Pike nach gescheiterter Hinrichtung: Genesung überraschend schnell

Christa Pike erlitt schwere körperliche Verletzungen bei der gescheiterten Hinrichtung, mit möglichen bleibenden Schäden an Armen und kognitiven Funktionen.
Zwei Dosen Gift, überlebt. Eine Woche später wieder auf den Beinen.
Christa Pike überlebte einen Hinrichtungsversuch in Tennessee und erholte sich schneller als erwartet, bleibt aber verwirrt und verletzt.
Mark

Wie ist es möglich, dass zwei volle Dosen Pentobarbital nicht wirken?

Mimi

Das ist genau das, was die Untersuchung klären soll. Es könnte ein Fehler bei der Verabreichung gewesen sein, oder das Gift war nicht richtig dosiert. Aber die genauen Gründe sind noch nicht öffentlich bekannt.

Luke

Und das ist wichtig zu sagen: Wir wissen nicht, was schiefgelaufen ist. Ferrell spricht von ihrer Genesung, aber er ist ihr Anwalt – er hat ein Interesse daran, dass sie lebt. Die unabhängige Untersuchung wird zeigen, ob die Ärzte tatsächlich zwei volle Dosen verabreicht haben.

Mark

Was bedeutet das für Pike rechtlich? Kann Tennessee sie einfach noch einmal hinrichten?

Mimi

Das ist die große offene Frage. Es gibt keine etablierte Rechtspraxis dafür in Amerika. Manche argumentieren, dass eine zweite Hinrichtung grausam und ungewöhnlich wäre. Andere sagen, dass das Urteil noch gültig ist.

Luke

Und das ist der Punkt: Niemand weiß es wirklich. Das Gesetz hat sich mit diesem Szenario nicht befasst. Gouverneur Lee hat die Hinrichtungen ausgesetzt, aber das ist eine vorübergehende Maßnahme, keine endgültige Antwort.

Mark

Wie schnell ist ihre Genesung wirklich?

Mimi

Eine Woche nach zwei Dosen eines Narkosemittels wieder gehen zu können – das ist tatsächlich schnell. Aber sie ist verwirrt, ihre Arme sind schwer verletzt. Das ist keine vollständige Genesung.

Luke

Und hier müssen wir vorsichtig sein: Wir wissen nur, was ihr Anwalt sagt. Wir haben keine unabhängige medizinische Bewertung ihres Zustands. Ferrell sagt, sie kann gehen – aber wie weit? Wie lange? Das ist unklar.

  • Zwei volle Dosen eines tödlichen Mittels versagten ihre Wirkung – und eine Frau, die sterben sollte, wachte wieder auf.
  • Pike liegt mit schwer verletzten Armen im Krankenhaus, verliert den Faden in Gesprächen und kämpft mit einem Geist, der noch immer im Schatten der Sedation taumelt.
  • Ob bleibende Schäden an Körper und Kognition zurückbleiben, ist offen – ihr Anwalt hofft auf weitere Besserung, schließt dauerhafte Folgen aber nicht aus.
  • Ein Gericht sicherte alle Beweise, Gouverneur Lee stoppte sämtliche weiteren Hinrichtungen bis Jahresende und ordnete eine unabhängige Untersuchung an.
  • Tennessee steht vor einer rechtlichen und moralischen Leerstelle: Das Protokoll wurde vollzogen – und hat dennoch versagt.

In Tennessee überlebte Christa Pike, seit drei Jahrzehnten zum Tode verurteilt, eine Hinrichtung mit zwei vollen Dosen Pentobarbital – ein Versagen des Staates, das nun Fragen aufwirft, auf die das Recht noch keine Antwort kennt. Eine Woche nach dem gescheiterten Vollzug kann die 50-Jährige wieder gehen, trägt aber schwere körperliche und möglicherweise bleibende geistige Schäden davon. Der Vorfall zwingt Tennessee, sich einer Frage zu stellen, die selten gestellt werden muss: Was schuldet ein Staat einem Menschen, den er zu töten versucht hat – und nicht töten konnte?

Christa Pike erhielt an einem Mittwochabend in Tennessee zwei volle Dosen Pentobarbital. Die Hinrichtung schlug fehl. Eine Woche später stand die 50-Jährige wieder auf eigenen Beinen.

Ihr Anwalt Stephen Ferrell berichtete, Pike sei zunächst bewusstlos ins Krankenhaus gebracht worden, habe aber zu Beginn der folgenden Woche das Bewusstsein wiedererlangt und begonnen zu sprechen. Die Erholung verlief überraschend schnell – doch der Zustand bleibt ernst. Pike verliert leicht den Faden in Gesprächen, und ihre Arme, schwer gezeichnet vom Hinrichtungsversuch, sind kaum noch funktionsfähig. Ob bleibende Schäden zurückbleiben, ist derzeit nicht abzusehen.

Pike war 1996 für den Mord an der 19-jährigen Colleen Slemmer verurteilt worden. 1995 hatten Pike und andere das Opfer nahe der Universität von Tennessee in Knoxville über längere Zeit gequält und schließlich getötet. Drei Jahrzehnte später sollte das Urteil vollstreckt werden – stattdessen überlebte Pike das Protokoll.

Die rechtlichen Folgen sind noch ungeklärt. Ein Gericht ordnete die Sicherung aller Beweise an. Gouverneur Bill Lee setzte alle weiteren Hinrichtungen bis zum Jahresende aus und veranlasste eine unabhängige Untersuchung. Tennessee steht nun vor einer Frage, die das System bislang nicht beantworten musste: Was geschieht mit jemandem, dessen Hinrichtung gescheitert ist?

Christa Pike erhielt zwei volle Dosen Pentobarbital an einem Mittwochabend in Tennessee. Die Hinrichtung schlug fehl. Eine Woche später konnte die 50-Jährige wieder aufstehen und ihr Krankenhauszimmer verlassen.

Nach Angaben ihres Anwalts Stephen Ferrell, der sich auf Personen bezog, die Pike besucht hatten, machte die zum Tode Verurteilte überraschend schnelle Fortschritte in ihrer Genesung. Sie war zunächst bewusstlos in ein Krankenhaus gebracht worden, kam aber bereits zu Beginn der folgenden Woche wieder zu Bewusstsein und begann zu sprechen. Doch der körperliche und geistige Zustand bleibt fragil. Pike ist noch immer verwirrt, verliert leicht den Faden bei Gesprächen. Ihre Arme, schwer verletzt durch den fehlgeschlagenen Hinrichtungsversuch, sind kaum noch zu gebrauchen.

Ob Pike bleibende Schäden davontragen wird, lässt sich derzeit nicht sagen. Ferrell rechnet damit, dass sich ihr Zustand weiter bessern wird, schließt aber dauerhafte Folgen nicht aus. Die Ärzte beobachten eine Frau, deren Körper eine tödliche Dosis Gift überlebt hat, deren Geist aber noch immer in den Nebeln der Sedation schwebt.

Pike war 1996 zum Tode verurteilt worden für den Mord an Colleen Slemmer, die damals 19 Jahre alt war. Pike selbst war 18, als sie und andere Slemmer 1995 in einem abgelegenen Gebiet nahe der Universität von Tennessee in Knoxville über längere Zeit folterten und schließlich töteten. Drei Jahrzehnte später sollte diese Strafe vollstreckt werden. Stattdessen überlebte Pike das Hinrichtungsprotokoll.

Die Konsequenzen dieser Panne sind noch unklar. Ein Gericht in Tennessee ordnete am Mittwoch an, sämtliche Beweismittel im Zusammenhang mit der gescheiterten Hinrichtung aufzubewahren. Ob der Bundesstaat einen neuen Hinrichtungstermin anstreben wird, ist bislang offen. Der republikanische Gouverneur Bill Lee setzte alle weiteren Hinrichtungen bis zum Jahresende aus und ordnete eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls an. Tennessee steht nun vor einer Frage, die es bisher nicht beantworten musste: Was geschieht mit einer Person, deren Hinrichtung fehlgeschlagen ist?

Sie sei geistig weiterhin etwas benommen und verliere leicht den Faden. Ihre Arme seien noch schwer verletzt und kaum zu gebrauchen.
— Stephen Ferrell, Anwalt von Christa Pike, gegenüber der BBC
Ferrell gehe davon aus, dass sich ihr Zustand weiter verbessern werde, könne dauerhafte Folgen aber nicht ausschließen.
— Stephen Ferrell, Anwalt von Christa Pike
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