Mindestens zwölf Tote bei erneutem Huthi-Angriff auf Riads Flughafen

Mindestens zwölf Menschen wurden getötet und über 300 verletzt, darunter Passagiere und Flughafenmitarbeiter aus mehreren Ländern.
Ich sah Verletzte direkt vor meinen Augen. Alle rannten.
Ein Augenzeuge beschreibt den Moment, als eine Rakete das Inlandsflugterminal traf.
Mark

Warum ist dieser Angriff so bedeutsam? Der Flughafen wird ja regelmäßig angegriffen.

Mimi

Weil die Zahl der Toten und Verletzten erheblich ist – zwölf Tote, über 300 Verletzte – und weil es zeigt, dass die Huthi trotz aller Abwehrmaßnahmen weiterhin eindringen können. Und diesmal waren Passagiere aus mindestens acht Ländern betroffen.

Luke

Aber wir wissen nicht sicher, dass die Huthi es waren, oder? Die Koalition sagt es, aber bestätigt haben sie es nicht selbst.

Mimi

Das stimmt. Es ist eine Vermutung von Diplomaten und der Koalition. Die Huthi haben früher solche Angriffe für sich beansprucht, aber nicht diesmal – nicht öffentlich.

Mark

Was bedeutet das für Reisende und die Wirtschaft?

Mimi

Der Flughafen wurde geschlossen, mehrere Länder warnen ihre Bürger, Fluggesellschaften streichen Verbindungen. Das trifft den Luftverkehr und damit auch Geschäftsreisende und Tourismus.

Luke

Wie lange wird die Schließung andauern? Das ist unklar, oder?

Mimi

Ja, die Behörden haben nur gesagt, es sei vorübergehend. Aber angesichts der Warnung vor weiteren Angriffen könnte es länger dauern.

Mark

Und Trump – wird er wirklich eingreifen?

Mimi

Er sagt, seine Regierung werde "sehr schnell" entscheiden. Das deutet darauf hin, dass der Druck auf die USA wächst, Saudi-Arabien zu unterstützen.

Luke

Aber das ist noch keine Zusage. "Sehr schnell entscheiden" kann auch bedeuten, nein zu sagen.

Mark

Was ist das Ziel der Huthi mit solchen Angriffen?

Mimi

Sie wollen Saudi-Arabien treffen, die Koalition unter Druck setzen und ihre Stärke demonstrieren. Der Flughafen ist ein symbolisches und wirtschaftlich wichtiges Ziel.

  • Mindestens 12 Tote, über 300 Verletzte beim Angriff auf King-Khalid-Airport
  • Opfer aus mindestens 8 Ländern: Saudi-Arabien, Bangladesch, USA, Ägypten, Jordanien, Syrien, Sudan, palästinensische Gebiete
  • Flughafen wurde bereits am Donnerstag angegriffen (3 Tote)
  • Huthi-Miliz kontrolliert Teile des Jemen und Küstenabschnitte an Bab al-Mandab
  • Trump erwägt militärische Unterstützung für Saudi-Arabien

Rakete traf Inlandsflugterminal des King-Khalid-Airports; Opfer aus mindestens acht Ländern einschließlich USA, Ägypten und Bangladesch. Huthi-Miliz verstärkt Angriffe auf Saudi-Arabien; Flughafen war bereits am Donnerstag angegriffen worden mit drei Todesfällen.

Der internationale Flughafen von Riad wurde erneut angegriffen, mindestens zwölf Menschen starben und über 300 wurden verletzt. Diplomaten verdächtigen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz aus dem Jemen.

Der internationale Flughafen von Riad verarbeitet jedes Jahr etwa 40 Millionen Passagiere. Er ist eine der wichtigsten Drehscheiben für Luftverkehr in der Region. Am Sonntag wurde er erneut beschossen. Mindestens zwölf Menschen starben, über 300 wurden verletzt. Einige der Verletzten schweben in Lebensgefahr.

Nach Angaben der saudischen Luftfahrtbehörde stammten vier der Toten aus Saudi-Arabien, zwei aus Bangladesch. Je eine Person kam aus den USA, Ägypten, Jordanien, Syrien, dem Sudan und den palästinensischen Gebieten ums Leben. Ein Augenzeuge berichtete der Nachrichtenagentur AFP, dass eine Rakete das Inlandsflugterminal traf. Er stand am Gate 403 und sah, wie das benachbarte Gate 401 getroffen wurde. "Ich sah Verletzte direkt vor meinen Augen. Alle rannten", sagte der Mann. Die Szene zeigt die Plötzlichkeit und das Chaos des Angriffs.

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition machte die Huthi-Miliz aus dem Jemen für die Attacke verantwortlich. Die Huthi werden vom Iran unterstützt. Die Koalition kündigte an, "mit Entschlossenheit" auf den Angriff zu reagieren und bezeichnete ihn als "Kriegsverbrechen". Ob die Huthi tatsächlich hinter dem Anschlag stecken, ist offiziell nicht bestätigt. Die Miliz hatte in der Vergangenheit bereits Angriffe auf den Flughafen mit ballistischen Raketen für sich beansprucht. Erst am Donnerstag, vier Tage zuvor, war derselbe Flughafen bereits angegriffen worden. Dabei starben drei saudische Staatsangehörige.

Die Folgen waren unmittelbar. Der King-Khalid-Airport wurde vorübergehend geschlossen. Die Bundesregierung riet dringend von der Nutzung des Flughafens ab. Das Auswärtige Amt warnte, dass mit weiteren Luftangriffen und Beeinträchtigungen des Flugverkehrs zu rechnen sei. Auch Spanien und Kanada warnten ihre Bürger. Die Fluggesellschaft Kuwait Airways strich zwei Flüge von und nach Riad und verwies auf die Schließung und die "Sicherheitslage" vor Ort.

Der Angriff könnte auch die amerikanische Außenpolitik verändern. US-Präsident Donald Trump sagte vor Journalisten am Weißen Haus, seine Regierung werde "sehr schnell" eine Entscheidung treffen, ob sie Saudi-Arabien im Kampf gegen die Huthi unterstützt. Nach Berichten amerikanischer Medien hatte die USA Bitten Saudi-Arabiens um militärische Hilfe bislang abgelehnt.

Der Konflikt selbst ist älter und komplexer. Saudi-Arabien führt eine Militärkoalition an, die die international anerkannte Regierung des Jemen gegen die Huthi unterstützt. Die Miliz kontrolliert seit Jahren große Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Kürzlich übernahm sie nach einer schnellen Offensive auch die Kontrolle über bedeutende Teile der Küste an der Meerenge Bab al-Mandab, einer strategisch und wirtschaftlich wichtigen Wasserstraße. Die Huthi haben ihre Angriffe auf das benachbarte Saudi-Arabien zuletzt verstärkt. Der Angriff auf den Flughafen von Riad ist Teil einer Serie von Attacken, die zeigen, wie weit die Reichweite der Miliz inzwischen reicht und wie verwundbar selbst große, zentrale Infrastruktur in der Region ist.

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition bezeichnete den Angriff als Kriegsverbrechen und kündigte an, mit Entschlossenheit zu reagieren.
— Saudische Militärkoalition
Die Bundesregierung riet dringend von der Nutzung des Flughafens ab und warnte vor weiteren Luftangriffen.
— Deutsches Auswärtiges Amt
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