Die Rakete schlug unmittelbar in ein Abflug-Gate des King-Khaled-Flughafens ein und traf Reisende direkt. Augenzeugen berichten von Panik, Staub und Blutflecken. Saudi-Arabiens Raketenabwehr scheint massiv versagt zu haben, obwohl der Flughafen seit Tagen unter Huthi-Beschuss steht. Die Huthis warnen alle Reisenden, saudische Flughäfen zu meiden.
Huthi-Rakete trifft Flughafen Riad: Schwerster Angriff seit Iran-Krieg
Die Alarmsirenen heulten in vielen Regionen Saudi-Arabiens
Was genau ist passiert? Ich verstehe, dass eine Rakete traf, aber wie konnte sie die Abwehr durchdringen?
Die Rakete schlug direkt ins Terminal ein, ins Abflug-Gate. Das ist das Bemerkenswerte — nicht an der Peripherie, sondern mitten drin, wo Hunderte Menschen waren. Die saudische Raketenabwehr hat sie nicht abgefangen.
Aber wir wissen nicht, warum. War es ein technisches Versagen? Waren die Systeme überlastet? Der Bericht sagt, dass seit Tagen Angriffe stattfinden, aber nicht, wie viele Raketen abgefangen wurden.
Das ist fair. Wir wissen, dass die Huthis sagen, Saudi-Arabien trägt die Schuld, wenn Raketen durchkommen. Das ist eine Aussage, keine Erklärung.
Und Trump? Was wird er tun?
Er sagt, er wird mit dem saudischen Kronprinzen sprechen. Eine Intervention schloss er nicht aus. Aber Analysten erwarten, dass er zögert.
Auch da müssen wir vorsichtig sein. Trump hat sich bisher zurückhaltend verhalten — das ist dokumentiert. Aber "wird sich weiter zurückhalten" ist eine Prognose, keine Nachricht. Niemand weiß wirklich, was er tun wird.
Wer sind die Huthis eigentlich? Warum greifen sie Saudi-Arabien an?
Sie sind eine Miliz aus dem Jemen, verbündet mit dem Iran. Sie kämpfen gegen die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung. Und in den letzten Wochen haben sie große Gebiete erobert — auch strategisch wichtige Meerenge.
Das ist der Kontext, den man braucht. Sie sind nicht schwächer. Sie sind stärker. Das erklärt, warum sie jetzt so kühn angreifen.
Der Puls
- Rakete traf King-Khaled-Flughafen Riad direkt im Passagierterminal
- Über 300 Verletzte, viele Tote, mindestens ein US-Bürger getötet
- Schwerster Angriff auf Saudi-Arabien seit Beginn des US-Iran-Konflikts
- Huthis eroberten in letzten Wochen große Gebiete im Jemen, einschließlich Meerenge Bab al Mandab
Die Rakete schlug unmittelbar in ein Abflug-Gate des King-Khaled-Flughafens ein und traf Reisende direkt. Augenzeugen berichten von Panik, Staub und Blutflecken. Saudi-Arabiens Raketenabwehr scheint massiv versagt zu haben, obwohl der Flughafen seit Tagen unter Huthi-Beschuss steht. Die Huthis warnen alle Reisenden, saudische Flughäfen zu meiden.
Ein Raketenangriff der Huthi-Miliz traf den Flughafen Riad direkt im Passagierterminal und ist der schwerste Angriff auf Saudi-Arabien seit Beginn des US-Iran-Konflikts. Hunderte Verletzte und viele Tote werden gemeldet.
Die Rakete kam ohne Vorwarnung. Sie schlug direkt in die Abflughalle des King-Khaled-Flughafens in Riad ein, genau dort, wo Reisende an den Gates auf ihre Flüge warteten. Was folgte, war Chaos: Menschen drängten sich durch Staub und Trümmer, Blutflecken auf dem Boden, Dutzende Krankenwagen rasten zum Terminal. Handyvideos aus sozialen Netzwerken zeigen die Szenen fragmentarisch — eine zerstörte Halle, dichter Nebel, die Panik der Evakuierten. Es war der schwerste Angriff auf Saudi-Arabien seit Beginn des US-Iran-Konflikts. Viele Menschen starben. Über 300 wurden verletzt. Einige schwebten noch immer in Lebensgefahr.
Saudi-Arabien versuchte, den Vorfall klein zu halten. Die staatlichen Nachrichtenkanäle berichteten kaum darüber. Doch die Fakten ließen sich nicht verschweigen: Die Huthi-Miliz aus dem Jemen hatte die Rakete abgefeuert. Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis nannte es ein Kriegsverbrechen. Der Flugbetrieb wurde sofort eingestellt. Flugzeuge mit Ziel Riad wurden nach Dschidda umgeleitet. Die Lufthansa kündigte an, vorerst keine Maschinen mehr in die saudische Hauptstadt zu schicken.
Die Huthis ließen keine Zweifel an ihrer Absicht. Ihr Anführer Abdel Malak al Huthi erklärte öffentlich: Die Angriffe würden nicht aufhören. Brände loderten in Ölanlagen. Saudi-Arabien käme weder bei Tag noch bei Nacht zur Ruhe. Die Alarmsirenen heulten in vielen Regionen des Königreichs. Die Miliz forderte alle Reisenden auf, saudische Flughäfen zu meiden. Und sie machte deutlich: Wenn Raketen nicht abgefangen würden, trage Saudi-Arabien selbst die Verantwortung.
Diese Aussage warf eine unbequeme Frage auf. Hatte die saudische Raketenabwehr massiv versagt? Seit Tagen beschossen die Huthis die Flughäfen des Königreichs. Erst am Vortag war ein Geschoss in der Nähe von Damman eingeschlagen. In der Woche zuvor waren bereits mehrere Menschen bei Angriffen auf den Flughafen getötet worden. Doch dieses Mal war die Rakete durchgekommen — direkt ins Terminal, direkt zu den Reisenden.
In Washington reagierte Präsident Trump entsetzt. Der Angriff sei furchtbar und inakzeptabel, erklärte er. Er werde mit dem saudischen Kronprinzen sprechen. Eine mögliche militärische Beteiligung der USA gegen die Huthis schloss er nicht aus. Unter den Toten war auch mindestens ein US-Bürger. Doch Trumps bisherige Haltung war zurückhaltend gewesen, wenn Saudi-Arabien um Unterstützung gebeten hatte.
Politische Analysten erwarteten keine schnelle Kehrtwende. Der Analyst Majoub al-Zuweiri sagte bei al Jazeera: Trump werde weiterhin zögern, sich in einen militärischen Konflikt einzumischen, der geografisch weit entfernt von der Straße von Hormus liegt. Der Grund könnte sein, dass der amerikanische Präsident keine Truppen und keine Ausrüstung verlieren möchte. Seine bisherige Strategie sei geprägt von Zurückhaltung.
Der Konflikt selbst ist älter und komplexer als dieser eine Angriff. Saudi-Arabien unterstützt die international anerkannte Regierung des Jemen im Kampf gegen die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz. Die Saudis versuchen, Gebiete zurückzuerobern, die von den Huthis kontrolliert werden. Doch in den vergangenen Wochen haben die Huthis große Gebiete im Jemen erobert — darunter die strategisch wichtige Meerenge Bab al Mandab. Sie sind nicht schwächer geworden. Sie sind stärker.
Bemerkenswerte Zitate
Die Angriffe und die Brände in den Ölanlagen hören nicht auf. Saudi-Arabien kommt weder bei Tag noch bei Nacht zur Ruhe.— Abdel Malak al Huthi, Anführer der Huthi-Miliz
Präsident Trump wird weiter extrem zögern, sich in einen militärischen Konflikt einzumischen, der geografisch weit von der Straße von Hormus entfernt ist.— Majoub al-Zuweiri, politischer Analyst, al Jazeera