In den Kellern russischer Gefangenenlager entsteht eine neue Form des Krieges: Ukrainische Soldaten, unter Folter und psychischem Druck gebrochen, werden als vermeintliche 'Freiwillige' in russische Militärformationen eingegliedert. Was Moskau als Propaganda-Beweis für innere Spaltung der Ukraine inszeniert, offenbart bei näherer Betrachtung das alte, bittere Gesicht des Zwangs – und stellt die Frage, wo unter extremem Leid die Grenze zwischen Kapitulation und Überleben verläuft.
"Ukrainische Freiwillige" zur Propaganda in Russlands Armee?
Russland stellt aus Ukrainern Einheiten auf, die als "Freiwillige" bezeichnet w…
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"Ukrainische Freiwillige" zur Propaganda in Russlands Armee?.
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Russland stellt aus Ukrainern Einheiten auf, die als "Freiwillige" bezeichnet werden. Unter ihnen befinden sich auch Kriegsgefangene. Wie werden sie rekrutiert und welche Rolle spielen diese Formatio…
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O Pulso
- Über 95 Prozent der ukrainischen Kriegsgefangenen berichten von systematischer Folter, Elektroschocks und psychischer Gewalt – ein Klima, das jede Rede von 'Freiwilligkeit' zur Farce macht.
- Das Maksym-Krywonis-Bataillon, rund 200 Mann stark, wird von russischen Offizieren kontrolliert und dient Moskau als lebendiges Propagandainstrument gegen die Ukraine.
- Russland nutzt diese Formationen gezielt als Gegenantwort auf ukrainische Einheiten, die aus russischen Überläufern bestehen – ein symbolischer Schachzug im Informationskrieg.
- Der 25-jährige Oberleutnant Pawlo Olijnyk steht exemplarisch für viele: Er schloss sich dem Feind an, nicht aus Überzeugung, sondern um der Gefangenschaft zu entkommen.
- Die Ukraine verfolgt Mitglieder dieser Formationen strafrechtlich, während die internationale Gemeinschaft ringt, Zwang von echter Kollaboration zu unterscheiden.
In den Kellern russischer Gefangenenlager entsteht eine neue Form des Krieges: Ukrainische Soldaten, unter Folter und psychischem Druck gebrochen, werden als vermeintliche 'Freiwillige' in russische Militärformationen eingegliedert. Was Moskau als Propaganda-Beweis für innere Spaltung der Ukraine inszeniert, offenbart bei näherer Betrachtung das alte, bittere Gesicht des Zwangs – und stellt die Frage, wo unter extremem Leid die Grenze zwischen Kapitulation und Überleben verläuft.
Russland baut Einheiten aus ukrainischen Kriegsgefangenen auf und bezeichnet diese Männer öffentlich als 'Freiwillige'. Doch hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich eine weitaus dunklere Realität: Mehr als 95 Prozent der Gefangenen berichten von Folter, Elektroschocks und systematischer psychischer Gewalt in russischer Haft – Bedingungen, unter denen das Konzept der freien Entscheidung seine Bedeutung verliert.
Das bekannteste dieser Gebilde ist das Maksym-Krywonis-Bataillon mit etwa 200 Soldaten. Es steht unter russischer Kontrolle und Aufsicht und dient Moskau vor allem als Propagandawerkzeug: ein vermeintlicher Beweis, dass Ukrainer bereit seien, gegen ihr eigenes Land zu kämpfen. Tatsächlich ist die Formation Russlands Antwort auf ukrainische Einheiten, die aus russischen Überläufern und Deserteuren bestehen.
Der Fall des 25-jährigen Oberleutnants Pawlo Olijnyk beleuchtet das menschliche Dilemma hinter den Schlagzeilen. Im Oktober 2024 im Donbass gefangen genommen, schloss er sich nach eigenen Angaben den russischen Kräften an – nicht aus Überzeugung, sondern als Ausweg aus der Gefangenschaft. Sein Zeugnis steht für viele, die zwischen Überleben und Verrat keine klare Grenze mehr ziehen konnten.
Die Ukraine reagiert mit strafrechtlicher Verfolgung der Bataillonsmitglieder. Doch die entscheidende Frage bleibt offen: Wie lässt sich unter extremem Zwang echte Freiwilligkeit von erzwungener Einwilligung unterscheiden – und wer trägt die moralische wie juristische Verantwortung für das, was in diesen Lagern geschieht?
A story is developing around "Ukrainische Freiwillige" zur Propaganda in Russlands Armee?. Russland stellt aus Ukrainern Einheiten auf, die als "Freiwillige" bezeichnet werden. Unter ihnen befinden sich auch Kriegsgefangene. Wie werden sie rekrutiert und welche Rolle spielen diese Formationen im Krieg?
Er schloss sich der Armee des Feindes an, um der russischen Gefangenschaft zu entkommen. Das beteuert der 25-jährige ukrainische Oberleutnant Pawlo Olijnyk. Bevor er im Oktober 2024 im Donbass von Russland gefangen genommen wurde, hatte er…
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