Mit 34 Jahren ist RJ Mitte gestorben, der Schauspieler, der in »Breaking Bad« Walter White Jr. verkörperte – eine Rolle, die er nicht nur spielte, sondern in gewisser Weise lebte, denn wie seine Figur lebte auch er selbst mit Zerebralparese. Sein Tod, der sich am Montag in Brownsville, Texas, ereignete, wird von mehreren US-Medien als Suizid beschrieben, auch wenn dies offiziell unbestätigt bleibt. Mitte hinterließ nicht nur eine Rolle auf dem Bildschirm, sondern ein Lebenswerk als Fürsprecher für Menschen mit Behinderung – ein Mensch, der aus persönlicher Erfahrung heraus versuchte, die Welt
»Breaking Bad«-Schauspieler RJ Mitte mit 34 Jahren gestorben
Ich will mithelfen, das zu ändern
Was macht diese Geschichte für dich so bedeutsam? Es geht um einen Schauspieler, dessen Serie lange vorbei ist.
Es geht nicht nur um die Serie. Mitte hat sein ganzes Leben damit verbracht, die Wahrnehmung von Behinderung zu verändern – nicht nur durch seine Rolle, sondern durch sein Handeln, seine Interviews, seine Präsenz als Model. Er hat gesagt, dass Menschen zuerst die Behinderung sehen, dann den Menschen. Das war sein Kampf.
Aber wir wissen nicht wirklich, was passiert ist. Die Medien berichten von Suizid, aber das ist nicht offiziell bestätigt. Das ist ein wichtiger Unterschied.
Warum teilen die Kollegen dann Hilfsangebote? Das deutet doch auf etwas hin.
Sie reagieren auf das, was berichtet wird, und sie wollen verantwortungsvoll handeln. Bryan Cranston schreibt »Es gibt Hoffnung« – das ist eine Botschaft an andere Menschen in Krisen, nicht unbedingt eine Bestätigung.
Genau. Und das ist auch wichtig: Wir sollten nicht das Vakuum füllen, das die fehlende offizielle Information hinterlässt. Was wir wissen, ist, dass er starb, dass er 34 war, dass er ein Verfechter von Inklusion war.
Die Kollegen scheinen wirklich um ihn getrauert zu haben. Das war keine oberflächliche Beziehung.
Nein. Cranston schreibt, dass sie sich noch vor wenigen Wochen geschrieben haben. Das war eine echte Verbindung über die Jahre hinweg. Und Norris sagt, er habe »immer ein Auge auf ihn gehabt« – das klingt nach echtem Schutzinstinkt.
Das ist das Menschliche in dieser Geschichte, das wir bestätigen können. Die Trauer ist real, die Beziehungen waren real. Das reicht aus.
Le Pouls
- RJ Mitte, 34 Jahre alt und einer der bekanntesten Schauspieler mit Behinderung im US-Fernsehen, ist tot – mehrere Medien berichten von Suizid, eine offizielle Bestätigung steht aus.
- Die Nachricht trifft seine »Breaking Bad«-Familie hart: Bryan Cranston, Aaron Paul und Dean Norris meldeten sich mit bewegenden Worten und teilten Hilfsangebote für Menschen in Krisen.
- Mittes Tod wirft ein Schlaglicht auf die Verletzlichkeit auch jener, die öffentlich für andere eintreten – er war ein leidenschaftlicher Kämpfer für Inklusion und Bewusstsein rund um Behinderung.
- In einer Zeit, in der psychische Gesundheit zunehmend im Mittelpunkt gesellschaftlicher Debatten steht, ruft sein Tod dazu auf, genauer hinzusehen – auf andere und auf sich selbst.
Mit 34 Jahren ist RJ Mitte gestorben, der Schauspieler, der in »Breaking Bad« Walter White Jr. verkörperte – eine Rolle, die er nicht nur spielte, sondern in gewisser Weise lebte, denn wie seine Figur lebte auch er selbst mit Zerebralparese. Sein Tod, der sich am Montag in Brownsville, Texas, ereignete, wird von mehreren US-Medien als Suizid beschrieben, auch wenn dies offiziell unbestätigt bleibt. Mitte hinterließ nicht nur eine Rolle auf dem Bildschirm, sondern ein Lebenswerk als Fürsprecher für Menschen mit Behinderung – ein Mensch, der aus persönlicher Erfahrung heraus versuchte, die Welt ein wenig gerechter zu machen.
RJ Mitte, der Schauspieler, der in allen fünf Staffeln von »Breaking Bad« den Sohn des Protagonisten Walter White spielte, ist im Alter von 34 Jahren gestorben. Sein Sprecher bestätigte den Tod; mehrere US-Medien berichten von Suizid, was offiziell nicht bestätigt ist. Mitte starb am Montag in seinem Haus in Brownsville, Texas.
Was seine Darstellung des Walter White Jr. so besonders machte, war ihre gelebte Echtheit: Wie seine Figur lebte auch Mitte selbst mit infantiler Zerebralparese, die bei ihm im Alter von drei Jahren diagnostiziert wurde. In seiner Kindheit trug er Beinstützen, doch er beschrieb seine Diagnose später als Antrieb, an sich zu arbeiten und eine andere Perspektive auf das Menschsein zu gewinnen. Geboren 1992 in Jackson, Mississippi, adoptiert und zwischen Texas und Louisiana aufgewachsen, fand er in der Schauspielerei und im Aktivismus seinen Weg.
Sein Sprecher würdigte ihn als »geliebten Schauspieler, Philanthropen und leidenschaftlichen Verfechter der Rechte von Menschen mit Behinderung«. 2015 sagte Mitte dem SPIEGEL: »Leider sehen die Menschen oft zuerst die Behinderung und dann den Menschen. Ich will mithelfen, das zu ändern.«
Seine »Breaking Bad«-Kollegen reagierten mit tiefer Trauer. Bryan Cranston schrieb, er sei zutiefst verzweifelt – noch vor wenigen Wochen hätten die beiden versucht, ein gemeinsames Mittagessen zu planen. »Ich werde dich vermissen, mein Junge«, schloss er seinen Post und teilte Hilfsangebote für Suizidgefährdete. Aaron Paul erklärte sich sprachlos und richtete sich auch an alle Lesenden: »Bitte sei dir bewusst, dass du geliebt wirst und dass du nicht allein bist.«
RJ Mitte, der Schauspieler, der in »Breaking Bad« den Sohn des Protagonisten Walter White verkörperte, ist tot. Er wurde 34 Jahre alt. Sein Sprecher bestätigte den Tod gegenüber mehreren US-Medien; die offizielle Todesursache bleibt ungeklärt, doch berichten mehrere amerikanische Nachrichtenmedien und Kollegen von Suizid. Mitte starb am Montag in seinem Haus in Brownsville, Texas.
In der fünfteiligen Serie spielte Mitte alle Staffeln hindurch Walter White Jr., und wie seine Figur lebte auch der Schauspieler selbst mit infantiler Zerebralparese. Diese Übereinstimmung verlieh seiner Darstellung eine Authentizität, die über das Drehbuch hinausging. Sein Sprecher würdigte ihn in einer Stellungnahme als »geliebten Schauspieler, Philanthropen und leidenschaftlichen Verfechter der Rechte von Menschen mit Behinderung«. Aus seinen eigenen Erfahrungen heraus habe Mitte eine Plattform für Bewusstsein und Inklusion geschaffen.
Roy Frank Mitte III wurde im August 1992 in Jackson, Mississippi, geboren. Bei der Geburt erlitt er Sauerstoffmangel durch Komplikationen, und mit drei Jahren wurde bei ihm eine leichte Zerebralparese diagnostiziert. In seiner Kindheit trug er Beinstützen, doch wie er später der »Sydney Morning Herald« erzählte, motivierte ihn seine Diagnose dazu, sich weiterzuentwickeln – an Körper und Geist zu arbeiten und eine andere Perspektive darauf zu gewinnen, was Menschen ausmacht und wie sie miteinander umgehen. Mitte wurde nach seiner Geburt adoptiert; zwei Monate später trennten sich seine Adoptiveltern. Er verbrachte seine Kindheit abwechselnd auf der Ranch seiner väterlichen Großeltern in Texas und auf der Farm der Familie seiner Mutter in Louisiana.
Neben seiner Schauspielkarriere arbeitete Mitte als Model und setzte sich öffentlich für Menschen mit Behinderungen ein. 2015 sagte er dem SPIEGEL: »Leider sehen die Menschen oft zuerst die Behinderung und dann den Menschen. Ich will mithelfen, das zu ändern.« Er nutzte seine Sichtbarkeit, um gegen Vorurteile anzugehen und für Inklusion zu werben.
Die Nachricht von Mittes Tod löste tiefe Trauer unter seinen »Breaking Bad«-Kollegen aus. Bryan Cranston, der Mittes Serienvater spielte, veröffentlichte einen langen Instagram-Post, in dem er schrieb, er sei zutiefst verzweifelt. Noch vor wenigen Wochen hätten sich die beiden geschrieben und versucht, einen Termin für ein gemeinsames Mittagessen zu finden. »Ich habe ihn geliebt und ich habe es sehr genossen, all die Jahre während der Serie mit ihm zusammen zu sein«, schrieb Cranston. Er endete mit den Worten »Ich werde dich vermissen, mein Junge« und teilte Hilfsangebote für Suizidgefährdete.
Dean Norris, der in der Serie den DEA-Agent Hank Schrader spielte, erklärte, sein Herz sei gebrochen. »Auch wenn RJ nicht meinen TV-Sohn gespielt hat, habe ich am Set immer ein Auge auf ihn gehabt. Er war ein unfassbar lieber junger Mann und wird sehr vermisst werden.« Aaron Paul, der Jesse Pinkman darstellte, schrieb: »Ich bin sprachlos. Diese Nachricht bricht mir das Herz. RJ, ich liebe dich, mein Freund. Wir werden dich vermissen.« Paul richtete sich auch an andere: »An alle, die dies gerade lesen: Bitte sei dir bewusst, dass du geliebt wirst und dass du nicht allein bist. Vergiss das niemals.«
Citations marquantes
Leider sehen die Menschen oft zuerst die Behinderung und dann den Menschen. Ich will mithelfen, das zu ändern.— RJ Mitte, 2015 im Gespräch mit dem SPIEGEL
Ich habe ihn geliebt und ich habe es sehr genossen, all die Jahre während der Serie mit ihm zusammen zu sein.— Bryan Cranston in seinem Instagram-Post