Auf der Lava-Strecke von Hawaii, wo Patrick Lange dreimal triumphiert hatte, endete sein siebter Start nicht mit Geschichte, sondern mit Stille am Straßenrand. Der 40-jährige Triathlet musste nach 96 Radkilometern aufgeben – besiegt nicht von der Konkurrenz, sondern vom eigenen Körper, der sich durch Muskelkrämpfe verweigerte. Was als möglicher Rekordlauf begonnen hatte, wurde zur Erinnerung daran, dass der Wille allein den Körper nicht immer überzeugen kann.
Patrick Lange gibt beim Ironman auf Hawaii wegen Krämpfen auf
Du verlierst die Verbindung zum Rennen und es wird immer schwerer
Warum ist das so bedeutsam? Es ist ein Ausstieg wie viele andere auch.
Weil Lange nicht irgendwer ist. Er hat Hawaii dreimal gewonnen. Ein vierter Sieg hätte ihn zum alleinigen deutschen Rekordhalter gemacht – vor Jan Frodeno. Das war der Plan.
Aber wir sollten klar sehen: Das sind Muskelkrämpfe, nicht eine Verletzung oder eine Krankheit. Warum konnte er das nicht in den Griff bekommen?
Das ist die Frage. Er hatte die gleichen Probleme schon im April beim Ironman Texas. Sein Trainer sagt, es war eine »Krampfneigung über die gesamte hintere Kette«. Das deutet auf ein tieferes Problem hin – vielleicht Übertraining, vielleicht Elektrolyte, vielleicht etwas anderes.
Und psychologisch – wie muss sich das anfühlen? Als Fünfter ins Rad zu gehen und dann langsam nach hinten durchgereicht zu werden?
Reszel hat das beschrieben: »Du verlierst so ein bisschen die Verbindung zum Rennen.« Das ist nicht nur körperlich, das ist mental zermürbend.
Aber wir wissen nicht, ob die Krämpfe wirklich das Hauptproblem waren oder ob es auch mentale Faktoren gab, die zusammengekommen sind. Das wird nicht klar.
Was kommt jetzt für Lange?
Sein letztes Rennen ist im Juli 2027 bei der Challenge Roth. Ein kleinerer Wettkampf, nicht Hawaii. Das ist ein anderes Ende, als er sich wahrscheinlich vorgestellt hat.
Und ob er bis dahin noch herausfindet, was mit den Krämpfen los ist – das ist offen.
Der Puls
- Nach einem soliden Schwimmen als Fünfter begann Langes Rennen ab Kilometer 65 auf dem Rad zu zerbrechen – der linke hintere Oberschenkel rebellierte, und die Krämpfe breiteten sich durch die gesamte hintere Muskelkette aus.
- Lange hielt kurz an, sprach mit Trainer Ben Reszel, versuchte weiterzufahren – doch die Schmerzen ließen nicht nach, und nach 96 von 180 Kilometern war die Entscheidung unausweichlich.
- Es war nicht das erste Mal: Bereits beim Ironman Texas im April hatte Lange mit denselben Krämpfen aufgegeben und gehofft, das Problem würde sich lösen – diese Hoffnung erwies sich als trügerisch.
- Mit einem vierten Sieg hätte Lange Jan Frodeno als deutschen Rekordhalter abgelöst – stattdessen bleibt dieser Traum unerfüllt, und sein geplantes Karriereende 2027 bei der Challenge Roth rückt in den Vordergrund.
Auf der Lava-Strecke von Hawaii, wo Patrick Lange dreimal triumphiert hatte, endete sein siebter Start nicht mit Geschichte, sondern mit Stille am Straßenrand. Der 40-jährige Triathlet musste nach 96 Radkilometern aufgeben – besiegt nicht von der Konkurrenz, sondern vom eigenen Körper, der sich durch Muskelkrämpfe verweigerte. Was als möglicher Rekordlauf begonnen hatte, wurde zur Erinnerung daran, dass der Wille allein den Körper nicht immer überzeugen kann.
Patrick Lange kam als Fünfter aus dem Wasser – die Chancen standen nicht schlecht. Doch irgendwann nach 65 Kilometern auf dem Rad begann sein linker hinterer Oberschenkel zu rebellieren. Er fuhr an den Straßenrand, sprach kurz mit Trainer Ben Reszel, versuchte es noch einmal. Die Krämpfe zogen sich durch die gesamte hintere Muskelkette. Nach 96 von 180,2 Kilometern stieg Lange aus.
Es wäre sein siebter Start auf Hawaii gewesen – und er hätte Geschichte schreiben können. Drei Siege trägt er bereits in der Bilanz: 2017, 2018 und 2024, dazu Silber und Bronze bei Weltmeisterschaften. Ein vierter Triumph hätte ihn zum alleinigen deutschen Rekordhalter gemacht, vor Jan Frodeno. Reszel beschrieb den Abstieg im Rennen als psychologisch zermürbend: »Du verlierst so ein bisschen die Verbindung zum Rennen und es wird immer schwerer.« Die Entscheidung auszusteigen nannte er »brutal, erschütternd, super schwer«.
Das Tückische daran: Es war keine Überraschung. Beim Ironman Texas im April hatte Lange dieselben Probleme gehabt und war auch dort aufgegeben. Er hatte gehofft, die Beschwerden würden sich von selbst lösen. Sie taten es nicht.
Lange hatte bereits angekündigt, seine Karriere zu beenden. Hawaii sollte ein großer Abschied werden, ein letzter Griff nach dem Rekord. Stattdessen wird sein finales Rennen im Juli 2027 bei der Challenge Roth stattfinden – ein kleinerer Rahmen für einen der größten Namen des deutschen Triathlons.
Patrick Lange kam aus dem Wasser als Fünfter. Das Schwimmen war gut gelaufen, die Chancen standen nicht schlecht. Dann, irgendwann nach 65 Kilometern auf dem Rad, spürte der 40-Jährige, wie sein linker hinterer Oberschenkel anfing zu rebellieren. Er fuhr an den Straßenrand, fasste sich an den Muskel, sprach mit seinem Trainer Ben Reszel. Sie redeten kurz, dann versuchte er weiterzufahren. Aber die Krämpfe ließen nicht nach. Sie zogen sich durch die gesamte hintere Muskelkette, wie Reszel später erklärte. Nach 96 der insgesamt 180,2 Kilometer auf der Radstrecke war Schluss. Lange stieg aus.
Es war nicht das erste Mal, dass der Hesse beim Ironman auf Hawaii aufgeben musste. 2019 war er ebenfalls auf dem Rad ausgestiegen. Aber dieses Mal war anders. Dieses Mal war es sein siebter Start auf der Insel, und dieses Mal hätte er Geschichte schreiben können. Mit einem vierten Sieg hätte Lange Jan Frodeno als alleinigen deutschen Rekordhalter abgelöst. Seine bisherige Bilanz: drei Siege in den Jahren 2017, 2018 und 2024, dazu eine Silber- und eine Bronzemedaille bei Weltmeisterschaften. Ein vierter Triumph wäre das Karriere-Highlight gewesen.
Doch der Körper spielte nicht mit. Reszel beschrieb später, was passiert war: Lange sei mit guten Chancen aufs Rad gestiegen, habe dann aber kontinuierlich Positionen verloren. »Du verlierst so ein bisschen die Verbindung zum Rennen und es wird immer schwerer«, sagte der Trainer. Das psychologische Gewicht eines solchen Abstiegs, wenn man merkt, dass man nicht mithalten kann, wenn die Konkurrenz einen eine nach der anderen überholt – das zehrt. Reszel nannte die Entscheidung auszusteigen »brutal, erschütternd, super schwer«.
Das Tückische: Lange hatte diese Probleme schon vorher gehabt. Im April beim Ironman Texas war er mit ähnlichen Krämpfen konfrontiert worden und hatte auch dort aufgegeben. Er hatte gehofft, dass sich die Beschwerden mit der Zeit von selbst lösen würden. Diese Hoffnung erfüllte sich nicht.
Die Nachricht kam zu einem Zeitpunkt, an dem Lange ohnehin bereits sein Karriereende angekündigt hatte. Im Juli dieses Jahres hatte er öffentlich gemacht, dass er bald Schluss machen würde. Das Rennen auf Hawaii sollte ein großer Abschied sein – ein letzter Versuch, den Rekord zu brechen, bevor er sich zur Ruhe setzt. Stattdessen wird sein endgültig letztes Rennen im Juli 2027 bei der Challenge Roth stattfinden. Ein kleinerer Wettkampf, nicht das große Finale, das er sich vielleicht erhofft hatte.
Wer die diesjährige Ironman World Championship auf Hawaii gewinnen wird, stand zum Zeitpunkt von Langes Ausstieg noch nicht fest. Der Wettkampf lief weiter, ohne einen der größten Namen des deutschen Triathlons.
Bemerkenswerte Zitate
Es ist eine Krampfneigung da über die gesamte hintere Kette— Ben Reszel, Trainer von Patrick Lange
Das ist natürlich eine brutale Entscheidung— Ben Reszel