ICE-Beamter schießt in New York auf Mann – Bürgermeister fordert Ende der Einsätze

Ein Mann wurde durch Schüsse verletzt; ein fünfjähriges Kind war im Auto anwesend und erlitt körperliche Verletzungen.
Nichts ließ vernünftigerweise darauf schließen, dass es sich um Polizeibeamte handelte
Bürgermeister Mamdani kritisiert, dass die Einsatzkräfte ihre Identität nicht deutlich gemacht hätten.
Mark

Was genau ist in der Bronx passiert, und warum ist das so wichtig?

Mimi

Ein ICE-Beamter schoss auf einen Mann ohne gültige Papiere und verletzte ihn. Ein fünfjähriges Kind saß im Auto. Der Bürgermeister sagt, die Beamten hätten sich nicht als Polizisten zu erkennen gegeben – Masken, verdeckte Gesichter – und dann einfach geschossen.

Luke

Aber wir wissen nicht, warum der Beamte schoss. Das Ministerium sagt, es war ein gezielter Einsatz gegen einen Mann mit Vorstrafen, aber die genauen Umstände bleiben unklar. Das ist ein wichtiger Unterschied.

Mark

Der Bürgermeister fordert ein Ende aller ICE-Einsätze in New York. Ist das eine isolierte Forderung oder Teil einer größeren Bewegung?

Mimi

Es ist Teil einer größeren Bewegung. Seit Trump im Amt ist, haben ICE-Beamte auf mindestens 21 Menschen geschossen und sieben getötet. Im Januar wurden zwei Menschen in Minnesota erschossen – eine unbewaffnete Autofahrerin und ein US-Bürger.

Luke

Das sind beachtliche Zahlen, aber wir sollten fragen: Sind das alle Schusswaffeneinsätze der ICE, oder nur die, die bekannt wurden? Und wie viele dieser Einsätze endeten ohne Schüsse? Die Kontextualisierung fehlt.

Mark

Was sagt die Regierung zu diesen Vorwürfen?

Mimi

Das Ministerium sagt, der Mann war mehrfach vorbestraft – Körperverletzung, Raub, Drogen- und Waffenbesitz. Sie rechtfertigen den Einsatz als gezielt und notwendig.

Luke

Aber das erklärt nicht, warum geschossen wurde. Vorstrafen rechtfertigen nicht automatisch Schusswaffeneinsatz. Das ist ein Unterschied zwischen Begründung und Rechtfertigung.

Mark

Wie reagieren die Menschen vor Ort?

Mimi

Am Abend versammelten sich Menschen am Ort des Geschehens und protestierten. Ein Restaurantbesitzer berichtete von drei oder vier ICE-Autos. Aktivisten sprechen von "ungezügelter Gewalt" in ihren Gemeinden.

Luke

Das zeigt echte Angst und Wut. Aber wir sollten auch fragen: Wie viele Menschen waren das? Was genau forderten sie? Die Details der Proteste sind dünn.

  • ICE-Beamter schoss am Donnerstag gegen 16 Uhr im Stadtteil Marble Hill in der Bronx auf einen Mann
  • Ein fünfjähriges Kind saß im Auto und blieb körperlich unverletzt
  • Der Mann ist aus der Dominikanischen Republik und hielt sich ohne gültige Papiere in den USA auf
  • Seit Trumps Amtsantritt haben ICE-Beamte auf mindestens 21 Menschen geschossen und sieben getötet
  • Im Januar 2026 wurden in Minnesota zwei Menschen durch ICE-Schusswaffeneinsätze getötet

ICE-Beamte führten einen gezielten Einsatz durch und schossen auf einen Mann ohne gültige Papiere; das Kind blieb körperlich unverletzt. Bürgermeister Mamdani kritisiert das Vorgehen scharf und wirft den Beamten vor, sich nicht als Polizisten zu erkennen gegeben zu haben.

Ein ICE-Beamter schoss in der Bronx auf einen Mann und verletzte ihn; ein fünfjähriges Kind saß im Auto. New Yorks Bürgermeister fordert Ende aller ICE-Einsätze in der Stadt.

Am Donnerstagnachmittag gegen 16 Uhr schoss ein Beamter der US-Einwanderungsbehörde ICE im New Yorker Stadtteil Marble Hill in der Bronx auf einen Mann und verletzte ihn. Im Auto des Mannes saß ein fünfjähriges Kind, das nach bisherigen Erkenntnissen körperlich unverletzt blieb. Das US-Heimatschutzministerium bestätigte, dass der Mann am Leben ist und in einem örtlichen Krankenhaus behandelt wird. ICE-Beamte leisteten unmittelbar nach den Schüssen Erste Hilfe. Die genauen Umstände, die zum Schusswaffeneinsatz führten, blieben zunächst unklar.

Nach Angaben des Ministeriums handelte es sich um einen gezielten Einsatz zur Festnahme eines Mannes aus der Dominikanischen Republik, der sich ohne gültige Papiere in den USA aufhält. Die Behörde führte eine lange Liste von Vorstrafen an: schwere Körperverletzung, Raub, Drogen- und Waffenbesitz sowie schwerer Diebstahl.

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani reagierte mit scharfer Kritik. Nach seinen Informationen hätten die Einsatzkräfte das Auto des Mannes umringt und dann mehrere Schüsse abgegeben. Die Beamten hätten Bauwesten und Masken getragen, die ihre Gesichter verdeckten. "Nichts ließ vernünftigerweise darauf schließen, dass es sich um Polizeibeamte handelte", erklärte Mamdani. Er bezeichnete den Vorfall als "nicht zu rechtfertigen und außerordentlich ernst" und kündigte an, US-Präsident Donald Trump anrufen zu wollen, um die Einstellung sämtlicher ICE-Einsätze in New York zu fordern. "Ich werde nicht tatenlos zusehen, wie ICE-Beamte unsere Gemeinden terrorisieren", sagte Mamdani und endete seine Stellungnahme mit der Forderung "Schafft ICE ab". Auch Gouverneurin Kathy Hochul verlangte eine "vollständige und transparente Darstellung der Umstände dieses Vorfalls" von den Bundesbehörden.

Augenzeugen bestätigten die Intensität des Einsatzes. Der Restaurantbesitzer Pedro Almarez berichtete, er habe Schüsse gehört und sei daraufhin nach draußen gegangen. "Es waren viele ICE-Beamte da, drei oder vier Autos", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Am Abend versammelten sich mehrere Menschen am Ort des Geschehens, um gegen den Einsatz zu protestieren. Murad Awawdeh von der New York Immigration Coalition beschrieb den Vorfall als "eine weitere Erinnerung an die ungezügelte, grassierende Gewalt, die die ICE in unseren Gemeinden verbreitet". Die New Yorker Polizei bestätigte, dass städtische Polizisten nicht an den Schüssen beteiligt waren. Bundesbehörden nahmen Ermittlungen auf.

Dieser Vorfall reiht sich in ein besorgniserregendes Muster ein. Seit Präsident Trump sein Amt angetreten hat, haben Bundesbeamte der Einwanderungsbehörde auf mindestens 21 Menschen geschossen und dabei sieben getötet. Besonders große Empörung lösten zwei tödliche Schusswaffeneinsätze im Januar im Bundesstaat Minnesota aus. In Minneapolis erschossen Bundesbeamte die unbewaffnete Autofahrerin Renee Good. Wenig später wurde der US-Bürger Alex Pretti am Rande einer Abschieberazzia von Einsatzkräften erschossen. Diese Todesfälle führten landesweit zu Protesten gegen die Einwanderungspolitik der Regierung.

Trumps Regierung verfolgt einen harten Kurs gegen Migranten und setzt auf Massenabschiebungen. Tausende Menschen wurden bereits inhaftiert. Die ICE führt Razzien durch und nimmt Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus fest. Kritiker werfen der Regierung vor, mit ihrem verschärften Abschiebekurs gewaltsame Konfrontationen zu begünstigen. Sie beschuldigen die Regierung zudem, eine strafrechtliche Aufarbeitung des Vorgehens der beteiligten Beamten zu behindern. Der Vorfall in der Bronx verstärkt diese Debatten und dürfte weitere Forderungen nach einer Überprüfung der ICE-Taktiken auslösen.

Ich werde nicht tatenlos zusehen, wie ICE-Beamte unsere Gemeinden terrorisieren
— Bürgermeister Zohran Mamdani
Es waren viele ICE-Beamte da, drei oder vier Autos
— Augenzeuge Pedro Almarez, Restaurantbesitzer
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