Über Riad leuchtete der Abendhimmel erneut im Schein von Detonationen auf — ein stilles Zeugnis dafür, wie weit der Krieg im Jemen seine Schatten wirft. Die Huthi-Miliz feuerte eine ballistische Rakete auf die saudi-arabische Hauptstadt ab; die Koalition erklärte, sie abgefangen zu haben, doch die Erschütterungen, die durch die Stadt hallten, erinnerten die Bewohner daran, dass Abwehr und Zerstörung oft kaum zu unterscheiden sind. Mit mindestens 18 Toten und einem lahmgelegten Flughafen ist dieser Konflikt längst kein ferner Krieg mehr, sondern eine Wirklichkeit, die mitten im Alltag einer Mil
Riad erneut von Explosionen erschüttert – Huthi-Rakete abgeschossen
Weg von Fenstern und Türen, ruhig verhalten
Warum intensivieren die Huthis gerade jetzt ihre Angriffe auf Riad? Was hat sich geändert?
Das wird in der Meldung nicht erklärt. Wir wissen, dass die Anschläge in den vergangenen Tagen zugenommen haben, aber die Gründe — politische Entwicklungen, militärische Verschiebungen, Verhandlungen — bleiben offen.
Genau. Und wir sollten auch festhalten: Die Koalition sagt, sie habe die Rakete abgefangen. Das ist ihre Version. Unabhängig bestätigt ist das nicht.
Die 18 Toten — sind das nur Flughafenarbeiter, oder auch Passagiere, Zivilisten in der Stadt?
Die Quelle sagt nur, dass 18 Menschen bei Angriffen auf den Flughafen getötet wurden. Bei dem Samstag-Angriff waren es 13 Tote und über 300 Verletzte. Aber wer genau diese Menschen waren, wird nicht gesagt.
Das ist ein wichtiger Unterschied. "Bei Angriffen auf den Flughafen" könnte bedeuten, dass sie am Flughafen waren — aber es könnte auch bedeuten, dass die Raketen in der Nähe einschlugen und Zivilisten in der Umgebung trafen.
Wie lange wird der Flughafen wirklich geschlossen bleiben?
Offiziell bis Samstagabend. Aber "Vorsichtsmaßnahmen" ist vage. Es könnte länger dauern, wenn weitere Anschläge kommen oder wenn die Reparaturen komplizierter sind als erwartet.
Und wir wissen nicht, ob Samstagabend realistisch ist oder nur eine hoffnungsvolle Aussage. Die Behörden haben ein Interesse daran, Normalität zu signalisieren.
Il Polso
- Die Huthi-Miliz hat ihre Angriffe auf Riad in den vergangenen Tagen drastisch intensiviert und nimmt dabei gezielt den internationalen Flughafen ins Visier.
- Ein einziger Angriff am Samstag kostete 13 Menschen das Leben und verletzte mehr als 300 weitere — die Gesamtzahl der Todesopfer dieser Angriffswelle stieg auf mindestens 18.
- Die Behörden warnten die Bevölkerung per Textnachricht vor dem herannahenden Angriff und riefen zur Deckung auf, während Detonationen den Abendhimmel zerrissen.
- Der Flughafen wurde vollständig gesperrt, internationale Airlines wie Gulf Air und die Lufthansa Group setzten ihre Verbindungen aus — Tausende Passagiere sitzen fest.
- Die saudi-arabische Koalition behauptet, die Rakete abgefangen zu haben, doch ob die Explosionen Abwehrtrümmer oder Einschläge waren, bleibt für die Stadtbewohner eine beunruhigende Ungewissheit.
Über Riad leuchtete der Abendhimmel erneut im Schein von Detonationen auf — ein stilles Zeugnis dafür, wie weit der Krieg im Jemen seine Schatten wirft. Die Huthi-Miliz feuerte eine ballistische Rakete auf die saudi-arabische Hauptstadt ab; die Koalition erklärte, sie abgefangen zu haben, doch die Erschütterungen, die durch die Stadt hallten, erinnerten die Bewohner daran, dass Abwehr und Zerstörung oft kaum zu unterscheiden sind. Mit mindestens 18 Toten und einem lahmgelegten Flughafen ist dieser Konflikt längst kein ferner Krieg mehr, sondern eine Wirklichkeit, die mitten im Alltag einer Millionenstadt angekommen ist.
Am Abend zerrissen mehrere starke Detonationen die Stille über Riad. Kurz zuvor hatten die Behörden die Bevölkerung per Textnachricht gewarnt: Eine feindliche Bedrohung aus der Luft sei im Anflug. Die Anweisung war klar — drinnen bleiben, Fenster meiden, ruhig bleiben.
Koalitionssprecher Turki al-Maliki erklärte, die Huthi-Miliz habe eine ballistische Rakete auf die Hauptstadt abgefeuert, die abgefangen und zerstört worden sei. Die Explosionen, die Riad erschütterten, seien demnach Folge der Abwehrmaßnahmen — oder herabfallende Trümmer. Für die Bewohner war der Unterschied kaum spürbar.
Es war nicht das erste Mal. Die Huthis hatten ihre Angriffe auf Riad in den vergangenen Tagen deutlich verschärft, mit besonderem Fokus auf den internationalen Flughafen. Die Bilanz: mindestens 18 Tote. Allein am Samstag kamen bei einem Angriff 13 Menschen ums Leben, über 300 wurden verletzt.
Der Flughafen wurde daraufhin gesperrt — offiziell aus Vorsichtsgründen, bis Sicherheitsmaßnahmen abgeschlossen seien. Gulf Air und die Airlines der Lufthansa Group setzten ihre Verbindungen aus. Tausende Passagiere saßen fest. Der Krieg im Jemen hatte die Verkehrsadern einer Millionenstadt zum Stillstand gebracht.
Am Abend wurde Riads Himmel erneut von mehreren starken Detonationen aufgerissen. Kurz zuvor hatten die Behörden die Bewohner der saudi-arabischen Hauptstadt per Textnachricht gewarnt: eine "feindliche Bedrohung aus der Luft" sei im Anflug. Die Anweisung war unmissverständlich — drinnen bleiben, weg von Fenstern und Türen, ruhig verhalten.
Nach Angaben des Sprechers der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition, Turki al-Maliki, hatte die jemenitische Huthi-Miliz eine ballistische Rakete auf die Stadt abgefeuert. Die Koalition erklärte, das Geschoss abgefangen und zerstört zu haben. Die Explosionen, die Riad erschütterten, waren demnach das Ergebnis dieser Abwehrmaßnahmen — oder möglicherweise Trümmerteile, die auf die Stadt herabfielen.
Diese Nacht war nicht die erste. In den vergangenen Tagen hatten die Huthis ihre Anschläge auf Riad deutlich intensiviert, wobei sie den internationalen Flughafen der Hauptstadt besonders ins Visier nahmen. Die Bilanz dieser Angriffswelle war verheerend: mindestens 18 Menschen waren bereits getötet worden. Ein einzelner Angriff am Samstag war besonders tödlich gewesen — 13 Tote und mehr als 300 Verletzte an einem Tag.
Der Flughafen, eine der wichtigsten Verkehrsadern des Landes, war daraufhin lahmgelegt worden. Die Behörden kündigten an, dass der Flugstopp bis Samstagabend andauern würde. Offiziell sprach man von "Vorsichtsmaßnahmen". Die saudische Behörde für zivile Luftfahrt erklärte, man müsse noch Sicherheitsmaßnahmen abschließen, bevor der Betrieb wieder aufgenommen werden könne. Die Botschaft war klar: Der Flughafen war nicht sicher.
International bekamen die Anschläge schnell Auswirkungen. Die bahrainische Fluggesellschaft Gulf Air setzte ihre Verbindungen nach Riad aus. Auch die Airlines der Lufthansa Group zogen ihre Flüge zurück. Tausende von Passagieren saßen fest oder mussten ihre Reisen absagen. Die Huthi-Anschläge hatten nicht nur Tote und Verletzte gebracht — sie hatten auch die Verkehrsanbindung einer Millionenstadt unterbrochen.
Citazioni salienti
Bitte bleiben Sie ruhig, halten Sie sich in Innenräumen oder an einem sicheren Ort abseits von Fenstern und Türen auf— Behördliche Warnung an Riads Bewohner
Die Rakete sei abgefangen und zerstört worden— Koalitionssprecher Turki al-Maliki