In einer Musiklandschaft, die oft dem Neuen huldigt, erinnert Peter Maffay mit seinem 22. Nummer-eins-Album daran, dass Beständigkeit eine eigene Form von Größe ist. Der 77-jährige Siebenbürger Sachse, der einst als Einwanderer nach Deutschland kam, hat mit »Nashville« – aufgenommen gemeinsam mit Johannes Oerding in der amerikanischen Country-Metropole – einen Rekord gesetzt, den vor ihm kein anderer deutscher Künstler erreicht hat. Es ist eine stille Botschaft an die Zeit: Wer seiner Leidenschaft treu bleibt, kann Generationen überdauern.
Peter Maffay knackt Rekord: »Nashville« ist sein 22. Nummer-eins-Album
Wir wussten nur, dass wir große Lust darauf hatten, zusammen Musik zu machen
Was bedeutet dieser Rekord eigentlich für die deutsche Musikgeschichte? 22 Nummer-eins-Alben – das ist eine unglaubliche Zahl.
Es zeigt, dass Maffay über Jahrzehnte hinweg relevant geblieben ist. Das ist nicht selbstverständlich. Die meisten Künstler haben vielleicht zwei, drei große Erfolge, dann ist Schluss. Bei Maffay ist es anders.
Aber wir sollten unterscheiden: Das ist ein Rekord in Deutschland. Weltweit gibt es Künstler mit deutlich mehr Nummer-eins-Alben. Das ist wichtig zu sagen.
Stimmt. Aber warum funktioniert das bei Maffay immer noch? Was macht ihn so besonders?
Er hat sich nicht festgelegt. Er hat experimentiert – mit Rap, mit Kindermusicals, mit verschiedenen Genres. Und jetzt, mit 77 Jahren, macht er Country-Rock mit Johannes Oerding. Das ist nicht die Musik eines Künstlers, der sich ausruht.
Die Frage ist auch: Wer kauft diese Alben? Sind es die gleichen Fans seit 55 Jahren, oder hat er neue Hörer gewonnen? Das wissen wir aus dem Material nicht.
Das ist ein guter Punkt. Aber das Album ist in Nashville aufgenommen worden – das ist doch ein Statement, oder?
Absolut. Es zeigt, dass er sich nicht in Deutschland versteckt. Er geht dorthin, wo die Musik lebt, die ihn interessiert. Das ist Handwerk, nicht Nostalgie.
Wobei wir auch sagen müssen: Wir haben nur Maffays eigene Aussage dazu, wie überraschend dieser Erfolg für ihn war. Das ist authentisch, aber es ist auch Marketing. Das ist nicht kritisch gemeint – es ist einfach die Realität von Künstleraussagen.
Bleibt die Frage: Wie lange kann das noch so weitergehen?
Das weiß niemand. Aber mit 77 Jahren noch Nummer eins zu erreichen – das ist selten genug, dass es bemerkenswert bleibt.
Der Puls
- Mit 77 Jahren und über fünf Jahrzehnten Karriere stürmt Maffay erneut an die Chartspitze – ein Rekord, der die deutsche Musikgeschichte neu schreibt.
- Das Album »Nashville« entstand als Wagnis: Maffay und Oerding reisten in die amerikanische Country-Hochburg, ohne zu wissen, wohin das gemeinsame Experiment führen würde.
- Blues, Country-Rock und handwerklich erzählte Geschichten – der Sound des Albums bricht mit dem Mainstream und setzt dennoch auf Resonanz beim breiten Publikum.
- Mit 50 Millionen verkauften Tonträgern und Werken wie »Tabaluga« hat Maffay längst Legendenstatus – doch dieser 22. Nummer-eins-Erfolg beweist, dass er noch immer lebendig und relevant ist.
- In einer Chartwoche zwischen Danger Dan, den Beatles und Taylor Swift ist es ausgerechnet ein 77-Jähriger, der die Schlagzeilen dominiert.
In einer Musiklandschaft, die oft dem Neuen huldigt, erinnert Peter Maffay mit seinem 22. Nummer-eins-Album daran, dass Beständigkeit eine eigene Form von Größe ist. Der 77-jährige Siebenbürger Sachse, der einst als Einwanderer nach Deutschland kam, hat mit »Nashville« – aufgenommen gemeinsam mit Johannes Oerding in der amerikanischen Country-Metropole – einen Rekord gesetzt, den vor ihm kein anderer deutscher Künstler erreicht hat. Es ist eine stille Botschaft an die Zeit: Wer seiner Leidenschaft treu bleibt, kann Generationen überdauern.
Peter Maffay hat einen Rekord aufgestellt, der in der deutschen Musikgeschichte seinesgleichen sucht: »Nashville«, sein gemeinsames Album mit Johannes Oerding, ist sein 22. Nummer-eins-Album – mehr als je ein anderer deutscher Künstler erreicht hat. Seit dem 2. Oktober im Handel, markiert es einen weiteren Meilenstein in einer Karriere, die seit über fünf Jahrzehnten andauert.
Die Aufnahmen entstanden in Nashville, der amerikanischen Hochburg der Country-Musik, und tragen deren charakteristischen Geist: Blues, Country-Rock, handgemachte Musik, die Geschichten erzählt. Für Maffay war das Projekt ein bewusstes Aufbrechen ins Unbekannte. »Wir wussten nicht, wo uns dieses gemeinsame Projekt hinführen würde«, sagte er – »wir wussten nur, dass wir große Lust darauf hatten.«
1949 in Kronstadt, dem heutigen Brașov in Rumänien, geboren, wanderte Maffay 1963 mit seiner Familie nach Deutschland aus. Er gilt als der wohl berühmteste lebende Siebenbürger Sachse. Mit über 50 Millionen verkauften Tonträgern, ausverkauften Hallen und Generationen prägenden Werken wie dem Kindermusical »Tabaluga« hat er sich tief in die deutsche Kulturgeschichte eingeschrieben.
Dieser 22. Nummer-eins-Erfolg ist mehr als eine persönliche Bestmarke – er ist ein Beweis dafür, dass Langlebigkeit in der Musik nicht nur möglich ist, sondern auch belohnt werden kann. In einer Chartwoche, die Danger Dan, die Beatles und Taylor Swift vereint, ist es Maffays Name, der die Schlagzeilen dominiert.
Peter Maffay hat es geschafft, was vor ihm kein deutscher Künstler erreicht hat: Mit seinem Album »Nashville« klettert der 77-Jährige zum 22. Mal auf Platz eins der deutschen Charts. Das Album, das er zusammen mit dem 44-jährigen Johannes Oerding aufgenommen hat, ist seit dem 2. Oktober im Handel und markiert einen Meilenstein in einer Karriere, die bereits mehr als fünf Jahrzehnte andauert.
Die Aufnahmen entstanden in Nashville selbst, der amerikanischen Hochburg der Country-Musik, was dem Sound der Songs ihre charakteristische Färbung gab. Maffay und Oerding verbindet eine gemeinsame Leidenschaft: Blues, Country-Rock und eine Musik, die handwerklich gemacht ist und Geschichten erzählt. Für Maffay war das Projekt ein Sprung ins Unbekannte. »Als Johannes und ich mit ›Nashville‹ angefangen haben, wussten wir nicht, wo uns dieses gemeinsame Projekt hinführen würde«, sagte er der Fachzeitschrift Musikwoche. »Wir wussten nur, dass wir große Lust darauf hatten, zusammen Musik zu machen und etwas Neues auszuprobieren. Dass daraus jetzt tatsächlich eine Nummer eins geworden ist, freut uns riesig."
Maffay selbst ist eine Legende der deutschsprachigen Musiklandschaft. 1949 wurde er als Peter Alexander Makkay in Kronstadt, dem heutigen Brașov in Rumänien, geboren. Er gilt als der wohl berühmteste lebende Siebenbürger Sachse. 1963 wanderte er mit seiner Familie nach Deutschland aus und begann eine Karriere, die ihn zu einem der erfolgreichsten Musiker des Landes machen sollte. Über 50 Millionen Tonträger hat er verkauft. Jahrzehntelang füllte er Hallen, experimentierte musikalisch – auch mit Rap – und schuf mit Kindermusicals wie »Tabaluga« Werke, die Generationen von Deutschen begleiteten.
Dieser 22. Nummer-eins-Erfolg ist nicht nur eine persönliche Bestmarke, sondern auch ein Rekord für die gesamte deutsche Musikindustrie. Kein anderer Künstler aus Deutschland hat es je geschafft, so viele Alben an die Spitze der Charts zu bringen. Es ist ein Beleg dafür, dass Maffay, trotz seines Alters, weiterhin die Fähigkeit besitzt, sein Publikum zu erreichen und zu bewegen.
In dieser Woche teilt sich die Chartlandschaft zwischen etablierten Namen und neuen Kräften. Auf Platz zwei steigt Danger Dan mit »Keine Angst« ein, gefolgt von einer Neuaufnahme der Beatles mit »Rubber Soul«. Bei den Singles bleibt Taylor Swift mit »Patient Zero« unangefochten an der Spitze, während Shakira und Burna Boy mit ihrem WM-Hit »Dai Dai« folgen. Doch es ist Maffays Name, der diese Woche die Schlagzeilen dominiert – ein Künstler, der bewiesen hat, dass Langlebigkeit in der Musik nicht nur möglich ist, sondern auch belohnt werden kann.
Bemerkenswerte Zitate
Was für eine schöne Nachricht! Dass daraus jetzt tatsächlich eine Nummer eins geworden ist, freut uns riesig.— Peter Maffay zur Musikwoche