Christa Pike nach gescheiterter Hinrichtung verwirrt und gelähmt

Christa Pike erlitt schwere körperliche Schäden durch die gescheiterte Hinrichtung, einschließlich Lähmung, Blutgerinnsel und Lungenentzündung, mit ungewissem Genesungsverlauf.
Zur großen Überraschung aller sei Pike aufgewacht und habe begonnen zu sprechen.
Eine Woche nach der gescheiterten Hinrichtung erwachte die zum Tode Verurteilte aus dem erwarteten Koma.
Mark

Was genau ist bei der Hinrichtung schiefgelaufen? Warum hat das Pentobarbital nicht gewirkt?

Mimi

Das ist das Rätsel. Die Behörden sagen, dass zwei Dosen verabreicht wurden, wie im Protokoll vorgesehen. Aber Pike lebte weiter. Die genauen technischen Gründe — ob es ein Problem mit der Infusion gab, mit der Dosierung, mit der Verabreichung — das ist noch nicht öffentlich gemacht worden.

Luke

Genau. Und das ist der Grund, warum die Anwälte um Zugang zu den Beweismitteln kämpfen. Ohne zu wissen, was schiefgelaufen ist, können sie nicht argumentieren, was beim nächsten Mal anders sein könnte oder sollte.

Mark

Wie überraschend war es wirklich, dass Pike aufwachte?

Mimi

Sehr überraschend. Die Anwälte gingen davon aus, dass sie hirntot war. Sie erwarteten, dass die lebenserhaltenden Maßnahmen abgeschaltet würden. Dann wachte sie auf und begann zu sprechen.

Luke

Aber »begann zu sprechen« ist relativ. Sie kann nur in begrenztem Umfang sprechen. Das ist ein großer Unterschied. Sie ist nicht einfach aufgewacht und klar bei Verstand.

Mark

Was bedeutet das für die Zukunft? Kann der Staat einen erneuten Hinrichtungsversuch unternehmen?

Mimi

Das hängt von ihrem Gesundheitszustand ab. Wenn sie sich erholt, könnte es möglich sein. Aber es gibt auch rechtliche Fragen — ob ein zweiter Versuch verfassungsmäßig zulässig wäre.

Luke

Und das ist noch offen. Niemand weiß wirklich, wie lange die Genesung dauern wird oder ob sie überhaupt vollständig sein wird. Die Lähmung in beiden Armen könnte dauerhaft sein. Das ändert alles.

Mark

Wie geht es Pike jetzt emotional damit um?

Mimi

Sie ist wütend und verwirrt. Sie weiß, dass der Staat versucht hat, sie hinzurichten. Aber kognitiv ist sie noch sehr verwirrt. Ihre ersten Worte waren: »Wo bin ich und wer seid ihr«.

Luke

Das ist wichtig zu verstehen: Sie ist nicht nur körperlich verletzt. Die kognitiven Beeinträchtigungen könnten langfristig sein. Wir wissen nicht, ob sie sich davon erholen wird.

  • Pike überlebte zwei Dosen Pentobarbital und wachte entgegen aller Erwartungen aus dem Koma auf – ihre ersten Worte waren die einer Desorientierten: »Wo bin ich und wer seid ihr?«
  • Blutgerinnsel haben beide Arme gelähmt, eine Lungenentzündung zwingt sie zur künstlichen Ernährung, und niemand weiß, ob sie die Funktion ihrer Gliedmaßen jemals zurückgewinnen wird.
  • Noch am Vorabend ihres Erwachens gingen ihre eigenen Anwälte davon aus, sie sei hirntot – die Abschaltung der lebenserhaltenden Geräte war für den nächsten Morgen geplant.
  • Ihre Verteidiger kämpfen nun vor Gericht um Zugang zu den Beweismitteln der gescheiterten Hinrichtung, um künftige Anfechtungen vorzubereiten – Richterin Myles sicherte die Materialien bereits.
  • Ob Tennessee einen erneuten Hinrichtungsversuch unternehmen kann oder darf, hängt nun unmittelbar von Pikes körperlicher Genesung ab – ein Zustand, den niemand vorhersehen kann.

In Tennessee liegt eine Frau im Krankenhaus – nicht als Überlebende im gewöhnlichen Sinne, sondern als jemand, den der Staat zu töten versuchte und dem das Sterben verweigert wurde. Christa Pike, seit drei Jahrzehnten zum Tode verurteilt, erwachte nach zwei Dosen eines Hinrichtungsmittels aus dem Koma, gelähmt, verwirrt und lungenkrank. Ihr Fall stellt eine der ältesten Fragen des Strafrechts neu: Was schuldet eine Gesellschaft jemandem, den sie zu vernichten versucht hat – und gescheitert ist?

Eine Woche nach einer missglückten Hinrichtung liegt Christa Pike in einem Krankenhaus in Tennessee – schwer krank, kaum kommunikationsfähig, und doch am Leben. Die 50-Jährige, die 1996 für einen Mord verurteilt worden war, überlebte zwei Dosen des Hinrichtungsmittels Pentobarbital. Ihr Überleben kam mit einem hohen Preis.

Als Pike schließlich aufwachte, waren ihre ersten Worte die einer Verwirrten. Ihr Anwalt Randy Spivey beschrieb ihren Zustand nach einer Gerichtsverhandlung in Nashville als »kognitiv immer noch sehr verwirrt«. Sie wisse zwar, dass der Staat versucht habe, sie hinzurichten, und reagiere mit Wut und Unverständnis – doch das volle Ausmaß ihrer Lage scheint sie noch nicht erfassen zu können.

Physisch ist die Situation ernst: Ein Blutgerinnsel hat zur Lähmung beider Arme geführt, eine Lungenentzündung macht künstliche Ernährung notwendig. Ob Pike die Armfunktion jemals zurückgewinnen wird, ist offen. Noch am Montagabend – einen Tag vor ihrem Erwachen – hatten ihre Anwälte damit gerechnet, dass die lebenserhaltenden Maßnahmen abgeschaltet würden. »Zur großen Überraschung aller« erwachte sie dennoch.

Die rechtliche Auseinandersetzung läuft parallel zur medizinischen. Pikes Verteidiger forderten vor Gericht die Sicherung aller Beweismittel der gescheiterten Hinrichtung – Richterin I'Ashea Myles gab dem statt. Denn sollte der Staat einen erneuten Versuch unternehmen wollen, werden diese Materialien entscheidend sein. Ob und wann das möglich ist, hängt nun vor allem davon ab, wie sich Pikes Gesundheit entwickelt – ein Ausgang, den niemand kennt.

Eine Woche nach einer gescheiterten Hinrichtung in Tennessee liegt Christa Pike im Krankenhaus und kämpft mit Folgen, die ihre Anwälte als schwerwiegend beschreiben. Die 50-Jährige, die 1996 zum Tode verurteilt wurde, überlebte zwei Dosen des Hinrichtungsmittels Pentobarbital, das ihr am Mittwochabend verabreicht worden war. Doch das Überleben kam mit einem hohen Preis.

Als Pike eine Woche später aufwachte, waren ihre ersten Worte verwirrt: »Wo bin ich und wer seid ihr«. Ihr Anwalt Randy Spivey beschrieb ihren Zustand bei einer Pressekonferenz nach einer Gerichtsverhandlung in Nashville als »kognitiv immer noch sehr verwirrt«. Sie wisse zwar, dass der Staat versucht habe, sie hinzurichten, und reagiere darauf mit Wut und Verwirrung. Doch die kognitiven Beeinträchtigungen sind nur ein Teil des Bildes.

Physisch hat Pike mit mehreren ernsthaften Komplikationen zu kämpfen. Ein Blutgerinnsel in einem ihrer Arme hat dazu geführt, dass sie keinen ihrer beiden Arme bewegen kann. Spivey sagte, dass unklar sei, ob und in welchem Umfang Pike die Funktion ihrer Arme jemals wiedererlangen werde. Hinzu kommt eine Lungenentzündung, weshalb sie künstlich ernährt werden muss. Der Weg der Genesung, so Spivey, werde lang sein.

Die Anwälte waren überrascht, dass Pike überhaupt aufwachte. Am Montagabend, einen Tag vor ihrer Bewusstwerdung, gingen sie davon aus, dass sie hirntot sei und dass die lebenserhaltenden Maßnahmen am nächsten Tag abgeschaltet würden. »Zur großen Überraschung aller«, erklärte Spivey, sei Pike aufgewacht und habe begonnen zu sprechen. Allerdings kann sie nur in begrenztem Umfang kommunizieren. Anwalt Luke Ihnen berichtete vor Gericht, dass Pike bis Dienstag weder mit ihren Anwälten noch mit ihrem medizinischen Betreuungsteam habe kommunizieren können.

Pikes Anwälte kämpfen nun um Zugang zu den Beweismitteln der gescheiterten Hinrichtung. Richterin I'Ashea Myles gab ihrer Forderung statt, die Materialien zu sichern. Dies sei relevant, sollte Pike eine zukünftige Hinrichtung anfechten müssen, argumentierte Anwalt Ihnen vor Gericht. Die New York Times weist darauf hin, dass wahrscheinlich Pikes Gesundheitszustand dafür entscheidend sein werde, ob der Staat zu einem späteren Zeitpunkt erneut versuchen wird, sie hinzurichten.

Pike wurde 1996 für den Mord an der damals 19-jährigen Colleen Slemmer zum Tode verurteilt. Sie selbst war zur Tatzeit 18 Jahre alt. Slemmer war 1995 in einem abgelegenen Gebiet nahe der Universität von Tennessee in Knoxville über längere Zeit gefoltert und schließlich getötet worden. Nun, mehr als drei Jahrzehnte später, steht nicht nur die Frage im Raum, ob Pike hingerichtet werden kann, sondern auch, wie sie mit den Folgen eines gescheiterten Hinrichtungsversuchs leben wird.

Kognitiv immer noch sehr verwirrt
— Randy Spivey, Anwalt von Christa Pike
Zur großen Überraschung aller sei Pike aufgewacht und habe begonnen zu sprechen
— Randy Spivey, Anwalt von Christa Pike
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