Deutlich weniger S-Bahn-Ausfälle wegen kranker Lokführer im Rhein-Main-Gebiet

Krankheitsbedingte Ausfälle sanken auf ein Viertel des Vorjahreswerts
Im ersten Halbjahr 2026 zeigt der Rhein-Main-Verkehrsverbund eine deutliche Verbesserung bei der Personalverfügbarkeit.
Mark

Warum ist der Rückgang der krankheitsbedingten Ausfälle von 13,2 auf 3,4 Prozent so bedeutsam?

Mimi

Das zeigt, dass der RMV das Personalmanagement deutlich verbessert hat. Weniger Ausfälle wegen Krankheit bedeuten bessere Planung, möglicherweise auch bessere Arbeitsbedingungen für Lokführer.

Luke

Aber wir sollten vorsichtig sein: Wir wissen nicht, ob das an besserer Gesundheit liegt, an besserer Planung oder an veränderten Meldepraktiken. Der RMV nennt keine Gründe für den Rückgang.

Mark

Und die neuen Züge – sind die eine Reaktion auf die Zuverlässigkeitsprobleme?

Mimi

Teilweise ja. Die 15 Prozent mehr Kapazität und der schnellere Einstieg sollen Verspätungen reduzieren. Das adressiert ein echtes Problem.

Luke

Aber die Quelle sagt, dass Baustellen und technische Störungen die Hauptprobleme sind, nicht die Kapazität. Ob neue Züge das wirklich lösen, ist offen.

Mark

Die Zuverlässigkeit ist von 90,4 auf 93,6 Prozent gestiegen – ist das viel?

Mimi

Das sind über drei Prozentpunkte. Bei Millionen von Fahrten im Jahr macht das einen großen Unterschied für Fahrgäste.

Luke

Stimmt, aber wir wissen nicht, wie viel davon auf die Personalverbesserung zurückgeht und wie viel auf andere Faktoren. Die Quelle verbindet die Zahlen nicht explizit.

  • Krankheitsbedingte Zugausfälle stürzten von 13,2 auf 3,4 Prozent – ein Rückgang, der zeigt, dass die Personalprobleme der Vorjahre nicht unvermeidlich waren.
  • Baustellen und technische Störungen füllen nun die Lücke und bleiben als hartnäckige Hauptursachen für Ausfälle bestehen.
  • Die Zuverlässigkeitsquote kletterte von 90,4 auf 93,6 Prozent – ein messbarer, wenn auch noch nicht vollständiger Vertrauensgewinn für Pendlerinnen und Pendler.
  • Ende Oktober rollen knapp 100 neue weiße S-Bahnen an, mit trichterförmigen Einstiegen, mehr Fahrradstellplätzen und 15 Prozent mehr Kapazität.
  • Der Wegfall der ersten Klasse und neue Steckdosen unter den Sitzen signalisieren: Das Bild des modernen Nahverkehrs wird neu gezeichnet.

Im Rhein-Main-Gebiet, wo täglich Hunderttausende auf die S-Bahn angewiesen sind, vollzieht sich ein stiller Wandel: Krankheitsbedingte Ausfälle sind auf ein Viertel des Vorjahreswerts gesunken, und die Zuverlässigkeit des Netzes hat spürbar zugenommen. Doch der Fortschritt offenbart zugleich, was bleibt – Baustellen und technische Störungen treten nun deutlicher als die eigentlichen Widersacher eines reibungslosen Betriebs hervor. Mit dem Einzug neuer, weißer Züge ab Ende Oktober deutet sich an, dass die Region nicht nur repariert, sondern neu denkt.

Im ersten Halbjahr 2026 ist im Rhein-Main-S-Bahn-Netz etwas Bemerkenswertes geschehen: Der Anteil krankheitsbedingter Ausfälle fiel von 13,2 auf nur noch 3,4 Prozent – auf etwa ein Viertel des Vorjahreswerts. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) mit Sitz in Hofheim bestätigte die Entwicklung und verwies auf eine insgesamt gestiegene Zuverlässigkeit: 93,6 Prozent der geplanten Fahrten fanden tatsächlich statt, gegenüber 90,4 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Doch die Entspannung auf der Personalseite legt zugleich offen, was dahinter liegt: Baustellen und technische Störungen sind nun die dominierenden Ausfallursachen. Strukturelle Herausforderungen bleiben also bestehen – auch wenn weniger Mitarbeitende krank sind, stockt der Betrieb aus anderen Gründen.

Ab Ende Oktober soll ein weiterer Schritt folgen: Knapp 100 neu gestaltete S-Bahnen gehen in Betrieb. Statt Rot tragen sie Weiß mit blauem Streifen und grüner Front. Im Inneren entfällt die erste Klasse; dafür gibt es Steckdosen, neue Fahrradabstellmöglichkeiten und einen trichterförmigen Einstiegsbereich, der schnelleres Ein- und Aussteigen ermöglichen soll. Der RMV erwartet dadurch weniger Verspätungen und 15 Prozent mehr Platz pro Zug – ein Schritt, der den Nahverkehr in der Region nicht nur verlässlicher, sondern auch neu ausrichten soll.

Im Rhein-Main-Gebiet zeigt sich ein deutlicher Fortschritt bei der Verfügbarkeit der S-Bahnen: Krankheitsbedingte Ausfälle sind im ersten Halbjahr 2026 dramatisch gesunken. Während im gleichen Zeitraum des Vorjahres noch 13,2 Prozent aller ausgefallenen Fahrten auf kranke Mitarbeiter zurückgingen, liegt dieser Wert nun bei nur noch 3,4 Prozent. Das teilte ein Sprecher des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) in Hofheim mit. Die Verbesserung ist erheblich: Die Quote ist auf etwa ein Viertel des Vorjahreswerts gefallen.

Doch während die personelle Situation sich entspannt hat, zeigt sich ein anderes Bild bei den Ursachen von Zugausfällen insgesamt. Baustellen und technische Störungen sind nun die dominierenden Gründe, warum Züge nicht wie geplant fahren. Der RMV-Sprecher beschrieb diese beiden Faktoren als die häufigsten Ausfallursachen, wobei auch höhere Gewalt eine Rolle spielt. Das bedeutet: Selbst wenn die Personaldecke stimmt, gibt es andere strukturelle Herausforderungen, die den Betrieb beeinträchtigen.

Insgesamt hat sich die Zuverlässigkeit der S-Bahnen im ersten Halbjahr 2026 aber verbessert. Der RMV meldet eine Zuverlässigkeitsquote von 93,6 Prozent, nachdem sie im Vorjahreszeitraum bei 90,4 Prozent lag. Diese Quote misst, wie viele im Fahrplan angekündigten Züge tatsächlich fahren. Die Steigerung um mehr als drei Prozentpunkte deutet darauf hin, dass die Gesamtsituation trotz der verbleibenden Herausforderungen stabiler wird.

Ab Ende Oktober wird sich das Angebot im Rhein-Main-Gebiet noch einmal verändern. Knapp 100 neu gestaltete S-Bahnen werden dann in den Betrieb gehen. Äußerlich sind sie unverkennbar: Statt des bisherigen Rot tragen sie nun Weiß als Grundfarbe mit einem blauen Streifen und grüner Front. Im Inneren dominieren Weiß und Grau, ergänzt durch Holzoptik-Elemente. Ein markanter Unterschied zur bisherigen Ausstattung ist der Wegfall der ersten Klasse.

Die neuen Züge bringen praktische Verbesserungen für Fahrgäste mit sich. Unter den Sitzen gibt es Steckdosen, und es wurden neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen. Ein besonderes Merkmal ist der trichterförmige Einstieg an den Türen. Um diesen zu ermöglichen, wurden Sitze an den Eingängen ausgebaut, damit Fahrgäste schneller ein- und aussteigen können. Der RMV erhofft sich davon eine Reduktion von Verspätungen und mehr Pünktlichkeit im Betrieb.

Die Kapazität soll durch die neuen Züge ebenfalls wachsen. Der Verkehrsverbund rechnet mit 15 Prozent mehr Platz pro Zug. Diese Kombination aus verbessertem Einstiegsdesign und erhöhter Kapazität zielt darauf ab, den Betrieb nicht nur zuverlässiger, sondern auch komfortabler und effizienter zu gestalten. Die Einführung der neuen Flotte markiert damit einen Wendepunkt für die S-Bahn-Infrastruktur in der Region.

Die häufigsten Ausfallursachen waren das hohe Baustellengeschehen und Störungen des Betriebsablaufs durch technische Einflüsse und höhere Gewalt
— Sprecher des Rhein-Main-Verkehrsverbunds
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