In der Nachspielzeit eines Bundesliga-Freitagsspiels vollzog sich in Dortmund ein kleines Drama der Fußballgeschichte: Niclas Füllkrug, einst selbst Borusse, rettete Werder Bremen mit dem Ausgleich zum 2:2 und beraubte seinen früheren Verein damit der makellosen Bilanz. Was wie ein sicherer Heimsieg aussah, wurde zur Mahnung, dass im Sport kein Vorsprung heilig ist – und dass die Vergangenheit eines Spielers ihn auf unerwartete Weise einholen kann.
Füllkrug schockt Dortmund: Werder rettet sich in der Nachspielzeit zum 2:2
Der Ex-Borusse hatte den perfekten Moment gefunden
Wie konnte Dortmund ein 2:0 noch aus der Hand geben? Das ist doch in der 85. Minute praktisch gewonnen.
Das ist der Punkt – Bremen hat nie aufgegeben. Nach dem 2:1 war plötzlich wieder Energie im Spiel, und Dortmund hat nicht mehr richtig zugepackt. Füllkrug war zur Stelle.
Aber was genau ist in der Nachspielzeit passiert? Der Bericht sagt, Füllkrug nutzte einen Fehler aus – welcher Fehler war das konkret?
Das wird nicht ganz klar gemacht. Es heißt nur, dass er den Moment nutzte. Vielleicht ein Ballverlust in der Abwehr, aber die genaue Situation wird nicht beschrieben.
Und Schlotterbeck – der hatte ja auch diesen disallowed goal kurz vorher. Wie sehr hat das die Dortmunder psychologisch belastet?
Das ist spekulativ, aber es könnte eine Rolle gespielt haben. Ein Tor, das zurückgenommen wird, kann an den Nerven zehren. Danach kamen die echten Tore, aber dann auch der Ausgleich.
Interessant ist auch: Werder stand die ganze Zeit tief. Das ist eine klassische Strategie gegen ein überlegenes Team. Und sie ist aufgegangen – nicht wegen überlegener Spielweise, sondern weil Dortmund am Ende nicht konzentriert genug war.
Genau. Und Füllkrug als Ex-Dortmunder – das ist natürlich eine Geschichte. Aber die Realität ist: Werder hat eine Chance genutzt, Dortmund hat sie nicht genutzt.
Was bedeutet das für die kommenden Wochen? Verlieren sie jetzt die Tabellenführung?
Das hängt davon ab, wie andere Teams spielen. Aber ja, mit nur einem Punkt aus fünf Spielen ist die Führung weg. Und dann kommen noch sechs Spiele im Oktober – das wird eng.
El Pulso
- Dortmund führte nach Toren von Svensson und Schlotterbeck mit 2:0 und schien den fünften Sieg in Folge sicher in der Tasche zu haben.
- Innerhalb von nur zehn Minuten brach die vermeintlich sichere Führung zusammen – Reis traf zum 2:1, und die Spannung kehrte mit voller Wucht zurück.
- Ausgerechnet Niclas Füllkrug, der frühere Dortmunder Stürmer, nutzte einen Fehler der Hausherren eiskalt aus und erzielte in der zweiten Minute der Nachspielzeit den 2:2-Ausgleich.
- Der BVB verliert erstmals Punkte in dieser Saison und muss die Tabellenführung abgeben – ausgerechnet vor einem Oktober mit sechs weiteren Pflichtspielen in drei Wettbewerben.
In der Nachspielzeit eines Bundesliga-Freitagsspiels vollzog sich in Dortmund ein kleines Drama der Fußballgeschichte: Niclas Füllkrug, einst selbst Borusse, rettete Werder Bremen mit dem Ausgleich zum 2:2 und beraubte seinen früheren Verein damit der makellosen Bilanz. Was wie ein sicherer Heimsieg aussah, wurde zur Mahnung, dass im Sport kein Vorsprung heilig ist – und dass die Vergangenheit eines Spielers ihn auf unerwartete Weise einholen kann.
Das Westfalenstadion war ausverkauft, als Borussia Dortmund mit vier Siegen aus vier Spielen und der Tabellenführung im Rücken auf Werder Bremen traf. Doch der Freitagabend sollte eine unerwartete Wendung nehmen – und ausgerechnet durch einen Mann, der das Schwarz-Gelb einst selbst getragen hatte.
Die erste Halbzeit verlief zäh. Beide Teams brauchten nach der Länderspielpause Zeit, um in Tritt zu kommen. Dortmund hatte mehr Ballbesitz, Werder lauerte auf Konter. Chancen waren rar – Guirassy per Kopf, Sabitzer per Freistoß, Beier aus spitzem Winkel – doch Keeper Hein hielt alles. Es ging torlos in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie lebhafter. Füllkrug scheiterte an Kobel, Nwaneri traf per Fallrückzieher – doch das Tor wurde wegen eines Fouls von Schlotterbeck aberkannt. Zehn Minuten vor Schluss schien Dortmund das Spiel dann doch zu entscheiden: Svensson traf zum 1:0 (80.), Schlotterbeck köpfte zum 2:0 (85.). Der Sieg schien sicher.
Doch dann schlug Werder zurück. Reis verkürzte auf 2:1 (88.), und in der zweiten Minute der Nachspielzeit vollendete Niclas Füllkrug einen Konter zum 2:2 – kalt, präzise, unausweichlich. Der Ex-Borusse hatte seinem früheren Verein den ersten Punktverlust der Saison beschert.
Für den BVB beginnen nun harte Wochen: Sechs weitere Partien im Oktober, Reisen nach Aserbaidschan und Norwegen, Aufgaben in Champions League, DFB-Pokal und Bundesliga. Die Tabellenführung ist weg – und die Frage, wie schnell sich die Mannschaft von diesem Abend erholt, bleibt offen.
Das Stadion in Dortmund war bis auf den letzten Platz gefüllt, als die beiden Traditionsclubs aufeinandertreffen sollten. Es war der Auftakt zum fünften Spieltag der Bundesliga, und Borussia Dortmund kam mit einer makellosen Bilanz: vier Siege aus vier Spielen, die Tabellenführung fest in der Hand. Doch an diesem Freitag sollte sich das ändern – und ausgerechnet durch einen Mann, der selbst einmal für Dortmund spielte.
Die erste Halbzeit verlief zäh. Nach der knapp dreiwöchigen Länderspielpause brauchten beide Mannschaften Zeit, um in Rhythmus zu kommen. Dortmund dominierte den Ball, spielte mit viel Ballbesitz gegen ein tief stehendes Werder Bremen, kam aber lange nicht zu gefährlichen Momenten. Die erste halbe Stunde verging, ohne dass eine der beiden Mannschaften einen Schuss aufs Tor abgab. Erst nach einer Ecke versuchte es Serhou Guirassy per Kopfball (32. Minute), doch Werders Torwart Karl Hein parierte problemlos. Auf der anderen Seite zeigte sich Bremen durch schnelle Gegenstöße, besonders durch den früheren Dortmunder Niclas Füllkrug, aber auch hier fehlte die Durchschlagskraft. Ludovit Reis schoss aus halbrechter Position knapp vorbei (37.), Marcel Sabitzer versuchte es mit einem Freistoß aus etwa 30 Metern (38.), und Maximilian Beier hatte eine Chance aus spitzem Winkel, die Hein stark parierte (43.). Zum Ende des ersten Durchgangs nahm die Partie etwas an Fahrt auf, aber es ging torlos in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel wurde Dortmund sofort gefährlicher. Nico Schlotterbeck, der rechtzeitig von einer Nationalmannschaftsverletzung genesen war, prüfte Hein aus der Distanz (47.), kurz darauf versuchte es auch Ethan Nwaneri. Dann passierte fast das Unerwartete: Füllkrug setzte sich im Duell durch und schoss, doch Gregor Kobel rettete in höchster Not mit dem Fuß (54.). Der Schock trieb Dortmund an. Nwaneri hatte mehrere Chancen, Hein parierte herausragend. Nach einer Ecke klärte Werder in höchster Not auf der Linie, den zweiten Ball brachte Nwaneri per Fallrückzieher ins Tor (62.), doch Schiedsrichter Christian Dingert nahm das Tor zurück – Schlotterbeck hatte gefoult.
Zehn Minuten vor dem Ende platzte dann der Knoten. Nach einem Ballgewinn von Beier tauchte Daniel Svensson frei vor dem Bremer Tor auf und erzielte die 1:0-Führung (80.). Nur fünf Minuten später köpfte Schlotterbeck am zweiten Pfosten zum 2:0 ein (85.). Dortmund schien das Spiel unter Kontrolle zu haben. Doch Ludovit Reis verkürzte zum 2:1 (88.), und plötzlich hatte Bremen wieder Hoffnung. In der 90. Minute plus zwei Sekunden war es dann so weit: Niclas Füllkrug erzielte den Ausgleich zum 2:2. Der Ex-Borusse hatte den perfekten Moment gefunden, um seinem früheren Verein den ersten Punktverlust der Saison zu bescheren.
Für Dortmund beginnen nun anstrengende Wochen. Im Oktober stehen noch sechs weitere Partien auf dem Programm – in der Champions League, dem DFB-Pokal und der Bundesliga. Der BVB muss unter anderem nach Aserbaidschan und Norwegen reisen. Die Tabellenführung ist weg, und die Frage ist nun, wie schnell die Mannschaft sich von diesem Schock erholt.
Citas Notables
Dortmund muss seinen ersten Punktverlust nach vier Siegen in den ersten vier Spielen verkraften— Spielbericht